Putins Reaktion auf Deutschland: Was steckt dahinter?

Date:

Dieses Video wurde am 02.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Putins Reaktion auf Deutschland kam schnell und unverblümt: Der russische Präsident bezeichnete die jüngsten Ankündigungen der Bundesregierung als „schweren Fehler” und wandte sich direkt an Bundeskanzler Friedrich Merz. Politikwissenschaftler Carlo Masala, Professor an der Bundeswehruniversität München, ordnet die Drohungen ein – und erklärt, warum Putins persönliches Eingreifen selbst schon eine Botschaft ist.

Warum Putin sich persönlich zu Wort meldete

Dass Putin auf die Ankündigungen aus Berlin reagierte, ist für Masala kein Zufall. „Ansonsten hätte sich Putin nicht persönlich dazu geäußert”, so der Experte. Die Tatsache, dass der Kreml-Chef überhaupt das Wort ergriff – und das in Reaktion auf Aussagen eines Innen- und eines Außenministers – zeige, wie sehr die deutschen Maßnahmen die russische Staatsführung getroffen hätten.

Bemerkenswert ist dabei, dass Putin weder den Innenminister noch den Außenminister direkt adressierte. Stattdessen richtete er seine Kritik unmittelbar an Kanzler Friedrich Merz, der sich bislang aus taktischen Gründen öffentlich zurückgehalten hatte. Aus Putins Logik sei das konsequent: Er verhandle grundsätzlich nur auf der Ebene von Staats- und Regierungschefs.

Hybridkrieg gegen Europa wird intensiviert

Masala rechnet nicht mit einer unmittelbaren militärischen Gegenaktion Russlands. Jedoch warnt er: Was bereits geplant sei, werde nun konsequent weiterverfolgt. Der hybride Krieg gegen europäische Staaten – also verdeckte Sabotageakte, Cyberangriffe und Desinformation – werde weiter eskalieren.

  • Europäische Sicherheitsdienste warnen seit Wochen vor einer Intensivierung hybrider Operationen.
  • Sabotageakte und Cyberangriffe auf EU-Staaten häufen sich bereits seit Monaten.
  • Russland nutzt hybride Mittel als Ersatz für eine fehlende klare Militärstrategie auf dem Schlachtfeld.

Der Experte sieht in der Eskalation gegenüber Zivilisten in der Ukraine und in den hybriden Angriffen auf Europa ein gemeinsames Muster: Russland habe militärisch keine tragfähige Gesamtstrategie mehr und kompensiere das durch asymmetrische Mittel.

Beweise für russische Angriffe: Wie belastbar sind sie?

Russland bestreitet jede Verantwortung. Sowohl der russische Botschafter in Berlin als auch die Moskauer Außenamtssprecherin erklärten, es gebe keinerlei Belege für die deutschen Vorwürfe. Tatsächlich wurden der Öffentlichkeit bisher keine konkreten Beweismittel – etwa Bilder oder Tonbandmitschnitte – präsentiert.

Masala sieht das jedoch nicht zwingend als Schwäche der deutschen Position. Er verweist auf den historischen Vergleich: In der Vergangenheit habe die Bundesrepublik mehr als ein Jahr gebraucht, um Cyberangriffe oder andere verdeckte Operationen offiziell Russland zuzuschreiben. Diesmal sei die Attribuierung innerhalb von rund vier Wochen erfolgt – ein deutlich entschlosseneres Tempo.

„Ich gehe davon aus, dass das, was vorliegt, so aussagekräftig ist, dass die Bundesregierung glaubt, diese Sanktionen verhängen zu können”, so Masala. Die zögerliche Haltung Berlins in der Vergangenheit mache es unwahrscheinlich, dass man diesen Schritt ohne belastbare Grundlage gegangen wäre.

Ukraine-Drohnen und Selenskyjs Warnung an Fluggesellschaften

Parallel dazu eskaliert die Lage auch im Luftraum über Russland. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte internationale Fluggesellschaften davor, weiterhin den russischen Luftraum zu nutzen, da die Ukraine ihre Drohnenangriffe auf russische Ziele deutlich intensivieren werde. Putin reagierte umgehend: Er warf der Ukraine Staatsterrorismus vor und schloss weitere Friedensgespräche kategorisch aus.

Masala nennt den Vorwurf des Staatsterrorismus „zynisch” – angesichts der Tatsache, dass Russland jede Nacht zivile Ziele in der Ukraine bombardiere. Gleichzeitig sei Selenskyjs Ankündigung keine neue Strategie, sondern die Fortsetzung einer bereits seit Monaten betriebenen Politik: Russisches Territorium soll durch Drohnenangriffe unter Druck gesetzt werden, um die militärische Logik des Kremls zu verändern.

In diesem Zusammenhang kündigte die Bundesregierung auch die Lieferung von mehreren Tausend Drohnen an die Ukraine an sowie eine Intensivierung der Geheimdienstkooperation zwischen Berlin und Kiew. Ob diese Maßnahmen die russische Kriegsstrategie tatsächlich beeinflussen können, bleibt offen – doch der politische Wille zur engeren Unterstützung der Ukraine ist deutlich sichtbar. Das deutsch-russische Verhältnis hat damit einen neuen Tiefpunkt erreicht.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here

xxx

Popular

Ähnliche Beiträge
Related

Kiesewetter: Deutschland zu weich gegenüber Russland

CDU-Außenpolitiker Kiesewetter fordert härtere Russland-Sanktionen nach dem Anschlag auf Leipzig-Halle und kritisiert eine „Russlandromantik" in der deutschen Politik.

Ukraine-Krieg: Ex-General zu Russland-Verdacht

Ex-General Roland Carter ordnet den Sabotage-Verdacht gegen Russland ein: Warum die Beweise noch nicht justiziabel sind – und welche Rolle „Wegwerfagenten" spielen könnten.

Russischer Anschlagsversuch: Wie soll Deutschland reagieren?

Nach einem mutmaßlich russischen Anschlagsversuch in Deutschland fordert FDP-Politikerin Strack-Zimmermann härtere Sanktionen und den Einsatz eingefrorener Assets.

Sprengstoff-Drohne Leipzig: Spur führt zu russischem Geheimdienst

Die Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig-Halle geht laut Ermittlern auf einen russischen Geheimdienst zurück. Deutschland plant ein Maßnahmenpaket gegen Moskau.