Trumps Rechen-Fehler bei Medikamentenpreisen

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Dieses Video wurde am 28.04.2026 von DER SPIEGEL auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Im Oval Office verkündete US-Präsident Donald Trump am Donnerstagabend eine Vereinbarung über Medikamentenpreise mit 17 großen Pharmaunternehmen. Die Botschaft klang verheißungsvoll – doch die dabei genannten Zahlen und Prozentwerte hielten einer einfachen mathematischen Überprüfung nicht stand. Was folgte, war eine Reihe von Rechenfehlern, die sowohl Trump selbst als auch seinem Gesundheitsminister unterliefen.

Versprechen jenseits der Mathematik: 1500 % Rabatt

Trump hatte in der Vergangenheit Preisnachlässe von bis zu 1500 Prozent auf Medikamente versprochen. Das Problem: Ein solcher Wert ist rechnerisch schlicht unmöglich. Ein Rabatt von mehr als 100 Prozent würde bedeuten, dass Patienten ein Medikament nicht nur kostenlos erhalten, sondern zusätzlich Geld ausgezahlt bekämen.

Ein Rabatt beschreibt eine prozentuale Reduktion eines Preises – und diese kann logischerweise maximal 100 Prozent betragen, also den vollständigen Erlass des Kaufpreises. Alles darüber hinaus ist mathematisch nicht definierbar und in der Praxis bedeutungslos.

Gesundheitsminister rechnet daneben

Auch Trumps Gesundheitsminister lieferte bei der Pressekonferenz eine fehlerhafte Berechnung. Steigt der Preis eines Medikaments von 100 Dollar auf 600 Dollar, so beträgt die Preiserhöhung 500 Dollar – was einer Steigerung von 500 Prozent entspricht. Soweit kam der Minister der korrekten Antwort noch nahe.

Doch im zweiten Teil seiner Rechnung unterlief ihm ein gravierender Fehler: Er sprach von einer Einsparung von 600 Prozent bei einem Preis von 600 Dollar. Das würde rechnerisch bedeuten:

  • 600 Prozent von 600 Dollar = 3.600 Dollar Nachlass
  • Patienten würden nicht nur das Medikament gratis erhalten
  • Sie würden zusätzlich 3.000 Dollar ausgezahlt bekommen
  • Tatsächlich korrekt wäre bei einem Preisrückgang von 600 auf 100 Dollar ein Nachlass von 83,33 Prozent

Die korrekte Prozentzahl liegt also weit unterhalb der dramatisch klingenden Angaben – und ist dennoch eine substanzielle Preissenkung, die für sich allein hätte kommuniziert werden können.

Trump schläft vor laufenden Kameras ein

Abseits der Rechenfehler sorgte Donald Trump an jenem Abend für ein weiteres ungewöhnliches Bild: Vor laufenden Kameras fielen ihm im Oval Office wiederholt die Augen zu. Sein Aufmerksamkeitspegel schien, um im Sprachbild des Abends zu bleiben, allenfalls bei 50 Prozent zu liegen.

Die Szene wurde vielfach dokumentiert und kommentiert. Sie fügt sich in eine Reihe von Momenten, in denen Trumps öffentliche Auftritte für Diskussionen über seinen Zustand und seine Amtsführung sorgen.

Einordnung: Wenn Zahlen zur Kulisse werden

Der Vorfall wirft grundsätzliche Fragen über den Umgang der US-Regierung mit Fakten und Zahlen auf. Fehlerhafte Prozentwerte bei einem so sensiblen Thema wie Arzneimittelpreisen sind nicht nur mathematisch problematisch – sie können das Vertrauen der Bevölkerung in politische Versprechen nachhaltig beschädigen.

Die eigentliche Vereinbarung mit den Pharmaunternehmen könnte durchaus relevante Auswirkungen auf die Medikamentenversorgung in den USA haben. Ob und in welchem Umfang Patienten tatsächlich entlastet werden, hängt von den konkreten Vertragsbedingungen ab – die bislang kaum transparent kommuniziert wurden. Die Zahlenkosmetik der Pressekonferenz dürfte die inhaltliche Debatte darüber vorerst überlagern.

Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler enthalten.

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