PISA-Studie 2025: Deutschlands Schüler so schwach wie nie

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Dieses Video wurde am 08.09.2026 von Handelsblatt auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die PISA-Studie 2025 liefert einen historischen Tiefstand für das deutsche Bildungssystem. Wie die OECD am Dienstag in Berlin bekannt gab, sind die Durchschnittsergebnisse 15-jähriger Schülerinnen und Schüler in Deutschland sowohl in Lesekompetenz als auch in Mathematik erneut gesunken – auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Teilnahme im Jahr 2000. Bildungsministerin Karin Prien sprach von einem „besorgniserregenden Befund”, der weit über Deutschland hinausreiche und die gesamte OECD sowie weite Teile der Europäischen Union betreffe.

Historischer Tiefstand bei Lesen und Mathematik

Seit der Jahrtausendwende nimmt Deutschland an dem internationalen Schulleistungsvergleich der OECD teil – und niemals zuvor waren die Ergebnisse schlechter. Die Leistungen der deutschen Schülerinnen und Schüler liegen zwar noch nahe am OECD-Durchschnitt, doch der Abwärtstrend ist ungebrochen. Besonders deutlich zeigt sich der Rückgang beim Lesen.

Immer mehr Jugendliche erreichen mit 15 Jahren nicht einmal das Grundkompetenzniveau. Das bedeutet konkret: Sie können einfache Texte nicht sinnentnehmend lesen und scheitern an grundlegenden mathematischen Aufgaben. Damit gefährden sie ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt noch bevor sie die Schule verlassen haben.

Die zentralen Ergebnisse im Überblick:

  • Lesekompetenz und Mathematik erreichten 2025 den niedrigsten Wert seit dem Jahr 2000
  • Mehr Jugendliche als je zuvor verfehlen das Grundkompetenzniveau
  • Der Rückgang betrifft nicht nur Deutschland, sondern weite Teile der OECD
  • Die soziale Schere beim Bildungserfolg hat sich weiter geöffnet

Soziale Herkunft entscheidet über Bildungserfolg

Die vielleicht alarmierendste Botschaft der PISA-Studie 2025 ist nicht der Punktverlust selbst, sondern was dahinter steckt. In kaum einem anderen OECD-Staat prägen die familiären Voraussetzungen den Bildungserfolg so stark wie in Deutschland. Kinder aus einkommensschwachen oder bildungsfernen Haushalten haben deutlich schlechtere Chancen, ihr Potenzial zu entfalten – und diese Ungleichheit nimmt zu statt ab.

Bildungsministerin Prien betonte, dass die soziale Schere sich weiter öffne und nicht schließe. Das sei für Deutschland als größte Volkswirtschaft Europas besonders beunruhigend. Ein Bildungssystem, das Chancengleichheit nicht gewährleisten kann, gefährdet langfristig sowohl den gesellschaftlichen Zusammenhalt als auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes.

Gleichzeitig sei festzustellen, dass viele Jugendliche zunehmend den Glauben daran verlieren, dass sich Bildung überhaupt lohnt. Dieser Motivationsverlust verstärkt den Abwärtstrend zusätzlich.

Social Media als möglicher Mitverursacher

Eine mögliche Erklärung für den Rückgang der Lesekompetenz sehen die Studienautoren im veränderten Medienkonsum junger Menschen. Das schnelle Überfliegen von Inhalten auf Plattformen wie Instagram und TikTok könnte dazu beitragen, dass konzentriertes und verstehendes Lesen längerer Texte schwerer fällt.

Einen wissenschaftlichen Beweis liefert die PISA-Studie hierfür allerdings nicht. Der Zusammenhang zwischen Social-Media-Nutzung und sinkenden Leseleistungen gilt als plausible Hypothese, die weiterer Forschung bedarf. Klar ist jedoch: Das Leseverhalten hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert – mit möglichen Folgen für kognitive Fähigkeiten.

Lösungsansätze: Frühe Förderung und Flächendeckung

An möglichen Antworten auf die Krise mangelt es nicht. Experten und Studienautorinnen nennen übereinstimmend mehrere Ansätze:

  • Frühere Förderung von Kindern, um Schwierigkeiten rechtzeitig zu erkennen
  • Gezielte Unterstützung von Schülerinnen und Schülern aus bildungsfernen Haushalten
  • Flächendeckende Umsetzung bereits erprobter Bildungskonzepte
  • Langfristige Verankerung erfolgreicher Ansätze im Schulsystem

Das eigentliche Problem liegt dabei in der Umsetzung. Erfolgreiche Pilotprojekte existieren vielerorts – sie flächendeckend und nachhaltig in einem föderalen Schulsystem zu verankern, bleibt die zentrale politische Herausforderung. Die PISA-Ergebnisse 2025 machen deutlich: Der Handlungsdruck ist so groß wie nie zuvor. Ob die Politik die nötigen Konsequenzen zieht, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (Handelsblatt). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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