Zeitreisen: Was steckt hinter viralen Beweisfotos?

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Dieses Video wurde am 10.09.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Ein 90 Jahre altes Gemälde sorgt derzeit im Netz für Aufregung: Angeblich ist darauf eine indigene Person zu sehen, die ein Smartphone in der Hand hält – ein vermeintlicher Beweis für Zeitreisen. Doch was steckt wirklich hinter solchen viralen Bildern und Videos, die immer wieder als Belege für Reisen durch die Zeit kursieren? Mysterienexperte Matthias Beder ordnet die bekanntesten Fälle ein und erklärt, was die Physik über Zeitreisen tatsächlich zu sagen hat.

Gemälde, Charlie Chaplin und Mike Tyson: Die „Beweise” im Check

Das aktuell diskutierte Gemälde stammt aus der Biedermeierzeit um 1850. Zu sehen ist eine Frau, die einen kleinen rechteckigen Gegenstand in der Hand hält – für viele Internet-Nutzer eindeutig ein Mobiltelefon. Experte Beder widerspricht klar: Es könnte sich ebenso gut um ein Heiligenbild, ein Büchlein, einen Brief oder einen Notizzettel handeln, wie sie zur damaligen Zeit gebräuchlich waren.

Ähnlich verhält es sich mit zwei weiteren viralen Klassikern:

  • Charlie-Chaplin-Film „The Circus” (1928): Eine Frau ist zu sehen, die sich etwas ans Ohr hält. Eine naheliegende Erklärung ist ein damals gebräuchliches Hörgerät, das von außen ans Ohr gehalten wurde.
  • Mike-Tyson-Boxkampf (1980er-Jahre): Ein Zuschauer hält ein rechteckiges Gerät in der Hand – vermutlich eine Kamera der damaligen Zeit.
  • Filmaufnahme aus Amerika, 1938: Auch hier soll eine Frau mit einem Handy zu sehen sein – eine Interpretation, die sich bei näherer Betrachtung nicht belegen lässt.

Beder weist zudem auf einen logischen Widerspruch hin: Hätte jemand tatsächlich ein Smartphone in die Vergangenheit mitgebracht, wäre es sinnvoller gewesen, den Bildschirm zu zeigen – nicht die Rückseite des Geräts.

Das Gehirn sieht, was es kennt

Warum fallen so viele Menschen auf solche vermeintlichen Beweise herein? Der Grund liegt in der Funktionsweise des menschlichen Gehirns. Es gibt einen bekannten psychologischen Effekt, bei dem das Gehirn unbekannte oder unscharfe Formen mit vertrauten Objekten gleichsetzt – ähnlich wie Menschen in Wolken Gesichter oder Tiere erkennen.

Ein berühmtes Beispiel ist die sogenannte „Marsgesicht”-Aufnahme: Eine unscharfe Nasa-Aufnahme zeigte eine Erhebung auf dem Mars, die vielen wie ein menschliches Gesicht aussah. Spätere hochauflösende Fotos entlarvten das vermeintliche Gesicht als gewöhnliche Geländeformation. Das Gehirn ergänzt fehlende Informationen automatisch durch Bekanntes – ein Überlebensmechanismus, der in modernen Zeiten zu Fehldeutungen führen kann.

Was die Physik über Zeitreisen wirklich sagt

Albert Einstein hat mit seiner Relativitätstheorie tatsächlich die theoretische Grundlage für eine Art Zeitreise gelegt – allerdings ausschließlich in die Zukunft. Zwei physikalische Phänomene machen dies denkbar:

  • Gravitation: In der Nähe extrem massereicher Objekte wie schwarzer Löcher verläuft die Zeit langsamer. Wer sich dort aufhält und zurückkehrt, ist weniger gealtert als die Menschen auf der Erde – bekannt aus dem Film Interstellar.
  • Geschwindigkeit: Bewegt sich ein Raumschiff mit sehr hoher Geschwindigkeit durch das All, vergeht an Bord die Zeit ebenfalls langsamer als auf der Erde.

Zeitreisen in die Vergangenheit hingegen scheitern am sogenannten Zeitreisen-Paradoxon: Wer in die Vergangenheit reist und dort auch nur eine Kleinigkeit verändert, könnte eine Kettenreaktion auslösen, die den gesamten Lauf der Geschichte beeinflusst. Dieses Prinzip ist als Schmetterlingseffekt bekannt und wurde unter anderem in der Kurzgeschichte „A Sound of Thunder” verarbeitet.

Paralleluniversen als Ausweg – und ein nüchternes Fazit

Theoretisch könnten Paralleluniversen das Paradoxon umgehen: Wer in die Vergangenheit reist, würde dort eine eigene, abgezweigte Realität erzeugen und nicht die eigene Zeitlinie verändern. Doch auch das bleibt bislang reine Spekulation ohne empirische Belege.

Beder bringt zudem ein pragmatisches Argument: Selbst wenn Zeitreisen in ferner Zukunft möglich würden, wäre zu diesem Zeitpunkt das Smartphone längst ein Auslaufmodell. Warum sollte ein Zeitreisender aus dem Jahr 3000 ausgerechnet mit einem iPhone durch die Geschichte spazieren?

Das Fazit bleibt ernüchternd klar: Die viralen „Beweise” für Zeitreisen lösen sich bei rationaler Betrachtung stets in Luft auf. Rechteckige Gegenstände in alten Bildern sind in aller Regel Spiegel, Bildtafeln, Hörgeräte oder Kameras – und kein Indiz dafür, dass jemand die Gesetze der Physik ausgehebelt hat. Zeitreisen in die Zukunft bleiben zumindest theoretisch denkbar; in die Vergangenheit spricht die Wissenschaft eine klare Sprache dagegen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (BILD). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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