Dieses Video wurde am 24.08.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Debatte um die Bundespräsident Nachfolge gewinnt an Fahrt: Während Schloss Bellevue für eine milliardenschwere Generalsanierung vorbereitet wird und Frank-Walter Steinmeier seine letzten Amtsmonate absolviert, mehren sich die Stimmen, die einen grundlegenden Neuanfang im höchsten Staatsamt fordern. Journalist und Axel-Springer-Mitarbeiter Ulf Poschardt hat Steinmeiers zweite Amtszeit als „Totalausfall” bezeichnet und konkrete Kandidatenprofile für dessen Nachfolge skizziert.
Steinmeier in der Kritik: Vom Konsenskandidat zur Karikatur
Frank-Walter Steinmeier genoss zu Beginn seiner Amtszeit breite politische Unterstützung. Als Architekt der Hartz-Reformen hatte er sich unbestreitbare Verdienste um die Bundesrepublik erworben. Doch Poschardt zieht eine ernüchternde Bilanz: In seiner zweiten Amtszeit habe Steinmeier keinerlei erkennbare Akzente setzen können.
Statt die großen gesellschaftlichen Herausforderungen – Migrationsdruck, wirtschaftliche Schwäche, politische Polarisierung – inhaltlich zu adressieren, sei er zu einem Lieferanten politischer Plattitüden geworden. Poschardt spricht von „Kalendersprüchen aus der Bonner Republik”, die lediglich aktualisiert worden seien, ohne echte Orientierung zu bieten.
Dabei hätte die historische Lage durchaus Raum für präsidiale Führung geboten: Deutschland sei ein gespaltenes Land, dem es an Persönlichkeiten mangele, die Komplexität verständlich machen und breite Bevölkerungsschichten ansprechen können. Steinmeier, so das Urteil, habe sich dieser Aufgabe nicht einmal mehr ernsthaft gestellt.
Mögliche Kandidaten: Wer folgt auf Steinmeier?
Für die anstehende Bundespräsidentenwahl kursieren mehrere Namen. Poschardt macht sich für ein Mitte-Rechts-Profil stark – passend zu den aktuellen Mehrheitsverhältnissen in Deutschland. Dabei sei das Geschlecht des künftigen Amtsinhabers irrelevant; entscheidend seien Haltung und intellektuelle Substanz.
Als aussichtsreiche Kandidatinnen und Kandidaten werden genannt:
- Udo Di Fabio, ehemaliger Bundesverfassungsrichter mit beeindruckender Biographie und Migrationshintergrund
- Boris Rhein, CDU-Ministerpräsident in Hessen und derzeit erfolgreichster Landesvater der Union
- Bettina Leibinger-Kammüller, Unternehmerin und mögliche Kandidatin mit wirtschaftspolitischem Profil
Poschardt formuliert auch eine ungewöhnlichere Idee: Bellevue könnte symbolisch zur „besten Schule des Landes” werden – ein Zeichen, dass Deutschland wieder zur Werkstatt für Bildung und Selbsterfindung werden müsse.
Sanierung von Schloss Bellevue: Milliarden für ein Provisorium
Parallel zur politischen Debatte steht eine massive Baumaßnahme an: Schloss Bellevue und das Bundespräsidialamt werden in den nächsten Jahren grundlegend saniert. Das 1785 errichtete, unter Denkmalschutz stehende Schloss weist gravierende Mängel auf – undichtes Dach, defekte Lüftungsanlagen und strukturelle Probleme erfordern dringenden Handlungsbedarf.
Die veranschlagten Kosten sind beträchtlich:
- Mehr als 600 Millionen Euro für die eigentliche Renovierung
- Zusätzliche 259 Millionen Euro als Kostenpuffer für unvorhergesehene Ausgaben
- Weitere Kosten für den Umzug in das Provisorium, den Spreybogen, sodass Gesamtkosten von bis zu einer Milliarde Euro realistisch erscheinen
Für Poschardt ist diese Ausgabe ein Symbol für ein grundlegendes Problem: Der Staat gebe Geld aus, das er nicht habe, während gleichzeitig über Entwicklungshilfe und Sparmaßnahmen debattiert werde. Ein bröckelnder Putz in Bellevue sei kein Argument für kostspielige Restaurierung, sondern ein ehrlicheres Zeichen der tatsächlichen Lage des Landes.
Staatsquote, Nettosteuerzahler und der Ruf nach Erneuerung
Die Renovierungsdebatte mündet für Poschardt in eine grundsätzlichere Kritik am politischen System: Der Staat spare nicht – er wachse. Das Kanzleramt werde ausgebaut, die Zahl der Beamten steige. Diese Entwicklung stehe exemplarisch für eine politische Klasse, die den Ernst der Lage nicht erkenne.
Nötig sei eine kulturelle Neuausrichtung: eine Staatsquote, die Leistungsträger im Land hält statt sie zu vertreiben, und eine politische Sprache, die Bürgerinnen und Bürger wirklich erreicht. Genau das sei die Hauptaufgabe des künftigen Bundespräsidenten – unabhängig davon, ob es Di Fabio, Rhein oder eine andere Persönlichkeit wird.
Der nächste Amtsinhaber müsse einen „Ruck” durch die Gesellschaft schicken und einen öffentlichen Reflexionsprozess anstoßen: Wie kann sich Deutschland neu erfinden, ohne seine liberale und demokratische Tradition zu verlieren? Diese Frage drängt – und sie wartet auf eine überzeugende präsidiale Antwort.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.


