Dieses Video wurde am 04.05.2026 von Sportschau auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Das Multi-Club-Modell sorgt im deutschen Profifußball für Diskussionen. Ein investitionsfreudiger US-amerikanischer Unternehmer zeigt sich offen für Engagements in Deutschland – stößt jedoch auf ein grundlegendes Problem: die hiesige Regulierung. Während er das Konzept, mehrere Fußballklubs gleichzeitig zu besitzen, als zukunftsweisend und wettbewerbsfähig verteidigt, prallt seine Geschäftswelt auf ein System, das staatliche Eingriffe in unternehmerische Entscheidungen vorsieht – eine Vorstellung, die ihm aus dem US-amerikanischen Freimarktsystem völlig fremd ist.
Freimarkt gegen Regulierung: Ein Kulturschock
Der Investor beschreibt sich selbst als leidenschaftlichen Unternehmer, der Deutschland als attraktiven Investitionsstandort betrachtet. Doch die regulatorischen Rahmenbedingungen empfindet er als erhebliche Hürde. Aufgewachsen in den Vereinigten Staaten, sei ihm das Konzept staatlicher Einflussnahme auf geschäftliche Entscheidungen fremd – es passe schlicht nicht in sein unternehmerisches Denken.
Deutschland schützt seinen Fußball traditionell durch Regelwerke wie die 50+1-Regel, die sicherstellen soll, dass Mitglieder die Mehrheit der Stimmrechte in ihren Vereinen behalten. Genau solche Konstruktionen stoßen bei Investoren aus freien Marktwirtschaften auf Unverständnis. Für sie bedeutet Investition: volle unternehmerische Kontrolle, strategische Entscheidungsfreiheit und renditeorientiertes Management – Prinzipien, die mit dem deutschen Vereinsmodell oft kollidieren.
Multi-Club-Ownership: Ein globaler Trend
Trotz der Kritik an der deutschen Regulierung ist der Investor überzeugt: Das Multi-Club-Ownership-Modell ist nicht aufzuhalten. Weltweit gehören bereits zahlreiche Klubs zu größeren Unternehmensverbünden, die unter einem gemeinsamen Eigentümer oder Konzern geführt werden – mit jeweils unterschiedlichen strategischen Ansätzen.
Bekannte Beispiele für dieses Modell sind unter anderem:
- Red Bull mit Klubs wie RB Leipzig, Red Bull Salzburg und New York Red Bulls
- City Football Group mit Manchester City und über zehn weiteren Vereinen weltweit
- Verschiedene Private-Equity-Fonds, die in mehrere europäische Ligen gleichzeitig investieren
Der Investor plädiert dafür, dieses Modell nicht als Bedrohung, sondern als attraktive Form des Wettbewerbs zu begreifen. Die Vielfalt der Ansätze innerhalb dieser Strukturen mache das Modell dynamisch und anpassungsfähig.
Macht das Modell den Fußball kaputt?
Kritiker hingegen sehen im Multi-Club-Modell eine Gefahr für die Integrität des sportlichen Wettbewerbs. Wenn zwei Klubs desselben Eigentümers in einem Pokalwettbewerb aufeinandertreffen, stellt sich die Frage nach der Ernsthaftigkeit der Begegnung. Zudem befürchten Traditionsverfechter, dass die kulturelle Identität von Vereinen verloren geht, wenn wirtschaftliche Konzerninteressen über die des gewachsenen Fanumfelds gestellt werden.
In Deutschland ist die Debatte besonders intensiv, weil das Vereinswesen historisch tief in der Gemeinschaftskultur verwurzelt ist. Die Mitglieder sind nicht nur Zuschauer, sondern Eigentümer – ein Prinzip, das durch externe Investorenmodelle fundamental infrage gestellt wird.
Ausblick: Anpassung oder Abgrenzung?
Die Frage ist nicht, ob das Multi-Club-Modell kommt – es ist bereits da. Die entscheidende Frage für den deutschen Fußball lautet vielmehr: Wie gestaltet man Rahmenbedingungen, die Investitionen ermöglichen, ohne die sportliche Fairness und die demokratischen Vereinsstrukturen zu opfern? Der Regulierungsdruck bleibt hoch, während internationales Kapital weiter auf der Suche nach neuen Märkten ist. Deutschland steht vor der Herausforderung, einen eigenen Weg zwischen wirtschaftlicher Öffnung und dem Schutz seiner Fußballkultur zu finden.
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