Dieses Video wurde am 26.08.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Nach einem erneuten Drohnenfund am Flughafen Leipzig wächst der Druck auf die Bundesregierung, Russland offen als Verdächtigen zu benennen. Mark Henrichmann, CDU-Politiker und Vorsitzender des parlamentarischen Kontrollgremiums, das die deutschen Geheimdienste überwacht, warnte im Interview vor den Gefahren hybrider Kriegsführung und forderte eine konsequentere Sicherheitspolitik. Das Muster der Anschlagsvorbereitungen spreche „sehr viel” für eine russische Urheberschaft – auch wenn die Ermittlungen noch laufen.
Neue Drohne, neue Fragen: Was in Leipzig gefunden wurde
Am Flughafen Leipzig-Halle wurde eine weitere Drohne sichergestellt, die offenbar zur Vorbereitung eines Anschlags genutzt worden war. Ermittler fanden Hinweise auf Sprengstoffeinsatz, wobei die verwendeten Materialien sich von jenen einer früheren Drohne unterscheiden. Zudem gibt es Hinweise auf eine Brandstelle im Umfeld des Flughafengeländes.
Der Fund wirft Fragen zur Professionalität der Hintermänner auf. Das Vorgehen wirke „seltsam amateurhaft”, so die erste Einschätzung – was jedoch nicht bedeute, dass keine staatlichen Akteure dahinterstecken. Henrichmann betonte, die Ermittlungen müssten zunächst abgewartet werden, bevor endgültige Schlüsse gezogen werden könnten.
Klar sei jedoch: Das Flughafengelände und sein Umland stehen zunehmend im Fokus von Sabotage-Versuchen. Der Schutz beschränke sich nicht länger allein auf Zäune und physische Barrieren.
Russlands Rolle: Muster statt Beweis
Obwohl die Bundesregierung bislang vermeidet, Russland offiziell zu benennen, spricht Henrichmann Klartext: Vom Muster der Angriffe her deute „einiges” auf Russland hin. Rekrutierung über Chatgruppen, Finanzierung über digitale Währungen und eine lose Netzwerkstruktur – all das seien typische Merkmale russischer Einflussoperationen.
Folgende Merkmale nennt Henrichmann als charakteristisch für solche Netzwerke:
- Anwerbung von Akteuren über digitale Kommunikationskanäle und Chatgruppen
- Finanzierung über Kryptowährungen und digitale Zahlungsmittel
- Geringe Professionalität der Ausführenden bei gleichzeitig staatlicher Steuerung im Hintergrund
- Gezielte Erzeugung von Chaos und einem Gefühl der Wehrlosigkeit in der Bevölkerung
Das Ziel sei nicht zwingend ein erfolgreicher Anschlag – sondern Verunsicherung und Destabilisierung als Teil des hybriden Krieges gegen Deutschland und Europa.
Hybride Kriegsführung: Deutschland hinter der Welle
Henrichmann räumte ein, dass Deutschland in der Abwehr hybrider Bedrohungen in Rückstand geraten sei. Jahrzehnte der sogenannten Friedensdividende hätten dazu geführt, dass Investitionen in Infrastruktur und Sicherheit vernachlässigt wurden.
Jetzt gehe es darum, auf mehreren Ebenen gegenzusteuern:
- Technische Drohnenabwehr an kritischer Infrastruktur ausbauen
- Sicherheitsbehörden befähigen, Netzwerke frühzeitig zu identifizieren
- Finanzierungsströme solcher Strukturen gezielt unterbinden
- Das Umland von Flughäfen und Infrastrukturanlagen systematisch überwachen
Die von Bundeskanzler Friedrich Merz angekündigte Geheimdienstreform setze an genau diesen Punkten an. Nachrichtendienste sollen mehr Kompetenzen erhalten, um Sabotagenetzwerke bereits im Vorfeld aufzudecken.
Kein Angriff auf Russland – aber klare Kante zeigen
Die Ankündigung des Bundeskanzlers, die Auftraggeber „würden bezahlen müssen”, sorgte für Interpretationsspielraum. Henrichmann stellte klar: Es gehe nicht darum, militärische Vergeltungsschläge gegen Russland zu führen. Entsprechende Befürchtungen seien Teil russischer Desinformationskampagnen, die bewusst den Eindruck erwecken wollten, Deutschland strebe eine Konfrontation an.
„Wir wollen Frieden”, betonte Henrichmann – und verwies darauf, dass Russland den entscheidenden Hebel in der Hand halte: Wenn Moskau seine Angriffe einstelle, könne schon morgen Frieden herrschen. Solange das nicht geschehe, müsse Deutschland aggressive Netzwerke offenlegen, enttarnen und bekämpfen – mit rechtsstaatlichen Mitteln, aber mit Entschlossenheit.
Der Fall Leipzig zeigt, wie dringend Deutschland seine Sicherheitsarchitektur an die Realität hybrider Bedrohungen anpassen muss. Die Ermittlungen laufen – ihre Ergebnisse könnten die politische Debatte über den Umgang mit Russland neu entfachen.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.


