Dieses Video wurde am 01.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Beim Tiefflug über Kapstadt haben zwei Passagiermaschinen der südafrikanischen Airline Airlink für einen Schockmoment gesorgt: Kurz nacheinander rasten die Flugzeuge in gefährlich niedriger Höhe über das vollbesetzte Kapstadter Stadion hinweg – mit an Bord waren rund 56.000 Zuschauer, die ein Rugby-Testspiel zwischen Südafrika und Neuseeland verfolgten. Aufnahmen von Augenzeugen zeigen eindrücklich, wie knapp die Maschinen über die Ränge hinwegdonnerten und dabei eine massive Schallkulisse hinterließen.
Tiefflug über dem Stadion: Was genau geschah
Unmittelbar vor dem Anpfiff des Rugby-Testspiels zwischen den südafrikanischen Springboks und dem neuseeländischen Team der All Blacks überflogen die beiden Airlink-Maschinen das Stadion in rascher Aufeinanderfolge. Videomaterial, das von Zuschauern aus dem Innenraum und von den Tribünen aufgenommen wurde, zeigt die Flugzeuge in beängstigend geringer Distanz über die Stadionkante hinwegziehend.
Besonders aufsehenerregend sind die Auswertungen des Flugverfolgungsdienstes Flightradar24: Demnach unterschritt eine der Maschinen an ihrem tiefsten Punkt eine Höhe von weniger als 15 Metern über der Stadiondachkante. Angesichts der Tatsache, dass sich Zehntausende Menschen darunter befanden, werten Luftfahrtexperten diesen Vorfall als äußerst kritisch.
Reaktionen und Sicherheitsbedenken
Der Vorfall löste unmittelbar nach Bekanntwerden der Videoaufnahmen heftige Diskussionen über die Flugsicherheit in Südafrika aus. Kritiker fragen, ob derartige Überflüge über dicht besiedelte Sportstätten genehmigt wurden und welche Behörde dafür die Verantwortung trägt.
- Mindestens eine Maschine flog auf weniger als 15 Meter über die Stadiondachkante
- Rund 56.000 Zuschauer befanden sich zum Zeitpunkt des Überflugs im Stadion
- Beide Maschinen gehören zur südafrikanischen Regionalairline Airlink
- Flightradar24-Daten bestätigten die ungewöhnlich geringe Flughöhe
- Der Überflug fand unmittelbar vor einem Rugby-Testspiel statt
Ob es sich um einen geplanten Überflug als Spektakel oder um einen ungenehmigten Vorfall handelte, war zunächst unklar. Die zuständige südafrikanische Luftfahrtbehörde hat bislang keine offizielle Stellungnahme veröffentlicht.
Airlink und die Frage der Genehmigung
Die Airline Airlink ist eine der größten Regionalfluggesellschaften Südafrikas und bedient zahlreiche Strecken innerhalb des Landes sowie in angrenzende Staaten. Solche Tiefüberflüge über Großveranstaltungen sind international streng reguliert und erfordern in der Regel eine besondere Genehmigung der nationalen Luftfahrtbehörde sowie eine enge Abstimmung mit dem Flughafenbetreiber.
In einigen Ländern werden solche sogenannten Low-Level-Flyovers bei Sportgroßveranstaltungen als Teil der Eröffnungszeremonie genehmigt – dabei gelten jedoch strenge Sicherheitsabstände und Geschwindigkeitsbeschränkungen. Ob diese Bedingungen in Kapstadt eingehalten wurden, ist Gegenstand der laufenden Prüfung.
Einordnung: Beinahe-Katastrophe oder bewusstes Spektakel?
Luftfahrtexperten sind sich einig, dass ein Überflug in weniger als 15 Metern über einer vollbesetzten Sportstätte ein erhebliches Risikopotenzial birgt. Selbst kleinste technische Probleme oder unerwartete Turbulenzen hätten bei einer solchen Flughöhe zu einer Katastrophe führen können.
Ob der Vorfall als gefährliche Nachlässigkeit oder als gewollte, wenn auch grenzwertige Showeinlage einzustufen ist, wird die Untersuchung der Behörden zeigen. Der Fall dürfte in Südafrika eine breite Debatte über die Regulierung von Überflügen bei öffentlichen Großveranstaltungen auslösen und möglicherweise zu einer Verschärfung der bestehenden Vorschriften führen.
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