Hantavirus-Ausbruch: Keine Pandemiegefahr laut WHO

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Dieses Video wurde am 07.05.2026 von tagesschau auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Ein Hantavirus-Ausbruch auf dem niederländischen Kreuzfahrtschiff Hondius hat in den vergangenen Tagen weltweit Aufmerksamkeit erregt und Erinnerungen an die Coronapandemie wachgerufen. Drei Passagiere sind gestorben, fünf Infektionen wurden von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigt, dazu kommen drei Verdachtsfälle. Eine Deutsche, die an Bord Kontakt mit einer infizierten Person hatte, wurde vom Flughafen Amsterdam in die Uniklinik Düsseldorf gebracht und befindet sich dort in Quarantäne. Krankheitssymptome wurden bislang nicht festgestellt – dennoch ist eine Infektion nicht ausgeschlossen.

Hantavirus: Europäische und südamerikanische Variante im Vergleich

Beim Hantavirus wird zwischen zwei wesentlichen Varianten unterschieden. Die in Europa verbreitete Form überträgt sich ausschließlich von Tier zu Mensch – etwa durch Stäube, die beim Kehren oder Laubsammeln entstehen und Ausscheidungen infizierter Mäuse und Nager enthalten. Besonders gefährdet sind Menschen, die auf Feldern oder in Wäldern arbeiten.

Auf dem Kreuzfahrtschiff Hondius brach die südamerikanische Variante aus, das sogenannte Andesvirus. Dieses ist gefährlicher, weil es auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch ermöglicht. Ein weiterer kritischer Faktor ist die variable Inkubationszeit: Sie reicht von weniger als einer Woche bis zu über acht Wochen. In diesem gesamten Zeitraum muss bei einer Kontaktperson mit einer möglichen Infektion gerechnet werden.

Betroffene berichten von schweren Krankheitsverläufen

Wie ernst eine Hantavirus-Erkrankung verlaufen kann, zeigt das Beispiel von Miriam Papadopolos aus Münster. Sie erkrankte vor gut einem Jahr an der europäischen Variante des Virus und beschreibt den Verlauf als lebensbedrohlich.

  • Akutes Nierenversagen mit nur noch fünf Prozent Nierenfunktion
  • Leberentzündung und stark verschlechterte Blutwerte
  • Vollständige Bettlägerigkeit über mehrere Monate
  • Als Langzeitfolge: eine Tachykardie, also dauerhaft erhöhter Herzschlag

Inzwischen ist sie fast vollständig genesen. Die Tachykardie ist nach Auskunft ihres Kardiologen ungefährlich und die einzige verbliebene Folge der Erkrankung.

WHO: Kein Risiko einer neuen Pandemie

Trotz der Schwere der Einzelfälle bekräftigte die WHO ihre Einschätzung: Das Hantavirus stellt keine Bedrohung dar, die mit Covid-19 vergleichbar wäre. Das Virus ist der Wissenschaft seit Jahrzehnten bekannt, und die Übertragungswege sind gut verstanden.

Im Gegensatz zu Coronaviren verbreitet sich das Hantavirus nicht effizient in der breiten Bevölkerung. Selbst die Mensch-zu-Mensch-Übertragung des Andesvirus ist im Vergleich zu hochansteckenden Atemwegserregern begrenzt. Virologen und Gesundheitsbehörden sehen daher keinen Anlass für eine Pandemiewarnung.

Das betroffene Kreuzfahrtschiff Hondius befand sich zuletzt auf dem Weg von den Färöern zu den Kanarischen Inseln. Die Quarantänemaßnahmen für die in Düsseldorf untersuchte Deutsche dauern aufgrund der langen Inkubationszeit voraussichtlich mehrere Wochen an.

Einordnung und Ausblick

Der Ausbruch auf der Hondius verdeutlicht, wie schnell seltene Infektionskrankheiten globale Aufmerksamkeit erzeugen – besonders in einer Gesellschaft, die durch die Coronapandemie für Begriffe wie Infektionsketten und Inkubationszeit sensibilisiert wurde. Entscheidend ist jedoch die sachliche Einordnung durch Fachleute: Das Hantavirus ist kein neues, unbekanntes Pathogen, sondern ein seit Langem erforschter Erreger mit bekannten Übertragungswegen und Risikoprofilen. Solange die Behörden Kontaktpersonen konsequent überwachen und isolieren, bleibt das Ausbruchsgeschehen lokal begrenzt.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (tagesschau). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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