Klimaschutz und Sprachförderung: CDU-Vize Jung im Interview

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Dieses Video wurde am 24.08.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Extreme Hitze, Waldbrände und Tausende Hitzetote: Der Sommer 2026 macht den Klimawandel für viele Menschen in Deutschland unmittelbar spürbar. Andreas Jung, stellvertretender CDU-Parteivorsitzender und Kultusminister Baden-Württembergs, zählt zu den profiliertesten Klimapolitikern der Union. Im Interview bezog er klar Stellung zu CDU Klimaschutz, zu Forderungen nach einer Grundgesetzänderung sowie zur Debatte um Sprachförderung und den Umgang mit der AfD.

Klimawandel als gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte beim Besuch im Hürtgenwald die aktuellen Waldbrände offen als Folge des Klimawandels bezeichnet. Jung begrüßt diese Haltung, mahnt aber zu konsequentem Handeln: „Es gilt beides – wir müssen den Klimaschutz weiter vorantreiben und uns gleichzeitig auf häufigere Hitzeereignisse einstellen.”

Zentrales Anliegen des CDU-Politikers ist dabei die Verbindung von Wirtschaft und Klimaschutz. Wer auf Innovation setze, entwickle ein Exportmodell: Deutsche Technologien könnten in anderen Ländern weit mehr CO₂ einsparen, als die rund zwei Prozent des deutschen Anteils am globalen Ausstoß je ermöglichen würden.

Grundgesetzänderung: Prüfen statt vorpreschen

Die SPD fordert einen nationalen Aktionsplan zum Hitzeschutz und eine Verankerung im Grundgesetz. Jung hält dagegen: Im Koalitionsvertrag sei lediglich eine Prüfung vereinbart worden – und genau die solle nun gemeinsam von Bund und Ländern vorgenommen werden.

Wichtiger als eine Verfassungsänderung sei zunächst die Frage, welche konkreten Maßnahmen überhaupt nötig sind und wo das Grundgesetz tatsächlich im Weg steht. Als Beispiel nennt er:

  • Hitzeschutz in Schulen und Kitas: Gebäude müssen hitzeresistent und gleichzeitig energieeffizient saniert werden.
  • Kommunale Entlastung: Viele Gemeinden sind finanziell überfordert – Bund und Länder müssen einspringen.
  • Klimafreundliche öffentliche Gebäude: Mittel aus dem Klima- und Transformationsfonds sowie CO₂-Bepreisung könnten sofort genutzt werden.
  • Schülerinnen und Schüler einbinden: Eigene Konzepte zu entwickeln schafft Lerneffekte, die weit über den praktischen Nutzen hinausgehen.

Jung verweist auf das Konjunkturprogramm zur Energieeffizienz in Kommunen aus der Wirtschaftskrise 2009: Es habe „hervorragend funktioniert” – und sei ohne Grundgesetzänderung möglich gewesen. Entscheidend sei letztlich, dass die Mittel tatsächlich bereitstünden.

Rentenreform und Koalitionsdisziplin

Nach der Sommerpause drohen in der Koalition neue Reibungspunkte: Ostdeutsche Ministerpräsidenten pochen auf den Erhalt der Rente mit 63, Gesundheitsminister Karsten Dinnemann meldet Bedenken bei Rentenansprüchen pflegender Angehöriger an. Jung mahnt zur Sachlichkeit: „Parlamentarische Debatte ist demokratischer Normalfall.” Gleichzeitig betont er, die Regierung müsse auf dem aufbauen, was vor der Sommerpause beschlossen wurde – insbesondere bei der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft, beim Abbau von Bürokratie sowie bei Energie- und Arbeitskosten.

AfD und Sprachförderung: Sachargumente statt Symbolpolitik

AfD-Chefin Alice Weidel hatte der CDU bei künftigen Wahlen schlechte Karten vorausgesagt. Jung rät zu Demut vor den Wählerinnen und Wählern – und verweist darauf, dass die CDU bei der Bundestagswahl trotz ähnlicher Prognosen klar stärkste Partei wurde.

Die inhaltliche Auseinandersetzung mit der AfD müsse auf der Sachebene geführt werden. Als Beispiel nennt Jung die Forderung nach Abschaffung der Schulpflicht: „Sollten wir nicht viel mehr darüber nachdenken, wie wir sicherstellen, dass Kinder bei der Einschulung gut Deutsch sprechen?”

Rund 30 Prozent der Schulkinder in Baden-Württemberg beherrschten die deutsche Sprache beim Schuleintritt nicht ausreichend – ein Problem, das laut Jung nicht allein auf Zuwanderung zurückzuführen sei. Die Lösung sieht er in einer frühkindlichen Sprachförderung: Das neue Kita-Qualitätsgesetz der Bundesregierung gehe in die richtige Richtung, doch der Bund dürfe die Finanzierung nicht gleichzeitig kürzen. „Die Mittel müssen eher mehr werden, sie dürfen auf keinen Fall gekürzt werden”, so Jung.

Die Botschaft des CDU-Vizes ist klar: Klimaresilienz, Wirtschaftsstärke und Bildungsgerechtigkeit sind keine Gegensätze, sondern drei Seiten derselben Zukunftsaufgabe. Ob Bund, Länder und Kommunen die dafür nötigen Prioritäten rechtzeitig setzen, wird sich spätestens in den anstehenden Haushaltsverhandlungen zeigen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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