Gasgeruch: Was tun? Tipps der Feuerwehr

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Dieses Video wurde am 02.05.2026 von WDR auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Wer plötzlich Gasgeruch in der Wohnung wahrnimmt, muss schnell und richtig handeln – denn jede falsche Reaktion kann eine Explosion auslösen. Die Feuerwehr empfiehlt eine klare Abfolge: Licht so lassen wie es ist, Fenster öffnen, das Gebäude sofort verlassen und erst dann den Notruf 112 wählen. Diese wenigen Schritte können im Ernstfall Leben retten.

Gasgeruch erkennen und richtig reagieren

Erdgas und Flüssiggas sind von Natur aus geruchlos. Damit Lecks schnell bemerkt werden, wird dem Gas ein künstlicher Warngeruch beigemischt – oft beschrieben als faulige oder schwefelähnliche Note. Wer diesen Geruch wahrnimmt, sollte sofort handeln.

Entscheidend ist dabei: Keine Panik, aber zügiges und bedachtes Vorgehen. Jede vermeidbare Zündquelle muss ausgeschaltet werden – doch paradoxerweise gehört das Lichtschalter-Betätigen genau dazu.

Warum das Licht anlassen bleiben sollte

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass man bei Gasgeruch das Licht ausschalten soll. Das Gegenteil ist richtig: Ist das Licht bereits eingeschaltet, sollte es eingeschaltet bleiben.

Der Grund liegt in der Technik des Lichtschalters: Beim Umlegen eines herkömmlichen Kippschalters entsteht ein kleiner Abreißfunke. Dieser winzige Funke reicht bei einem Gasgemisch in der Luft aus, um eine Explosion auszulösen. Daher gilt die Faustregel:

  • Licht ist an → anlassen, nicht ausschalten
  • Licht ist aus → nicht einschalten
  • Kein elektrisches Gerät betätigen – auch keinen Herd, keine Klingel, keinen Aufzug
  • Keine offene Flamme entzünden – kein Feuerzeug, kein Streichholz
  • Keine Türen zuschlagen – auch das kann Funken erzeugen

Fenster öffnen, Gebäude verlassen, Notruf wählen

Sobald Gasgeruch festgestellt wird, sollten alle verfügbaren Fenster weit geöffnet werden, um das Gasgemisch zu verdünnen und das Explosionsrisiko zu senken. Danach gilt: das Gebäude sofort verlassen.

Das Handy sollte mitgenommen werden – aber der Notruf 112 darf erst auf der Straße, in ausreichendem Abstand zum Gebäude, gewählt werden. Auch das Telefonieren in der Wohnung kann theoretisch eine Zündquelle darstellen. Auf der Straße informiert man die Feuerwehr über den genauen Standort und wartet auf ihre Ankunft.

Nachbarn sollten ebenfalls gewarnt werden – durch Klopfen an Türen, nicht durch Klingeln, da auch elektrische Türklingeln Funken erzeugen können.

Wann ist die Gefahr besonders groß?

Gasaustritte sind besonders gefährlich, wenn das Gasgemisch in der Raumluft eine bestimmte Konzentration erreicht – die sogenannte untere Explosionsgrenze. Bereits kleine Zündimpulse genügen dann, um eine Verpuffung oder Explosion auszulösen, die Wände einreißen und Decken zum Einsturz bringen kann.

Besonders häufige Ursachen für Gasgeruch im Haushalt sind:

  • Defekte oder nicht vollständig geschlossene Gasventile am Herd
  • Beschädigte Gasschläuche oder undichte Verbindungen
  • Alte oder schlecht gewartete Gasheizungen
  • Beschädigungen an Gasleitungen durch Bauarbeiten oder Frost

Gasgeruch ist immer ein ernstes Warnsignal und darf niemals ignoriert werden. Wer die Empfehlungen der Feuerwehr kennt und im Notfall besonnen handelt, schützt sich selbst und andere. Regelmäßige Wartung von Gasgeräten und Leitungen durch einen Fachbetrieb ist die beste Vorsorge, um es gar nicht erst zu einem Notfall kommen zu lassen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WDR). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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