Dieses Video wurde am 31.08.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Nach einer Phase relativer Ruhe flammt der USA-Iran-Konflikt erneut auf: Neue militärische Scharmützel rund um die Straße von Hormus sorgen für internationale Aufmerksamkeit. Politikwissenschaftler Professor Thomas Jäger ordnet die Lage ein und kommt zu einem klaren Befund: Eine neue Eskalationsspirale ist derzeit nicht zu erwarten. Entscheidend ist dabei der innenpolitische Druck auf US-Präsident Donald Trump, der vor allem den Ölpreis im Blick hat – und innenpolitisch Erfolge vorweisen muss.
Seeminen als Auslöser: Warum die USA jetzt handeln
Der unmittelbare Anlass für die jüngsten US-Angriffe sind iranische Aktivitäten rund um die Straße von Hormus. Washington wirft Teheran vor, erneut Seeminen in dem strategisch bedeutsamen Seeweg verlegen zu wollen. Trump hatte zuvor öffentlich erklärt, die Straße sei geräumt und die Durchfahrt wieder gesichert.
Amerikanische Streitkräfte geleiten seither Schiffe durch die Meerenge – allerdings verkehren dort erst wieder zwischen 20 und 50 Prozent der Schiffe, die vor dem Konflikt die Route genutzt haben. Für Trump ist die Offenhaltung der Straße von Hormus eng mit seinem innenpolitischen Kernthema verknüpft: niedrige Benzinpreise für die amerikanische Bevölkerung. In diesem Zusammenhang steht auch der angekündigte Vertrag mit Venezuela, der die Ölversorgung der USA diversifizieren soll.
Begrenzte Aktion, kein Beginn einer neuen Eskalationsspirale
Jäger bewertet die jüngsten Angriffe ausdrücklich als begrenzte Aktion. Der US-Verteidigungsminister sei von hochrangigen Militärs bereits gewarnt worden, dass die amerikanischen Streitkräfte zunehmend überdehnt werden. Eine großangelegte neue Militäroffensive gegen den Iran sei daher nicht zu erwarten.
Gleichzeitig sei auch die von den USA ausgerufene Verschärfung der Sanktionen – ein sogenannter „ökonomischer D-Day”, der alle noch mit dem Iran handelnden Staaten und Unternehmen treffen soll – wenig erfolgversprechend. Der Hauptgrund: China steht fest hinter Teheran. Ähnliche Sanktionsmaßnahmen hatten zwar ab 2012 Wirkung gezeigt und zum Nuklearabkommen geführt – damals stand China jedoch nicht so klar auf der Seite des Iran wie heute. Solange Peking seine Position nicht ändert, haben die USA nach Jägers Einschätzung keine realistische Siegesoption.
Irans Gegenschlag und die Logik der Vergeltung
Beobachter fragen sich, warum der Iran trotz absehbarer amerikanischer Reaktionen so schnell mit eigenen Schlägen antwortet – zumal dies künftige Verhandlungen erschwert. Jäger erklärt das mit einer simplen Logik: Schlag folgt auf Schlag. Es handele sich um ein eingespieltes Muster gegenseitiger Vergeltung.
Die USA befanden sich zuletzt in einer komfortablen Lage, weil alle iranischen Angriffe abgewehrt werden konnten und kein eigener Gegenschlag nötig wurde. Für die kommenden Tage und Wochen erwartet Jäger dennoch keine grundlegende Eskalation – wohl aber wiederkehrende Einzelaktionen:
- Iran will die Kontrolle über die Straße von Hormus nicht aufgeben und wird immer wieder versuchen, Druck auszuüben.
- Die USA werden punktuelle Aktionen unternehmen, um die Durchfahrt zu sichern und innenpolitisch Stärke zu demonstrieren.
- Beide Seiten vermeiden nach Jägers Einschätzung derzeit eine umfassende militärische Konfrontation.
- Verschärfte Sanktionen dürften wegen des chinesischen Rückhalts für Teheran kaum entscheidende Wirkung entfalten.
Trumps möglicher Ausweg: Gesichtswahrend abziehen
Für Trump zeichnet sich laut Jäger ein mögliches Szenario ab, das aus dem US-Senat ins Gespräch gebracht wird: Der Präsident könnte zu einem Zeitpunkt seiner Wahl verkünden, alle gesetzten Ziele seien erreicht – und die US-Streitkräfte aus der Region zurückziehen. Diese Formel würde es erlauben, ohne offensichtliche Niederlage abzurücken.
Hintergrund ist die zunehmende Belastung von Marine und Luftwaffe, aus denen bereits Warnungen ans Pentagon ergingen, man dürfe die Kräfte nicht noch weiter strecken. Wie lange der Konflikt in seiner aktuellen Form – halb eingefroren, halb aktiv – andauert, bleibt offen. Eines aber ist nach Jägers Analyse klar: Solange China an der Seite des Iran steht, werden weder militärischer Druck noch Sanktionen die USA als Sieger aus diesem Konflikt hervorgehen lassen.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.


