Sneaker-Markt kühlt ab: Druck auf Nike & Co.

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Dieses Video wurde am 25.08.2026 von Handelsblatt auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der Sneaker-Markt verliert spürbar an Schwung. Sowohl Einzelhändler als auch Markenhersteller melden enttäuschende Zahlen und senkende Prognosen. An der Wall Street reagierten Anleger am Montag mit harten Verkäufen: Dick Sporting Goods verlor rund 25 Prozent seines Börsenwerts, nachdem das Unternehmen die Erwartungen der Analysten klar verfehlt hatte. Die schwachen Zahlen bestätigen einen Trend, der sich bereits bei On Holding und JD Sports abgezeichnet hatte – und der nun auch Nike unter Abgabedruck setzt.

Dick Sporting Goods verfehlt Erwartungen deutlich

Dick Sporting Goods meldete einen Gewinn je Aktie von 3,53 US-Dollar – rund 23 Cent unter den Konsensschätzungen der Wall Street. Noch gravierender: Die operativen Margen brachen um fast 500 Basispunkte ein. Das Management führt dies auf zwei parallele Entwicklungen zurück:

  • Abkühlende Nachfrage im Sportartikelhandel, insbesondere bei Sneakern
  • Wachsender Druck zu Rabatten und Sonderangeboten, der die Margen weiter belastet
  • Schwäche im Teilsegment Foot Locker, das auf Sportschuhe spezialisiert ist

Als Reaktion reduzierte das Unternehmen seine Jahresprognose. Damit sendet einer der größten amerikanischen Sporteinzelhändler ein deutliches Signal an den gesamten Sektor.

Nike und der Sneaker-Sektor unter Druck

Die Hoffnung, Nike könne von den Schwierigkeiten der Konkurrenz profitieren und Marktanteile auf Kosten von On Holding gewinnen, hat sich bislang nicht erfüllt. Im Gegenteil: Weil ähnliche Abkühlungstendenzen bei On Holding und JD Sports sichtbar werden, tendiert auch die Nike-Aktie schwächer. Der Sportschuhmarkt kämpft offenbar mit einem strukturellen Problem – sinkender Konsumnachfrage –, das einzelne Marken kaum durch Umverteilung von Marktanteilen kompensieren können.

Im weiteren Wochenverlauf stehen weitere Einzelhandelsergebnisse an, darunter Zahlen von Abercrombie & Fitch, Williams Sonoma und Macy’s. Analysten der UBS senkten bereits das Kursziel für Lululemon auf 120 US-Dollar und verweisen auf Schwäche im China-Geschäft sowie auf dem US-Heimatmarkt.

US-Konsum sendet breite Warnsignale

Die schwachen Einzelhandelsdaten sind kein Einzelphänomen. Auch Walmart und Target standen zuletzt unter Abgabedruck. Hinzu kommen enttäuschende Arbeitsmarktdaten für den Monat Juli, die die Sorge vor einer konjunkturellen Abkühlung in den USA verstärken. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen sind zuletzt zurückgegangen – ein Zeichen, dass die Märkte mit einer nachlassenden Wirtschaftsdynamik rechnen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt in diesem Umfeld dem Buy-now-pay-later-Anbieter Affirm, der vor allem Kunden aus einkommensschwächeren Schichten bedient. Sollte die Konsumflaute anhalten, dürfte die Bonität der Verbraucher leiden und der Bedarf an höheren Kreditrückstellungen steigen. Kreditkartenunternehmen wie Mastercard, Visa und American Express präsentierten sich zuletzt noch relativ stabil, doch auch hier bleibt die Entwicklung abzuwarten.

Nvidia und Tech-Sektor als Gegengewicht

Während der Einzelhandel schwächelt, richtet sich der Blick der Anleger auf den Technologiesektor. Nvidia legt in dieser Woche seine Quartalszahlen vor. JP Morgan erwartet, dass die sogenannten Flüsterschätzungen den offiziellen Konsens um rund zwei Milliarden US-Dollar übertreffen könnten – was einem Jahresumsatzwachstum von knapp 100 Prozent entspräche. Für das laufende Quartal werden 107 Milliarden US-Dollar Umsatz prognostiziert. Entscheidend wird sein, ob Nvidia seine Bruttomargen von rund 75 Prozent verteidigen kann.

Weitere Kurszielerhöhungen gab es für AMD (Raymond James: 641 US-Dollar), Marvell (265 US-Dollar) sowie für Coinbase und MicroStrategy. Analysten setzen damit weiterhin auf den strukturellen Wachstumstrend rund um künstliche Intelligenz – auch wenn der Rest der US-Wirtschaft zunehmend unter Druck gerät.

Die Gemengelage bleibt herausfordernd: Ein abkühlender Konsumsektor, politische Unsicherheiten rund um Handelskonflikte mit Kanada und den Iran sowie die offene Frage einer möglichen Zinserhöhung der japanischen Zentralbank im September prägen das makroökonomische Bild. Der Sneaker-Markt steht dabei sinnbildlich für eine breitere Konsumwende, deren Ausmaß sich in den kommenden Wochen weiter konkretisieren dürfte.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (Handelsblatt). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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