Bitcoin-Bärenmarkt vorbei? Was Anleger jetzt wissen müssen

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Dieses Video wurde am 26.08.2026 von Handelsblatt auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der Bitcoin-Bärenmarkt, der seit Oktober des Vorjahres den Kryptomarkt belastet hat, könnte sich seinem Ende nähern. Die größte und älteste Kryptowährung ist zuletzt um rund 24 Prozent gestiegen und hat zeitweise die Marke von 80.000 US-Dollar überschritten – der höchste Stand seit Mai. Doch Vorsicht: Bereits im Mai folgte nach einer ähnlichen Zwischenrally ein erneuter Kurseinbruch auf unter 60.000 Dollar. Handelt es sich also um eine sogenannte Bullenfalle oder ist die Trendwende diesmal nachhaltig? Experten sehen entscheidende Kursmarken und strukturelle Veränderungen, die diese Frage beantworten könnten.

Kritische Kursmarken zwischen 82.000 und 85.000 Dollar

Markus Vanweier, Gründer und Geschäftsführer des Kryptovermögensverwalters Alpha Beta Asset Management, sieht den Bereich zwischen 82.000 und 85.000 Dollar als entscheidendes Widerstandsniveau. In dieser Zone liegen besonders viele Verkaufsaufträge, die sogenannte Liquidität, die den Kurs nach unten drücken kann.

Gelingt es dem Bitcoin jedoch, diese Marken nachhaltig zu überwinden, steigt die Wahrscheinlichkeit eines echten Bullenmarktes erheblich. Denn der Boden bei rund 60.000 Dollar wurde zuletzt mehrfach getestet, aber nicht ernsthaft durchbrochen. Viele Marktteilnehmer stehen noch an der Seitenlinie oder sind sogar short positioniert – ihr Kapital könnte bei einem Ausbruch nach oben in den Markt fließen und den Kurs zusätzlich antreiben.

ETF-Zulassung verändert die Spielregeln

Ein zentrales Argument für eine strukturell veränderte Dynamik am Kryptomarkt ist die Zulassung von Bitcoin-ETFs in den USA Anfang 2024. Seitdem sind institutionelle Anleger in größerem Umfang in den Markt eingestiegen, was klassische Zyklusregeln außer Kraft setzen könnte.

Vanweier verweist auf mehrere Besonderheiten dieses Zyklus:

  • Erstmals in der Geschichte erreichte Bitcoin vor dem Halving im April 2024 ein neues Allzeithoch.
  • Der Rückgang von rund 50 Prozent vom Höchststand fiel deutlich moderater aus als in früheren Bärenmärkten mit Verlusten von 75 bis 85 Prozent.
  • Die Korrelation zwischen Bitcoin und Edelmetallen wie Gold nimmt zu – beide profitieren vom sogenannten „Debasement Trade”.
  • Institutionelles Kapital federt extreme Ausschläge nach unten ab, erhöht aber gleichzeitig die Sensibilität gegenüber makroökonomischen Nachrichten.

Allerdings warnt der Experte: Auch institutionelle Anleger werden nervös, wenn Verluste von 50 Prozent auftreten. Der Puffer ist real, aber kein Schutzwall gegen Marktverwerfungen.

Debasement Trade und steigende US-Staatsverschuldung als Treiber

Ein weiterer Erklärungsansatz für den jüngsten Kursanstieg liegt in der makroökonomischen Lage der USA. Die US-Staatsverschuldung hat die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten. US-Finanzminister Scott Bessent reagierte mit einer Verdopplung des Rückkaufvolumens bei langlaufenden Staatsanleihen – von zwei auf vier Milliarden Dollar monatlich.

Marktbeobachter sehen darin ein Signal der fiskalischen Schwäche. Das Narrativ, wonach staatliche Währungen und Anleihen an Vertrauen verlieren, befeuert die Nachfrage nach harten Assets wie Gold und Bitcoin. Die Kursentwicklung beider Anlageklassen verlief zuletzt auffällig parallel.

Verstärkt wird die Stimmung durch politische Signale: US-Präsident Donald Trump traf sich mit Kryptovertre­tern im Weißen Haus und warb für eine schnelle Verabschiedung des Clarity Acts, der einen einheitlichen Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte in den USA schaffen soll. Das Gesetz steckt jedoch im Kongress fest, und eine Verabschiedung vor den US-Zwischenwahlen gilt als unwahrscheinlich. Sollten beide Bundesbehörden stattdessen eigenständig Regeln aufstellen, könnte der Markt dies laut Vanweier inzwischen gelassen aufnehmen.

Ausblick: 100.000 Dollar bis Jahresende realistisch?

Erste Analysten sprechen bereits davon, dass Bitcoin bis Jahresende die Marke von 100.000 Dollar erreichen könnte. Vanweier hält ein neues Allzeithoch innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate für möglich – warnt aber vor kurzfristigen Prognosen bei einer so volatilen Anlageklasse.

Für Anleger empfiehlt der Experte eine niedrige strategische Gewichtung im Portfolio. Bitcoin biete langfristig interessante Rendite- und Diversifikationseigenschaften, da die Korrelation zu anderen Assetklassen gering sei. Gleichzeitig müssten Anleger in der Lage sein, erhebliche Kursschwankungen auszuhalten. Ob der aktuelle Kursanstieg der Beginn eines nachhaltigen Bullenmarktes ist, wird sich an den Marken zwischen 82.000 und 85.000 Dollar in den kommenden Wochen entscheiden.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (Handelsblatt). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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