Dieses Video wurde am 03.05.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Nicht alle blicken der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko mit Vorfreude entgegen. Im nordrhein-westfälischen Herne macht eine besondere Gruppe seit elf Jahren auf ganz eigene Weise auf Missstände im modernen Fußball aufmerksam: die erste deutsche Nackt-Nationalmannschaft. Ein- bis zweimal im Jahr zieht die nackte Fußballgruppe buchstäblich blank – und sendet damit ein klares Signal gegen Kommerz, Gigantismus und Bodyshaming im Profifußball.
Gegründet aus Protest: Die Idee hinter dem Nackt-Fußball
Die Mannschaft wurde 2015 vom Regisseur Gerrit Staschewski ins Leben gerufen. Was zunächst als künstlerisch-politisches Statement begann, hat sich zu einem festen Ritual entwickelt. Heute zählt das Team 25 Männer und 5 Frauen, die gemeinsam auf dem Platz stehen – ohne Trikot, aber mit klarer Haltung.
Das erklärte Ziel der Gruppe ist es, den Fußball zu seinen Wurzeln zurückzubringen. Die Nacktheit dient dabei als bewusstes Symbol der Natürlichkeit und Gleichheit – ein bewusster Gegenentwurf zur durchkommerzialisierten Welt des Profisports.
Zeichen gegen die WM 2026 und überbordenden Kommerz
Das Turnier in Nordamerika steht sinnbildlich für alles, wogegen die Gruppe antritt. „Wir zeigen so dem Kommerz im Fußball die Arschkarte”, sagt ein Mitglied der Mannschaft. Die WM 2026 gilt vielen Kritikern als aufgeblähtes Großereignis, das mit dem ursprünglichen Geist des Sports wenig gemein hat.
- 48 Mannschaften statt früher 32 nehmen an der WM 2026 teil
- Drei Ausrichterländer auf zwei Kontinenten machen das Turnier zur bislang größten WM
- Kritiker bemängeln den wachsenden Einfluss von Sponsoren und TV-Vermarktung
- Die Spielergehälter und Transfersummen im Profifußball haben historische Rekordhöhen erreicht
Für die Herner Gruppe ist das Nacktspiel deshalb auch ein politisches Statement: „Fußball muss natürlich bleiben, und die Nacktheit dient als Symbol der Natürlichkeit.”
Gegen Bodyshaming: Jeder Körper ist willkommen
Neben der Kommerzkritik hat die Gruppe ein weiteres zentrales Anliegen: den Kampf gegen Bodyshaming. Auf dem Platz in Herne spielen Menschen unterschiedlichster Körpertypen, Hautfarben und Hintergründe gemeinsam Fußball – ganz ohne die Möglichkeit, sich hinter Marken-Trikots zu verstecken.
„Wir machen das gegen Bodyshaming, weil jeder ist so wie er ist, ob dick oder dünn. Wir sind alle unterschiedliche Menschen und haben unterschiedliche Farben”, erklärt ein Spieler. Das Prinzip der Gleichheit und Akzeptanz steht damit gleichberechtigt neben dem politischen Protest.
Der Verzicht auf Kleidung schafft eine Ebene der Verletzlichkeit, die gleichzeitig verbindet: Wer mitmacht, zeigt Mut – und erfährt Gemeinschaft ohne Hierarchie.
2.700 Zuschauer beim 20. Nacktspiel in Herne
Dass das Konzept ankommt, belegen die Zuschauerzahlen. Beim jüngsten Auftritt verfolgten 2.700 Menschen das Spiel live vor Ort – es war bereits das 20. Mal, dass die Gruppe öffentlich antrat. Vor dem Anpfiff gehört eine ausgiebige Aufwärmphase ebenso zum Ritual wie das gemeinsame Einstimmen auf das besondere Erlebnis.
„Der Kern des Ruhrpotts ist versammelt, schön nackt auf dem Fußballplatz. Zurück zum Ursprung – einfach nur eine Pile Körper, Fußballschuhe an”, beschreibt ein Teilnehmer die Atmosphäre. Der Spaßfaktor spiele dabei eine ebenso wichtige Rolle wie das politische Statement: „In erster Linie ist es einfach ein verdammt geiler Tag hier immer.”
Ob als Protest gegen die WM, als Plädoyer für Körperakzeptanz oder schlicht als gemeinschaftliches Erlebnis abseits des Mainstreams – die nackte Fußballgruppe aus Herne hat sich als feste Größe in der deutschen Alternativkultur etabliert. Mit Blick auf die kommende WM 2026 dürfte ihr Aufmerksamkeitspotenzial weiter wachsen.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

