Dieses Video wurde am 08.05.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hat ihre viel diskutierte Aussage zur Einwanderung in Sozialsysteme präzisiert. Die Äußerung, es gebe keine solche Einwanderung, hatte für heftige Debatten gesorgt. Bas betont nun, sie sei aus dem Zusammenhang gerissen worden: Es sei ihr um eine differenzierte Betrachtung von Migration gegangen – nicht um das Leugnen von Sozialleistungsmissbrauch, der sehr wohl bekämpft werden müsse.
Aussage zu Einwanderung in Sozialsysteme aus dem Kontext gerissen
Laut Bas zielte ihre ursprüngliche Aussage auf die pauschale Unterstellung ab, Migranten kämen ausschließlich wegen staatlicher Leistungen nach Deutschland. Diese Verkürzung empfindet sie als ungerecht gegenüber den vielen Menschen mit Migrationshintergrund, die in Deutschland arbeiten, Steuern zahlen und in Sozialversicherungssysteme einzahlen.
Sie nennt konkrete Beispiele: rund zwei Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer, die vor dem Krieg geflohen sind, sowie syrische Ärzte und Beschäftigte in Pflege und Gastronomie. Diese Menschen kämen nicht mit einem „Sozialleistungskatalog in der Hand”, sondern suchten Sicherheit oder eine Perspektive durch Arbeit.
Die Ministerin stellt klar: Die meisten Menschen, die nach Deutschland einreisen, tun dies aus Fluchtgründen oder zur Arbeitsaufnahme – und tragen aktiv zur Wirtschaft bei.
Sozialleistungsmissbrauch gezielt bekämpfen
Gleichzeitig räumt Bas ein, dass Sozialleistungsmissbrauch existiert und konsequent bekämpft werden muss. Als gebürtige Duisburgerin kenne sie die Probleme aus eigener Anschauung. Missbrauch sei „kein Kavaliersdelikt”, so Bas.
Bereits umgesetzte Maßnahmen umfassen:
- Verbesserung des Datenaustauschs zwischen Behörden
- Vorgehen gegen Schrottimmobilien und illegale Wohnverhältnisse
- Stärkung der Finanzkontrolle Schwarzarbeit durch verstärkte Kontrollen
- Einrichtung eines Kompetenzzentrums bei der Bundesagentur für Arbeit zur Erkennung krimineller Strukturen
- Ressortübergreifende Zusammenarbeit mit Innen- und Bauministerium
Ein zweites Gesetz zur weiteren Verschärfung dieser Maßnahmen befindet sich laut Bas bereits in Vorbereitung.
Sozialstaatsreform: Modernisierung statt reiner Sparmaßnahmen
Auf die Frage nach dem wachsenden Sozialstaatshaushalt betont die Ministerin, dass Reformen notwendig seien – aber nicht zwingend durch Leistungskürzungen. Stattdessen setzt sie auf Strukturreformen: Abbau von Doppelstrukturen, Beschleunigung von Verwaltungsprozessen und Digitalisierung. Diese Maßnahmen könnten erhebliche Kosten einsparen, ohne Bürgerinnen und Bürger direkt zu belasten.
Bas kündigt zudem eine Einkommensteuerreform an, die Geringverdiener entlasten soll. Den Menschen müsse am Ende mehr im Portemonnaie bleiben – gerade angesichts gestiegener Lebenshaltungskosten.
Rentenreform: Gerechtigkeitsfrage bleibt zentral
Zur laufenden Arbeit der Rentenkommission, die im Juni Vorschläge vorlegen soll, äußert sich Bas zurückhaltend. Eine pauschale Verlängerung der Lebensarbeitszeit lehnt sie ohne Differenzierung ab. Aktuelle Daten zeigten, dass die Lebenserwartung im Geringverdienerbereich sogar gesunken sei – eine Erhöhung des Rentenalters träfe diese Menschen besonders hart.
Die Ministerin will der Kommission nicht vorgreifen, betont aber: Jede Reform müsse die Frage beantworten, ob sie für alle Bürgerinnen und Bürger gerecht ist. Die Rente mit 63 und mögliche Anpassungen an die Lebensarbeitszeit werden dabei eine zentrale Rolle spielen. Für die junge Generation müsse Rentensicherheit langfristig gewährleistet bleiben – das sei die eigentliche Herausforderung der kommenden Jahre.
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