Huthi erobern Mokka: Meerenge Bab al-Mandab bedroht

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Dieses Video wurde am 10.09.2026 von Handelsblatt auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat im Jemen die strategisch bedeutsame Hafenstadt Mokka eingenommen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Regierungsinsider. Die Eroberung der historischen Stadt am Roten Meer am Donnerstag markiert einen weiteren Vormarsch der radikalislamischen Gruppe in Richtung der Meerenge Bab al-Mandab — einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Gleichzeitig griffen Huthi-Kämpfer die vorgelagerten Hannisch-Inseln im Roten Meer an, während sich Regierungstruppen und ihre Verbündeten nach Süden zurückzogen.

Huthi auf dem Vormarsch an der Meerenge Bab al-Mandab

Die Aufnahmen aus der Stadt, die am Donnerstag im Westen des Jemen entstanden sein sollen, zeigen Huthi-Kämpfer in Siegerpose. Der strategische Wert der Einnahme Mokkas geht weit über das Stadtgebiet hinaus: Die Hafenstadt liegt in unmittelbarer Nähe zur Meerenge Bab al-Mandab, die den Jemen von Dschibuti und Eritrea trennt.

Diese Wasserstraße, auch bekannt als „Tor der Tränen” — ein Name, der auf die gefährlichen Navigationsbedingungen anspielt — ist einer der engsten und meistbefahrenen Schiffskorridore der Welt. Eine militärische Kontrolle durch die Huthis würde ihnen erheblichen Einfluss auf den internationalen Seeverkehr verschaffen.

Regierungstruppen und ihre Verbündeten konnten dem Angriff offenbar wenig entgegensetzen und zogen sich ohne nennenswerten Widerstand in südliche Gebiete zurück.

Globaler Handel in der Zange: Hormus und Bab al-Mandab

Der geopolitische Kontext verleiht der Entwicklung besonderes Gewicht. Im Zuge des US-Krieges gegen den Iran hat Teheran die Straße von Hormus — die primäre Seeroute zwischen dem Persischen Golf und dem Indischen Ozean — faktisch bereits für den internationalen Schiffsverkehr gesperrt.

Damit hat die Bedeutung der Bab al-Mandab-Route für den globalen Energiehandel massiv zugenommen. Über sie fließt ein erheblicher Teil des Rohöls und der Kraftstoffe aus der Golfregion durch den Suezkanal ins Mittelmeer — und in umgekehrter Richtung gelangen Handelsgüter nach Asien. Zu den besonders betroffenen Ländern zählen:

  • Saudi-Arabien und andere Golfstaaten, die auf diesen Exportweg für ihr Öl angewiesen sind
  • Europäische Importländer, die Rohöl und Kraftstoffe aus der Region beziehen
  • Asiatische Volkswirtschaften, deren Güterexporte in westliche Märkte diese Route nutzen
  • Russland, dessen Ölexporte ebenfalls über diese Wasserstraße abgewickelt werden

Eine vollständige Blockade durch die Huthis würde damit nicht nur regionale, sondern globale wirtschaftliche Folgen haben.

Iranische Strategie: Zwei Meerengen unter Druck

Beobachter sehen in den jüngsten Huthi-Vorstößen eine koordinierte Strategie des Irans, westliche und arabische Handelsinteressen gleich über zwei kritische Seewege unter Druck zu setzen. Während Teheran die Straße von Hormus direkt kontrolliert, agieren die Huthis im Jemen als verlängerter Arm des iranischen Einflusses am Roten Meer.

Für Saudi-Arabien ist die Lage besonders brisant: Das Königreich verliert mit der Hormus-Sperrung bereits seinen wichtigsten Exportkorridor und wäre bei einer zusätzlichen Blockade der Bab al-Mandab-Route nahezu vollständig von seinen wichtigsten Seewegen abgeschnitten.

Auch russisches Öl, das seit dem Ukraine-Krieg verstärkt über alternative Routen transportiert wird, ist von der Situation betroffen. Eine Eskalation an der Meerenge würde den ohnehin angespannten globalen Energiemarkt weiter destabilisieren.

Ausblick: Droht eine Eskalation am Roten Meer?

Die Einnahme Mokkas und der Angriff auf die Hannisch-Inseln deuten darauf hin, dass die Huthis ihre Kontrolle über die jemenitische Westküste systematisch ausbauen. Sollte die Miliz die Meerenge Bab al-Mandab tatsächlich blockieren oder den Schiffsverkehr nachhaltig stören können, wäre dies ein beispielloser Eingriff in den globalen Energiehandel.

Die internationale Gemeinschaft, allen voran westliche Staaten und die Golfanrainer, steht damit vor der Frage, wie sie auf einen möglichen Kontrollverlust über eine der sensibelsten Wasserstraßen der Welt reagieren wird. Die Entwicklungen im Jemen werden in den kommenden Wochen die geopolitische Agenda maßgeblich bestimmen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (Handelsblatt). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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