Dieses Video wurde am 29.04.2026 von WDR auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Ein Kaminbrand klingt zunächst nach einem überschaubaren Einsatz – doch wie schnell sich daraus eine komplexe und kräftezehrende Aktion entwickeln kann, zeigt ein Löscheinsatz in einem Wohngebäude. Alarmiert wurde die Feuerwehr mit dem Stichwort „starke Verrauchung auf der Straße, Ursache unklar”. Was sich dann als beginnender Kaminbrand herausstellte, sollte die Einsatzkräfte über Stunden beschäftigen – und am Ende war es die Expertise des Schornsteinfegers, die den entscheidenden Durchbruch brachte.
Kaminbrand erkennen: Warum Wasser verboten ist
Beim Eintreffen an der Einsatzstelle stellte der Einheitsführer rasch fest: Der Ofen selbst brannte ordnungsgemäß, doch im Schlot hatten sich Rußablagerungen entzündet. Genau das ist das Wesen eines Kaminbrands – nicht der Ofen, sondern der Abzug ist das Problem.
Besonders gefährlich an solchen Bränden sind die extrem hohen Temperaturen, die im Inneren des Kamins entstehen. Da das Feuer auf engstem Raum gebündelt wird, kann Beton anfangen abzuplatzen. Der Einsatz von Wasser ist in solchen Situationen ausdrücklich verboten: Die Temperaturdifferenz würde die Lage drastisch verschlechtern, der Löscheffekt wäre nahezu null – im schlimmsten Fall würde Wasser das Feuer sogar anfachen.
Die Feuerwehr setzte stattdessen auf Kaminkehrerwerkzeug: Eine schwere Metallkugel mit einem Besen, die über eine Kette in den Schacht gelassen wird, um Ablagerungen mechanisch zu lösen.
Schwerstarbeit auf der Drehleiter
Angriffstrupp und zweiter Trupp wurden mit Pressluftatmern (PA) ausgerüstet und mit dem Kaminwerkzeug zur Drehleiter geschickt. Im Drehleiterkorb begann die körperlich anspruchsvolle Arbeit: Die Kaminkugel, die bis zu acht Kilogramm wiegt, musste immer wieder in den Schacht abgesenkt und wieder hochgezogen werden.
Die Belastung für die Feuerwehrleute war erheblich:
- Die Kugel musste kontinuierlich auf und ab geschwenkt werden – eine extreme Belastung für Arme und Schultern.
- Die Kette erhitzte sich stark, was das Festhalten zusätzlich erschwerte.
- Die Einsatzkräfte mussten sich regelmäßig abwechseln, um Erschöpfung zu vermeiden.
- Die Pressluftflaschen leerten sich durch die körperliche Anstrengung schneller als üblich.
Unten im Keller sollten Kollegen an der Revisionsklappe die gelösten Ablagerungen auffangen und mit einer Kübelspritze ablöschen. Doch es kam kein einziger Krümel an.
Rätselhafte Blockade: Die Kugel kommt nicht durch
Das Fegen brachte keine sichtbaren Ergebnisse. Die Kugel stieß auf einen unerwarteten Widerstand im Kaminschacht und erreichte den Keller nie. Auch ein Inspektionsspiegel mit verlängertem Griff brachte keinen Aufschluss. Die Feuerwehr arbeitete an zwei Kaminen – einem linken und einem rechten – doch an beiden Revisionsklappen blieb es ruhig.
Die Wärmebildkamera lieferte schließlich einen ersten Hinweis: Im Bereich eines alten Zugangs war deutlich Wärme zu erkennen, was bestätigte, dass die Kugel bis zu einem bestimmten Punkt korrekt gearbeitet hatte. Die Vermutung reifte, dass der Kaminzug zwischen Erdgeschoss und Keller einen Versatz – also einen Knick – aufwies, der den Durchgang blockierte.
Ein zweiter Trupp, darunter ein Kollege aus der Ausbildung und ein gelernter Dachdecker, wurde mit dem Trennschleifer nach oben geschickt. Sie entfernten die festgeschraubte Abdeckplatte am Kamin, um den Schacht besser zugänglich zu machen.
Schornsteinfeger klärt den Fall – Einsatz endet kontrolliert
Bei Kaminbränden ist es in Deutschland üblich, den zuständigen Bezirksschornsteinfeger zur Einsatzstelle zu rufen. Dieser konnte den entscheidenden Hinweis geben: Der Kaminzug machte tatsächlich einen Versatz, was erklärte, warum die Kugel nie unten ankam. Seine Empfehlung lautete, die Abdeckplatte zu entfernen und einen weiteren Kehrversuch zu starten.
Auch dieser letzte Versuch brachte jedoch keine Ablagerungen zutage – das Team brach die Kehrarbeiten schließlich planmäßig ab. Die eigentliche Gefahr war zu diesem Zeitpunkt aber bereits gebannt:
- Der Kamin war außer Betrieb genommen worden – keine weitere Verrauchung.
- Die Temperatur im Schacht war auf ein unkritisches Niveau gesunken.
- Der Schornsteinfeger sicherte zu, sich am nächsten Tag um die verbleibenden Arbeiten zu kümmern.
Der Einsatz verdeutlicht, dass ein Kaminbrand weit mehr als ein Routineeinsatz sein kann. Unerwartete Schachtverläufe, körperliche Erschöpfung und das Zusammenspiel verschiedener Gewerke – Feuerwehr, Schornsteinfeger und Dachdecker – machen solche Einsätze zu echten Herausforderungen. Gerade für junge und noch unerfahrene Feuerwehrleute bieten sie wertvolle Erfahrungen, die keine Schulung vollständig ersetzen kann. Die enge Zusammenarbeit mit dem Schornsteinfeger bleibt dabei ein zentrales Element für einen sicheren Abschluss.
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