Dieses Video wurde am 02.09.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Ein Airbus A320 ist bei der Landung auf dem Flughafen Cascavel im brasilianischen Bundesstaat Paraná von der Landebahn abgekommen und auf einem schlammigen Grünstreifen zum Stillstand gekommen. Flug LA3858 war auf dem Weg von São Paulo nach Cascavel, als starker Regen die Bedingungen gefährlich werden ließ. Alle 151 Menschen an Bord – 145 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder – blieben unverletzt und konnten das Flugzeug eigenständig verlassen.
Starker Regen als Ursache des Zwischenfalls
Zum Zeitpunkt der Landung herrschten am Flughafen Cascavel schwierige Wetterbedingungen. Heftiger Regen hatte die Landebahn offenbar so weit durchnässt, dass der Airbus beim Aufsetzen die nötige Bremswirkung verlor. Die Maschine schlitterte über das Ende der Landebahn hinaus und kam auf einem angrenzenden, schlammigen Grünstreifen zum Stehen.
Solche Zwischenfälle, bei denen Flugzeuge bei nasser Fahrbahn über die Landebahn hinausschießen, werden in der Luftfahrt als Runway Excursion bezeichnet. Sie zählen zu den häufigeren Unfallkategorien im kommerziellen Luftverkehr und sind oft wetterbeedingt.
Alle Insassen kommen mit dem Schrecken davon
Trotz des dramatischen Moments verlief die Evakuierung geordnet. Die Passagiere und Crew verließen die gestrandete Maschine auf eigene Kraft – ohne Verletzungen. Augenzeugenberichten zufolge trugen einige Passagiere dabei sogar noch ihr Handgepäck, was auf eine vergleichsweise ruhige Situation an Bord hindeutet.
Die wichtigsten Fakten zum Zwischenfall auf einen Blick:
- Flug: LA3858, von São Paulo nach Cascavel
- Flugzeugtyp: Airbus A320
- Personen an Bord: 151 (145 Passagiere, 6 Besatzungsmitglieder)
- Verletzte: keine
- Ursache: mutmaßlich starker Regen und nasse Landebahn
Flughafen gesperrt und Ermittlungen aufgenommen
Nach dem Vorfall wurde der Flughafen Cascavel vorübergehend gesperrt, um die gestrandete Maschine zu bergen und die Landebahn zu inspizieren. Eine Sperrung ist in solchen Fällen Standardprozedur, um den Flugbetrieb nicht zu gefährden und die Unfallursache gesichert untersuchen zu können.
Die zuständige brasilianische Luftfahrtbehörde hat die offiziellen Ermittlungen aufgenommen. Im Mittelpunkt dürfte dabei die Frage stehen, ob das Wetter allein für den Vorfall verantwortlich war oder ob weitere Faktoren – etwa der Zustand der Landebahn oder Entscheidungen im Cockpit – eine Rolle gespielt haben.
Einordnung: Sicherheit trotz Schreckmoment gewahrt
Vorfälle wie dieser verdeutlichen, welche Herausforderungen Extremwetter für den Luftverkehr darstellen kann. Gleichzeitig zeigt das Ergebnis, dass die Sicherheitssysteme moderner Passagierflugzeuge und die Ausbildung der Besatzungen auch in kritischen Situationen greifen. Alle Insassen des Fluges LA3858 kamen ohne körperlichen Schaden davon – ein Umstand, der bei einem Runway Excursion-Ereignis nicht selbstverständlich ist.
Ob der Zwischenfall Konsequenzen für den Betrieb des Flughafens oder die betroffene Airline hat, wird sich im Verlauf der behördlichen Untersuchung zeigen.
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