BSW in Sachsen-Anhalt: Kampf um den Landtag

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Dieses Video wurde am 24.08.2026 von Handelsblatt auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Am 6. September 2026 wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag – und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) könnte dabei zur entscheidenden Kraft werden. Monatelang pendelte die Partei in Umfragen knapp um die Fünf-Prozent-Hürde. Gelingt der Einzug ins Parlament, droht eine komplizierte Mehrheitsbildung – zumal das BSW offen eine punktuelle Zusammenarbeit mit der AfD in Aussicht stellt, die in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem gilt.

BSW an der Fünf-Prozent-Hürde

Wenige Wochen vor der Wahl ist das BSW in einem politischen Schwebezustand. Die Partei liegt in Umfragen mal knapp über, mal knapp unter der Sperrklausel. Für Sahra Wagenknecht, die persönlich im thüringischen Dessau für ihre Partei wirbt, steht viel auf dem Spiel: Ein Scheitern an der Hürde würde das BSW in Sachsen-Anhalt ohne jede parlamentarische Vertretung lassen.

Schafft die Partei den Sprung, könnte sie als Zünglein an der Waage fungieren und die Koalitionsoptionen im Landtag grundlegend neu sortieren. Die übrigen etablierten Parteien – CDU, SPD, Linke, Grüne und FDP – lehnen jede Zusammenarbeit mit der AfD kategorisch ab.

BSW gegen die Brandmauer zur AfD

Genau an diesem Punkt setzt das BSW seinen schärfsten Kontrapunkt. Sowohl Sahra Wagenknecht als auch die beiden Spitzenkandidaten in Sachsen-Anhalt, Claudia Wittig und Thomas Schulze, positionieren sich klar gegen die sogenannte Brandmauer der anderen Parteien gegenüber der AfD.

Wagenknecht wirft CDU, SPD, FDP, Linken und Grünen vor, durch ihre Abgrenzungsstrategie immer mehr Menschen auszugrenzen und vor den Kopf zu stoßen. Die Brandmauerkoalitionen seien eine politische Sackgasse, so ihre Argumentation.

  • Das BSW schließt eine punktuelle Zusammenarbeit mit der AfD im Landtag nicht aus.
  • Die Spitzenkandidaten fordern einen grundlegenden Politikwechsel in Sachsen-Anhalt.
  • Den amtierenden CDU-Ministerpräsidenten Sven Schulze will das BSW nicht unterstützen.
  • Im dritten Wahlgang des Parlaments würde sich das BSW nach eigenem Bekunden enthalten, sollte kein überparteilicher Kandidat durchkommen.

Diese Haltung bedeutet in der Konsequenz: Sollte AfD-Spitzenkandidat Ulrich Sigmund im dritten Wahlgang eine parlamentarische Mehrheit erhalten, würde das BSW dies respektieren und ihn nicht aktiv blockieren.

AfD mit Rekordwerten – und Gesprächsbereitschaft

Die AfD geht als klarer Umfragefavorit in die Wahl. Mit Werten von über 40 Prozent liegt sie weit vor allen anderen Parteien und könnte theoretisch alleine regieren. Spitzenkandidat Ulrich Sigmund und seine Partei profitieren von einer tiefen Unzufriedenheit in Teilen der ostdeutschen Bevölkerung mit der etablierten Politik.

AfD-Bundesvorsitzender Tino Chrupalla signalisierte zuletzt im Sommerinterview Gesprächsbereitschaft für den Fall, dass eine alleinige Mehrheit ausbleibt. Die AfD werde allen Parteien die Hand ausstrecken, so Chrupalla. Ob andere Parteien dieses Angebot annehmen, ist angesichts der bestehenden Brandmauern jedoch höchst unwahrscheinlich – mit Ausnahme des BSW.

Welche Koalitionen sind nach der Wahl denkbar?

Das Wahlergebnis vom 6. September dürfte die politische Landschaft in Sachsen-Anhalt erheblich durcheinanderwirbeln. Mehrere Szenarien sind denkbar:

  • Die AfD erreicht eine absolute Mehrheit und regiert alleine.
  • Eine bürgerliche Koalition ohne AfD scheitert mangels ausreichender Sitze.
  • Das BSW wird zum Mehrheitsbeschaffer – entweder als Koalitionspartner oder durch Enthaltung.

Die Wahl in Sachsen-Anhalt wird damit zum Stresstest für das gesamte deutsche Parteiensystem. Die Frage, ob und wie lange die Brandmauer gegenüber der AfD in Ostdeutschland hält, wird weit über Sachsen-Anhalt hinaus Signalwirkung entfalten. Das BSW hat sich bereits positioniert – nun entscheiden die Wählerinnen und Wähler, welche Rolle die Partei dabei künftig spielen darf.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (Handelsblatt). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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