Dieses Video wurde am 01.05.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Astronauten der Artemis-2-Mondmission wurden im Weißen Haus von US-Präsident Donald Trump empfangen – einem Empfang, der schnell weniger den Helden des Weltalls als vielmehr dem Gastgeber selbst gewidmet war. Über eine halbe Stunde standen die vier Raumfahrer sowie NASA-Chef Jared Isaacman stumm hinter dem Präsidenten, während Trump das Wort führte: über sich selbst, die Space Force, UFO-Akten und schließlich internationale Krisen.
Artemis 2: Rekordmission mit historischer Crew
Die Artemis-2-Crew hat Geschichte geschrieben: Die vier Astronauten reisten weiter von der Erde entfernt als je ein Mensch zuvor – dem Mond so nah, dass ein Mondorbit in greifbarer Nähe lag. Es war ein Meilenstein im Rahmen des NASA-Programms zur Rückkehr des Menschen in den tiefen Weltraum.
Zu den Eckdaten der Mission zählen:
- Größte Distanz zur Erde, die Menschen je zurückgelegt haben
- Vorbeiflug am Mond als Vorbereitung zukünftiger Landemissionen
- Erster bemannter Flug im Rahmen des Artemis-Programms seit Apollo
- Besatzung aus vier Astronauten verschiedener Hintergründe
Trotz dieser historischen Leistung blieben die Astronauten beim Empfang im Oval Office stumm im Hintergrund – Zeugen eines langen Monologs ihres Gastgebers.
Trumps Selbstlob im Mittelpunkt des Empfangs
Gleich zu Beginn lobte Trump seine eigene Personalentscheidung: Er hatte Jared Isaacman Ende 2024 als NASA-Administrator nominiert und gratulierte ihm demonstrativ – vor allem aber sich selbst. „Ich habe wirklich eine tolle Entscheidung getroffen”, sagte Trump unter Applaus.
Besonders skurril: Trump deutete scherzhaft an, er hätte selbst das Zeug zum Astronauten. „Man muss sehr klug sein. Man muss körperlich fit sein. Also hätte ich keine Probleme gehabt, es zu schaffen. Ich bin körperlich sehr, sehr fit”, sagte der Präsident. Ob ein Präsident überhaupt mitfliegen dürfe, fragte er in die Runde – die Crew hätte „kein Problem damit”.
Auch die Familien der Astronauten, die ebenfalls anwesend waren, nutzte Trump für eine weitere Anekdote: Ihr erster Kommentar beim Betreten des Oval Office sei angeblich ein begeistertes „Wow” gewesen – was Trump sichtlich gefiel.
Space Force, UFO-Akten und geopolitische Themen
Trump nutzte die Plattform des Astronauten-Empfangs, um weitere Lieblingsthemen anzusprechen. Er verwies stolz auf die von ihm 2019 gegründete Space Force und betonte deren militärische Bedeutung. Vorgänger-Regierungen hätten versucht, sie aufzulösen – das Militär habe dies verhindert.
Ebenso kündigte er die Veröffentlichung weiterer UFO-Akten an. Er habe mit Piloten gesprochen, „wirklich solide Leute”, die „unglaubliche Dinge gesehen” hätten. Die Enthüllungen würden die Öffentlichkeit interessieren, so Trump.
Schließlich wandte sich der Präsident Journalistenfragen zu völlig anderen Themen zu – darunter der ehemalige FBI-Direktor James Comey, der britische König Charles III. sowie mögliche Konflikte mit dem Iran und eine Seeblockade der Straße von Hormus. „Die Blockade ist genial – zu 100 Prozent narrensicher”, kommentierte Trump und lobte dabei die US-Marine.
Astronauten als stumme Kulisse
Während Trump redete, standen die Mitglieder der Artemis-2-Crew schweigend aufgereiht hinter ihm – über eine halbe Stunde lang. Menschen, die die Menschheit weiter in den Weltraum gebracht haben als je zuvor, hatten im Oval Office schlicht keine Gelegenheit, zu Wort zu kommen.
Der Empfang steht sinnbildlich für Trumps Kommunikationsstil: Selbst bei einem Anlass, der andere in den Vordergrund stellen soll, bleibt er die dominierende Figur. Ob das der Artemis-Mission und dem ambitionierten NASA-Programm für zukünftige Mondlandungen langfristig nützt oder schadet, bleibt abzuwarten.
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