Dieses Video wurde am 02.05.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Ein Tor des 1. FC Köln hat eine lebhafte Regelkunde-Debatte ausgelöst: Ein Kölner Spieler stand beim Abschluss klar im Abseits, lief auch in Richtung Ball – und dennoch entschied das Schiedsrichterteam auf Tor. Schiedsrichter Daniel Schlager und sein Assistent Stefan Lup lagen damit nach Einschätzung von Regelexperten vollkommen richtig. Doch warum gilt die Position in diesem Fall nicht als strafbar? Die Abseitsregel ist komplexer, als viele Fans annehmen.
Der strittige Treffer – was genau passierte
Der FC Köln erzielte ein Traumtor, das die Partie entscheiden sollte. Allerdings befand sich ein Kölner Spieler zum Zeitpunkt des Abspiels im Abseits und lief zudem in Richtung des Balls. Die Fans des Gegners, des 1. FC Union Berlin, protestierten lautstark und sahen den Treffer als irregulär an. Ihrer Ansicht nach beeinflusste der abseitsstellige Spieler die gegnerische Abwehr.
Das Schiedsrichtergespann ließ den Treffer dennoch zu – und die Regelauslegung gibt ihnen Recht.
Abseitsregel: Wann wird eine Position strafbar?
Entscheidend bei der Abseitsregel ist nicht allein, ob sich ein Spieler in einer Abseitsposition befindet, sondern ob er aktiv ins Spielgeschehen eingreift. Laut Regelwerk ist eine Abseitsposition nur dann strafbar, wenn einer der folgenden Punkte zutrifft:
- Der Spieler ist im direkten Zweikampf mit einem Gegner um den Ball.
- Er hindert einen Gegner aktiv daran, zum Ball zu gelangen.
- Er spielt den Ball selbst oder beeinflusst dessen Weg unmittelbar.
Bloß im Abseits zu stehen und sich sogar in Richtung Ball zu bewegen, reicht hingegen nicht aus, um die Position als strafbar zu werten. Das ist der Kern des Regelwerks, der in der Praxis häufig missverstanden wird.
Assistent Stefan Lup trifft die richtige Entscheidung
Linienrichter Stefan Lup aus Zossen – einem Ort in Brandenburg, der nur rund 30 Kilometer von der Alten Försterei, dem Heimstadion von Union Berlin, entfernt liegt – stand beim fraglichen Tor an der Seitenlinie. Trotz der geografischen Nähe zum gegnerischen Verein traf er eine regelkonforme und unparteiische Entscheidung.
Der abseitsstellige Kölner Spieler war zu keinem Zeitpunkt in einen direkten Zweikampf mit einem Unioner involviert. Er verhinderte auch nicht, dass ein Gegenspieler an den Ball gelangte. Damit fehlte jede Voraussetzung für eine strafbare Abseitsposition.
Regulärer Treffer trotz Union-Protest
Die Fans des 1. FC Union Berlin zeigten sich nach dem Treffer verärgert und argumentierten, der abseitsstellige Spieler habe die Abwehr in irgendeiner Form beeinflusst. Doch auch dieses Argument greift regel技echnisch nicht: Eine diffuse psychologische Wirkung auf den Gegner ist kein Eingriff ins Spiel im Sinne des Regelwerks.
Damit steht fest: Das Tor für den FC Köln ist absolut regulär. Schiedsrichter Schlager und Assistent Lup haben die Situation korrekt bewertet und auf Weiterspielen entschieden. Der Treffer zählt.
Der Fall zeigt einmal mehr, wie wichtig ein genaues Verständnis der Abseitsregel ist – sowohl für Fans als auch für Kommentatoren. Im modernen Fußball, in dem jede strittige Szene sekundenschnell analysiert und diskutiert wird, bleibt präzise Regelkenntnis unerlässlich. Auch der Videobeweis ändert an der grundlegenden Definition von aktiver Abseitsstellung nichts.
Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler enthalten.

