Landtagswahl Sachsen-Anhalt: AfD und die Brandmauer

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Dieses Video wurde am 25.08.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Knapp vor der Landtagswahl Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 zeichnen aktuelle Umfragedaten des Meinungsforschungsinstituts Civey ein klares Bild: Die AfD liegt bei 43 Prozent und könnte unter bestimmten Umständen die absolute Mehrheit im Landtag erringen. Für Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) und seine Brandmauer gegen die AfD stellen sich damit drängende Fragen — über mögliche Koalitionen, die Stimmung im Land und die Zukunft der Union in Ostdeutschland.

Aktuelle Umfragewerte: AfD weit vor der CDU

Die Sonntagsfrage für Sachsen-Anhalt zeigt eine deutliche Dominanz der AfD. Mit 43 Prozent liegt sie mehr als doppelt so hoch wie die CDU, die auf 21 Prozent kommt. Die Linke folgt mit 12 Prozent, die SPD mit 7 Prozent. Grüne, FDP und BSW bewegen sich jeweils zwischen 4 und 5 Prozent — also knapp an der Fünf-Prozent-Hürde.

Ob die AfD die absolute Mehrheit erreicht, hängt entscheidend davon ab, wie viele Parteien in den Landtag einziehen. Je mehr Parteien die Hürde überspringen, desto höher muss der AfD-Stimmenanteil ausfallen, um eine absolute Mehrheit der Mandate zu sichern.

  • AfD: 43 Prozent
  • CDU: 21 Prozent
  • Linke: 12 Prozent
  • SPD: 7 Prozent
  • Grüne: 5 Prozent, FDP und BSW je 4 Prozent

Brandmauer unter Druck: Was bleibt Sven Schulze?

CDU-Ministerpräsident Sven Schulze hat die Brandmauer gegen die AfD wiederholt bekräftigt. Auch eine Zusammenarbeit mit der Linken schließt die CDU aus. Sollte die AfD die absolute Mehrheit verfehlen, stünde Schulze vor einem kaum lösbaren Koalitionsdilemma: Eine rechnerische Mehrheit der übrigen Parteien wäre zwar möglich, eine funktionsfähige Regierung daraus zu formen jedoch politisch äußerst schwierig.

Zusätzlichen Druck erzeugt der CDU-Kreisverband Harz, der öffentlich gefordert hat, den Unvereinbarkeitsbeschluss mit der AfD aufzuheben — also die Brandmauer einzureißen. Eine Civey-Umfrage zeigt: 47 Prozent der Befragten würden die Aufhebung positiv bewerten, 40 Prozent lehnen sie ab. Das Land ist gespalten, eine klare Mehrheit für einen Kurswechsel fehlt.

Auf die Frage, welcher Partei sich die Union inhaltlich annähern solle, antworten 36 Prozent: der AfD. Grüne folgen mit 16 Prozent, SPD mit 10 Prozent, FDP mit lediglich 9 Prozent — gleichauf mit der Linken.

Geschlechterunterschiede beim AfD-Votum

Die Zustimmung zur AfD ist in Sachsen-Anhalt nicht gleichmäßig verteilt. Unter den männlichen Wahlberechtigten geben 49 Prozent an, die AfD wählen zu wollen — bei Frauen sind es 37 Prozent. Spiegelbildlich verhält es sich bei der CDU: Nur 15 Prozent der Männer, aber 27 Prozent der Frauen sprechen sich für die Christdemokraten aus.

Die AfD ist in Sachsen-Anhalt damit besonders ein Phänomen männlicher Wähler im mittleren Alter. Civey-Expertin Janina Mütze ordnet ein, dass die Partei im Land längst keine Randerscheinung mehr ist — bei 43 Prozent Zustimmung gilt sie faktisch als Partei der Mitte.

AfD in der Landesregierung: Wie steht die Bevölkerung dazu?

Eine direkte Regierungsbeteiligung der AfD auf Landesebene bewerten bundesweit 41 Prozent positiv, 50 Prozent negativ. In Sachsen-Anhalt selbst liegt der Anteil derer, die eine AfD-Beteiligung an der Landesregierung befürworten, bei 54 Prozent — deutlich mehr als der Anteil der tatsächlichen AfD-Wähler.

Ein ausgeprägtes Ost-West-Gefälle zeigt die Deutschlandkarte: In Sachsen würden 60 Prozent eine AfD-Regierungsbeteiligung positiv sehen, in Hessen, NRW und Niedersachsen liegt der Wert bei rund 37 bis 39 Prozent.

Für den Fall, dass die AfD keine absolute Mehrheit erreicht und eine Minderheitsregierung anführen würde, fällt die Bewertung skeptischer aus: Bundesweit sprechen sich nur 36 Prozent dafür aus, 52 Prozent lehnen sie ab. In Sachsen-Anhalt würden immerhin 46 Prozent eine solche Minderheitsregierung positiv bewerten — ein Wert, der zeigt, dass viele AfD-Sympathisanten schlicht einen echten Politikwechsel erwarten und weniger an einer fragilen Minderheitslösung interessiert sind.

Die Landtagswahl am 6. September wird damit zur Nagelprobe: Für die Zukunft der Brandmauer, für die Handlungsfähigkeit der demokratischen Parteien in Sachsen-Anhalt — und für die Frage, ob ein ostdeutsches Bundesland erstmals von der AfD regiert wird.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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