Dieses Video wurde am 07.05.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Papst Leo XIV. hat am Mittwoch US-Außenminister Marco Rubio zu einem außergewöhnlich langen Gespräch im Vatikan empfangen. Das Treffen folgt einer Serie verbaler Angriffe von US-Präsident Donald Trump und Vizepräsident J.D. Vance auf den Pontifex, nachdem dieser die Vereinigten Staaten scharf für ihre Beteiligung am Iran-Krieg kritisiert hatte. Ob das Gespräch die diplomatischen Spannungen zwischen Washington und dem Heiligen Stuhl nachhaltig entspannt hat, bleibt offen — doch der Papst machte nach übereinstimmenden Berichten deutlich, dass er von seinem Friedenskurs nicht abrücken werde.
Ein ungewöhnlich langes Treffen mit Signalwirkung
Rubio traf pünktlich um 11.19 Uhr im Vatikan ein — gut zehn Minuten vor dem üblichen Spätesttermin. Vatikan-Korrespondent Andreas Englisch wertet allein das als klares Signal der Ernsthaftigkeit. Noch bemerkenswerter war jedoch die Dauer des Gesprächs: Während der Papst für Audienzen in der Regel zwischen 15 und 25 Minuten einplant, zog sich das Treffen mit Rubio bis 12.51 Uhr hin.
Über den genauen Inhalt des Gesprächs ist offiziell kaum etwas nach außen gedrungen. Bekannt ist lediglich, dass Rubio im Anschluss auch Kardinalstaatssekretär Parolin traf. Die Länge der Unterredung lässt jedoch darauf schließen, dass beide Seiten die tiefgreifenden Differenzen offen und ausführlich erörtert haben.
Papst Leo beharrt auf seinem Friedenskurs
Leo XIV. soll in dem Gespräch seinen Standpunkt unmissverständlich bekräftigt haben. Dass er für den Frieden bete und sich für ein Schweigen der Waffen einsetze, sei schließlich der ureigenste Auftrag eines Papstes — Kritik daran bezeichnen Vatikan-Beobachter als absurd.
Der Pontifex denkt demnach nicht daran, seinen Kurs unter dem Druck aus Washington zu ändern. Für die Trump-Administration ist das eine unbequeme Botschaft, denn:
- Rund 25 Prozent der US-Amerikaner sind katholisch.
- Umfragen zeigen, dass Trumps Angriffe auf den Papst selbst unter dessen eigenen Wählern auf Ablehnung stoßen.
- Die amerikanische Bischofskonferenz steht dem Papst näher als dem Präsidenten.
- Leo XIV. ist erst 70 Jahre alt — er wird mehrere US-Präsidenten überdauern.
Rubios eigentliches Ziel blieb wohl unerreicht
Ein zentrales Anliegen Rubios soll ein historischer Besuch von Papst Leo XIV. in den USA an der Seite Donald Trumps gewesen sein. Ein solcher Auftritt hätte den amerikanischen Präsidenten innenpolitisch erheblich gestärkt. Nach Einschätzung von Vatikan-Korrespondent Englisch erteilte der Papst diesem Wunsch jedoch keine Zusage.
Damit ist Rubios Romreise zwar als diplomatisches Signal zu werten — einen echten Durchbruch hat sie nach aktuellem Kenntnisstand nicht gebracht. Die Verwerfungen zwischen dem Vatikan und der Regierung in Washington bestehen weiterhin.
Die Macht des päpstlichen Wortes in der Weltpolitik
Der Disput zwischen Leo XIV. und Trump verdeutlicht, welches Gewicht das moralische Wort des Papstes auf der internationalen Bühne besitzt. Ohne Armee oder Militärbudget beeinflusst der Heilige Stuhl die öffentliche Meinung in bevölkerungsreichen katholisch geprägten Ländern wie Mexiko, Brasilien und mehreren europäischen Staaten.
Gerade für Politiker mit eigenen Ambitionen — Rubio gilt als möglicher Präsidentschaftskandidat — ist ein dauerhafter Konflikt mit einem jungen, populären amerikanischen Papst ein erhebliches politisches Risiko. Der Vatikan-Experte Englisch bringt es auf den Punkt: Wer in den USA künftig Präsident werden will, wird an einer Einigung mit Papst Leo XIV. kaum vorbeikommen.
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