Dieses Video wurde am 07.05.2026 von BR24 auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Das Zeckenrisiko in Bayern wächst: Forscher am Landesamt für Gesundheit in Oberschleißheim bei München beobachten seit Jahren steigende FSME-Fallzahlen und untersuchen in einer aktuellen Studie die Ursachen. Gleichzeitig bleibt die bakterielle Infektionskrankheit Borreliose ein ernstes Problem. Experten mahnen zur Vorsicht – und geben klare Empfehlungen zum Schutz vor Zeckenstichen und deren Folgen.
FSME: Steigender Trend seit 2013 in Bayern
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine durch Zecken übertragene Viruserkrankung, die im schlimmsten Fall das Gehirn befallen und sogar zum Tod führen kann. Am Landesamt für Gesundheit in Oberschleißheim verfolgen Wissenschaftler die Ausbreitung der Krankheitserreger systematisch.
Seit 2013 verzeichnen die Forscher einen leicht steigenden Trend bei den FSME-Fällen in Bayern. Zuletzt wurden 294 Infektionen registriert. Als mögliche Ursache für diese Entwicklung gilt unter anderem der Klimawandel, der Zecken günstigere Lebensbedingungen verschafft und ihre Aktivitätsperioden verlängert. Diesem Zusammenhang gehen die Forscher in einer laufenden Studie gezielt nach.
Weil fast ganz Bayern als FSME-Risikogebiet eingestuft ist, empfehlen Experten der Bevölkerung dringend, sich impfen zu lassen. Die verfügbare Schutzimpfung gilt als hochwirksam und ist die zuverlässigste Vorbeugung gegen schwere Krankheitsverläufe.
Borreliose: Viele Fälle, aber noch kein Impfstoff
Neben FSME können Zecken auch die bakterielle Infektion Borreliose übertragen. Anders als bei FSME zeigt die Statistik hier keinen klaren Aufwärtstrend, sondern deutliche Schwankungen von Jahr zu Jahr. Zuletzt wurden in Bayern 5.524 Borreliose-Fälle erfasst – eine erhebliche Krankheitslast.
Die verschiedenen Borrelienstämme werden am Landesamt unter dem Mikroskop eingehend untersucht. Ein wesentlicher Unterschied zur FSME: Gegen Borreliose existiert bislang kein zugelassener Impfstoff. Laut den Wissenschaftlern könnte sich das jedoch in absehbarer Zeit ändern – in ein bis zwei Jahren sei ein Impfstoff möglicherweise verfügbar.
Bis dahin bleibt eine frühzeitige Entfernung der Zecke die wichtigste Schutzmaßnahme gegen eine Borrelien-Infektion.
So schützt man sich vor Zecken und Infektionen
Sowohl bei FSME als auch bei Borreliose gilt: Prävention ist entscheidend. Experten empfehlen folgende Maßnahmen:
- Gegen FSME in Risikogebieten – also nahezu ganz Bayern – impfen lassen
- Nach Aufenthalten in Wald und Wiesen den Körper sorgfältig auf Zecken absuchen
- Zecken so früh wie möglich mit einer Zeckenzange oder -karte entfernen
- Lange Kleidung und geschlossene Schuhe beim Aufenthalt im Freien tragen
- Insektenschutzmittel auf Haut und Kleidung auftragen
Besonders wichtig: Bei der Borreliose dauert die Übertragung der Bakterien mehrere Stunden. Wird die Zecke rechtzeitig entfernt, können die Borrelien möglicherweise noch gar nicht in den Körper gelangt sein – eine Ansteckung lässt sich auf diesem Weg also unter Umständen verhindern.
Ausblick: Forschung und neue Impfstoffe
Die laufende Studie des Landesamts für Gesundheit soll künftig genauere Erkenntnisse darüber liefern, welche Faktoren – allen voran das Klima – die Ausbreitung von Zecken und den Anstieg der FSME-Fallzahlen in Bayern begünstigen. Diese Erkenntnisse sind die Grundlage für gezieltere Präventionsempfehlungen.
Gleichzeitig beobachten Experten die Entwicklung eines Borreliose-Impfstoffs mit Spannung. Sollte dieser in den nächsten Jahren zugelassen werden, stünde erstmals ein wirksames Mittel zur Verfügung, das auch gegen die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung in Bayern schützt. Bis dahin bleibt die FSME-Impfung kombiniert mit schnellem Handeln beim Zeckenstich der beste Schutz.
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