Lava als Baustoff: Islands Pläne für klimafreundliches Bauen

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Dieses Video wurde am 24.08.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Glühende Lavaströme könnten schon bald als Baustoff der Zukunft dienen. Auf Island verfolgen Architekten und Ingenieure einen radikalen Ansatz: Sie wollen die zerstörerische Kraft aktiver Vulkane nutzen, um daraus ein stabiles, klimafreundliches Baumaterial zu gewinnen. Lava als Baustoff gilt als vielversprechende Alternative zu herkömmlichem Zement, der weltweit zu enormen CO2-Emissionen beiträgt. Erste Labortests laufen bereits – der Zeithorizont für eine breite Anwendung reicht allerdings bis ins Jahr 2150.

Warum Lava eine Alternative zu Zement sein könnte

Herkömmlicher Zement ist einer der größten industriellen CO2-Verursacher weltweit. Bei seiner Herstellung entstehen gewaltige Mengen Treibhausgase, die die Klimakrise befeuern. Genau hier setzt das isländische Konzept an: Lava ist flüssiger Basalt, der beim Abkühlen extrem hart und stabil wird – ganz ohne energieintensive Verarbeitung.

Die wesentlichen Vorteile des Vulkangesteins im Überblick:

  • Nahezu kostenlose Rohstoffquelle durch natürliche Vulkanaktivität
  • Keine CO2-Emissionen bei der „Gewinnung” des Materials
  • Außergewöhnlich hohe Stabilität nach dem Aushärten
  • Auf Island nahezu unbegrenzt verfügbar

Basalt wird in der Bauindustrie zwar bereits in verarbeiteter Form eingesetzt, etwa als Gesteinswolle oder Bewehrungsmaterial. Das direkte Ernten glühender Lavaströme in flüssigem Zustand ist jedoch ein völlig neuer und bislang einzigartiger Ansatz.

Roboter auf dem Lavafeld: So soll die Ernte funktionieren

Das Herzstück des Konzepts sind speziell entwickelte Roboter, die autonom über aktive Lavafelder fahren. Sie sollen die flüssige Lava gezielt aufnehmen und unmittelbar vor Ort zu Baustrukturen formen – ähnlich wie großformatige 3D-Drucker, die mit einem natürlichen Material arbeiten.

Die technischen Herausforderungen sind enorm. Temperaturen von bis zu 1.200 Grad Celsius stellen extreme Anforderungen an Materialien und Elektronik. Derzeit fehlen noch Hitzeschilde und die notwendige Spezialtechnik, um Maschinen dauerhaft in unmittelbarer Nähe aktiver Lavaströme zu betreiben. Das Forschungsteam arbeitet intensiv an diesen Lösungen.

Das Projekt denkt ausdrücklich in langen Zeiträumen: Der vollständige Einsatz dieser Technologie im realen Bauwesen ist für das Jahr 2150 angepeilt. Ein ambitionierter, aber bewusst gewählter Horizont, der Raum für grundlegende Forschung und Entwicklung lässt.

Vom Naturrisiko zur grünsten Baustelle der Welt

Island ist aufgrund seiner Lage auf dem Mittelatlantischen Rücken eines der vulkanisch aktivsten Länder der Erde. Was bislang vor allem als Naturrisiko gilt – Lavaströme zerstören Siedlungen, Straßen und Infrastruktur – könnte durch diesen Ansatz neu bewertet werden.

Die Vision: Eine unkontrollierbare Naturgewalt wird zur Ressource. Statt Beton aus dem Werk fließt das Baumaterial direkt aus der Erde. Die CO2-Bilanz eines solchen Bauprozesses wäre im Vergleich zur konventionellen Zementproduktion verschwindend gering.

Erste Tests im Labor sollen die grundlegenden Eigenschaften von direkt geernteter Lava als Baumaterial untersuchen und die Machbarkeit des Robotereinsatzes prüfen. Die Ergebnisse dieser frühen Forschungsphase werden darüber entscheiden, ob das Projekt weiter skaliert wird.

Ausblick: Visionäres Konzept mit langen Entwicklungszyklen

Das isländische Lava-Bauprojekt steht exemplarisch für eine neue Generation von klimafreundlichen Baumaterialien, die abseits etablierter Industrien gedacht werden. Die Idee, eine der ältesten geologischen Kräfte der Erde in den Dienst nachhaltiger Architektur zu stellen, ist sowohl kühn als auch konsequent.

Bis zur Serienreife ist der Weg noch weit. Doch angesichts des wachsenden Drucks, die Baubranche zu dekarbonisieren, könnten unkonventionelle Ansätze wie dieser langfristig an Bedeutung gewinnen. Die Frage ist nicht ob, sondern wann die Technologie ausgereift genug ist, um Vulkane tatsächlich als Baupartner zu nutzen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (BILD). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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