Merz-Sturz: Wer könnte Kanzler werden?

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Dieses Video wurde am 15.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Spekulationen über einen möglichen Merz-Sturz beherrschen die Berliner Debatte. Doch wer käme im Ernstfall als Nachfolger im Kanzleramt infrage? Journalist Paul Ronzheimer analysiert die Lage schonungslos: Die Union hat ein ernstes Nachwuchsproblem, die Kandidatenliste ist kurz – und an ihrer Spitze steht ein Mann, dem viele in der CDU nicht trauen: Markus Söder.

Dobrindt als Kanzler? Söder würde es verhindern

Einer der zuerst gehandelten Namen ist Alexander Dobrindt. Ronzheimer hält dieses Szenario jedoch für unrealistisch. Der entscheidende Grund: CSU-Chef Markus Söder würde einen Kanzler Dobrindt niemals akzeptieren. Söder, der selbst unverhohlen nach dem höchsten Regierungsamt strebt, würde es nicht dulden, wenn ein Parteifreund aus der eigenen Landesgruppe vor ihm das Kanzleramt übernähme.

Dobrindt selbst wisse das vermutlich, weshalb sein Name in der aktuellen Debatte kaum mehr als eine Randnotiz bleibt. Eine ernsthafte Kandidatur gilt damit als vom Tisch.

Söder will den Job – doch kann man ihm trauen?

Markus Söder positioniert sich in der Öffentlichkeit bewusst als besonnener Staatsmann. Er spricht über Rente, Preise und die großen gesellschaftlichen Herausforderungen – und gibt sich damit überparteilich und kanzlertauglich. Doch hinter den Kulissen ist das Kalkül ein anderes: Söder will den Kanzlerposten, und das schon seit Jahren.

Bereits 2021 wollte er CDU-Kanzlerkandidat werden, unterlag jedoch Armin Laschet im internen Machtkampf. Diese Niederlage hat Söder nie wirklich verwunden. Sein anschließend offen ausgetragener Konflikt mit Laschet sorgte für erheblichen Ärger in der CDU. Damals hieß es einhellig: Söder bekommt keine zweite Chance.

Doch die Not der Union ist heute groß genug, dass die Augen erneut auf den bayerischen Ministerpräsidenten gerichtet werden. Die zentrale Frage lautet: Ist die CDU bereit, das Kanzleramt tatsächlich an die CSU abzugeben – und kann sie Söder vertrauen? Angesichts der vergangenen Jahre fällt die ehrliche Antwort schwer.

Wüst zögert, Rhein fehlt die Bekanntheit

Neben Söder werden zwei weitere Namen diskutiert:

  • Hendrik Wüst (NRW): Immer mehr Signale deuten darauf hin, dass der nordrhein-westfälische Ministerpräsident nicht kandidieren will – möglicherweise mit Blick auf die Landtagswahl in NRW im kommenden Jahr.
  • Boris Rhein (Hessen): Der hessische Ministerpräsident gilt bundespolitisch noch als zu wenig bekannt, um auf der großen Bühne zu reüssieren.
  • Daniel Günther (Schleswig-Holstein): Gilt als sympathisch, hätte aber nach Einschätzung von Beobachtern keine ausreichende Mehrheit in der Partei.

Das Ergebnis: Im Fall eines tatsächlichen Kanzlersturzes blieben der Union im Wesentlichen nur Söder oder Wüst. Für eine Partei, die in der Vergangenheit stets machtbewusste Führungspersönlichkeiten in der zweiten Reihe bereithielt, ist das ein bemerkenswertes Armutszeugnis.

Nachwuchsproblem: CDU ohne kanzlerfähige Talente

Die Personaldebatte legt ein strukturelles Problem der Union offen. Wer in den vergangenen Jahren als aufstrebendes Talent galt, ist heute politisch beschädigt oder zurückgetreten.

Armin Laschet scheiterte als Kanzlerkandidat 2021. Jens Spahn musste nach einem persönlichen Skandal als Fraktionschef zurücktreten und hat keine realistische Chance mehr auf eine führende Rolle. Auch Philipp Amthor, einst als junges Talent der Union gefeiert, kommt nach Beobachtung von Analysten bei den Wählerinnen und Wählern nicht mehr an – wie zuletzt im Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern zu beobachten war.

Die CDU hat es offensichtlich versäumt, systematisch Nachwuchspolitiker aufzubauen und in die erste Reihe zu stellen, die im Ernstfall kanzlerfähig wären. Dieses Versäumnis rächt sich nun in einem der politisch heikelsten Momente der jüngeren Parteigeschichte.

Die Lage bleibt angespannt. Alle Augen richten sich auf die bevorstehenden Landtagswahlen, deren Ergebnisse die innerparteiliche Debatte über Führung und Kanzlerkandidatur weiter befeuern dürften. Ob Söder tatsächlich aus der Deckung tritt, hängt maßgeblich davon ab, wie stark der Druck auf Friedrich Merz nach dem Wahlabend werden wird.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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