Dieses Video wurde am 15.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Eine Wahlkampf-Panne sorgt bei der Berliner Linken für Aufsehen: In einem Instagram-Video, das Spitzenkandidatin Elif Eralp veröffentlicht hat, um Wählerinnen und Wähler über das Erst- und Zweitstimmensystem aufzuklären, ist im Hintergrund ein historisches Rathaus zu sehen – nur leider das falsche. Statt des Roten Rathauses in Berlin, das die Partei als politisches Ziel ausgerufen hat, erscheint in dem Spot das Rechtstädtische Rathaus im polnischen Danzig. Die Städte liegen rund 500 Kilometer voneinander entfernt.
Eralp erklärt Wahlsystem – mit falschem Rathaus im Hintergrund
Die Berliner Linke gehört zu den Parteien, die bei der laufenden Abgeordnetenhauswahl auf einen starken Einzug ins Stadtparlament und womöglich sogar auf das Regierende Bürgermeisteramt hoffen. Elif Eralp als Spitzenkandidatin tritt dabei prominent in Erscheinung – unter anderem mit erklärenden Videos in den sozialen Medien.
In dem betreffenden Instagram-Clip erläutert Eralp, wie das Berliner Wahlsystem mit Erst- und Zweitstimme funktioniert. Das ist grundsätzlich ein sinnvolles Format für Erstwählerinnen und Erstwähler. Der Fauxpas: Als Hintergrundbild für das symbolisch so wichtige Rote Rathaus wurde versehentlich ein Foto aus dem polnischen Danzig verwendet.
Verwechslung fällt schnell auf – Spott im Netz
Das Missgeschick blieb nicht lange unentdeckt. Aufmerksame Nutzerinnen und Nutzer identifizierten das gezeigte Gebäude rasch als das Rechtstädtische Rathaus in Danzig, eines der bekanntesten gotischen Rathäuser Polens. Mit dem Berliner Regierungssitz verbindet es – abgesehen von der Funktion als Rathaus – herzlich wenig.
In den Kommentarspalten und auf anderen Plattformen machte der Clip schnell die Runde. Kritiker merkten an, dass ein solcher Fehler bei einem so zentralen Wahlkampfsymbol wie dem Roten Rathaus eigentlich nicht passieren dürfte – zumal die Partei den Einzug in eben dieses Gebäude als erklärtes Wahlziel ausgibt.
Typische Pannen im digitalen Wahlkampf
Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Social-Media-Pannen ein, die Parteien im digitalen Wahlkampf immer wieder unterlaufen. Häufige Fehlerquellen sind:
- Verwendung von Stockfotos ohne genaue Prüfung des Bildmotivs
- Fehlende Qualitätskontrolle vor der Veröffentlichung
- Zeitdruck in der heißen Wahlkampfphase, der zu oberflächlicher Prüfung führt
- Mangelnde Ortskenntnis bei externen Dienstleistern oder freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
Gerade bei Motiven, die für die eigene Kampagne symbolisch so bedeutsam sind wie das Rote Rathaus – das im Volksmund nach seiner charakteristischen Backsteinfarbe benannt ist –, erwartet die Öffentlichkeit eine besonders sorgfältige Bildauswahl.
Partei unter Druck – Fehler mit Folgen?
Ob die Panne nennenswerte politische Folgen hat, bleibt abzuwarten. Erfahrungsgemäß werden solche Missgeschicke im Berliner Wahlkampf zwar intensiv diskutiert, verblassen aber schnell hinter inhaltlichen Debatten. Dennoch schadet ein solcher Fauxpas dem professionellen Erscheinungsbild einer Partei, die kurz vor dem Wahltag um Aufmerksamkeit und Vertrauen wirbt.
Für die Linkspartei in Berlin kommt der Clip zur Unzeit. Die Partei kämpft darum, als ernstzunehmende Regierungsalternative wahrgenommen zu werden. Auftritte und Materialien, die für Spott sorgen, lenken dabei vom eigentlichen Wahlprogramm ab. Es bleibt zu hoffen – zumindest aus Sicht der Partei –, dass der nächste Wahlkampfspot einer gründlicheren Bildredaktion unterzogen wird, bevor er online geht.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.


