Dieses Video wurde am 08.05.2026 von euronews Deutsch auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Was verbindet Europäer – und was unterscheidet sie? Eine groß angelegte Befragung von mehr als 30.000 Menschen in 25 Ländern, darunter neun EU-Mitgliedstaaten, gibt erstmals einen breiten Einblick in das Selbstbild der europäischen Gesellschaften. Der europäische Stolz ist dabei alles andere als einheitlich: Worauf Bürgerinnen und Bürger stolz sind, variiert stark – sowohl inhaltlich als auch in seiner Intensität. Während einige Nationen ihren kulturellen Reichtum feiern, betonen andere politische Errungenschaften oder historische Leistungen.
Kunst, Küche und antike Zivilisation: Stolz auf Kultur und Geschichte
In Frankreich gibt rund ein Viertel der Erwachsenen an, besonders stolz auf Kunst und Kultur zu sein. Dazu zählen neben der bildenden Kunst auch die weltberühmte Küche, der Wein und der Käse – Symbole einer Lebensart, die weit über die Landesgrenzen hinaus Anerkennung genießt.
Griechenland belegt beim historischen Stolz den Spitzenplatz: 37 Prozent der Befragten heben die antike Zivilisation, die großen Philosophen und den Heldenmut ihrer Vorfahren als zentralen Identifikationspunkt hervor. Das antike Erbe wirkt damit bis in die Gegenwart als starker nationaler Ankerpunkt.
Auch Italien setzt auf Kultur und Geschichte: 38 Prozent der Italienerinnen und Italiener loben das Erbe der Renaissance sowie die ikonische Architektur des Landes. Damit liegt Italien beim kulturellen Stolz sogar knapp vor Griechenland.
Demokratie, Politik und gesellschaftliche Werte
In Nordeuropa rücken politische Errungenschaften in den Vordergrund. Schweden und die Niederlande zeichnen sich durch einen ausgeprägten Stolz auf ihr jeweiliges politisches System aus – Transparenz, Rechtsstaatlichkeit und soziale Gerechtigkeit spielen dabei eine zentrale Rolle.
Die Deutschen sind besonders stolz auf die Demokratie und das föderale System ihres Landes. Gerade vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte gilt dieses Bekenntnis als bedeutungsvoll und bewusst gewählt.
In Spanien steht nicht das politische System, sondern die Gesellschaft selbst im Mittelpunkt: Die Spanierinnen und Spanier sind am stolzesten auf ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger – auf deren Solidarität, Fleiß und Gastfreundschaft.
Polen und Ungarn: Unabhängigkeit und gespaltene Gefühle
In Polen dominieren historisch-politische Themen: Der Kampf um die nationale Unabhängigkeit sowie die Rolle des Landes in internationalen Angelegenheiten werden als wichtigste Quellen des Stolzes genannt. Polen hat in seiner Geschichte wiederholt Besatzung und Teilung erlebt – diese Vergangenheit prägt das kollektive Selbstverständnis bis heute.
Ungarn sticht im europäischen Vergleich besonders hervor. Hier ist das Gefühl des Stolzes deutlich gespalten:
- 23 Prozent der Befragten geben an, nicht stolz auf ihr Land zu sein.
- Andere Ungarn hingegen schätzen ihre Geschichte und ihr Volk als bedeutende Stärke.
- Ungarn gehört zu den wenigen Ländern, in denen negative Antworten vergleichsweise häufig auftraten.
Diese Polarisierung spiegelt möglicherweise die gesellschaftlichen und politischen Spannungen wider, die Ungarn in den vergangenen Jahren geprägt haben.
Einordnung: Ein vielschichtiges Bild Europas
Die Umfrageergebnisse zeichnen ein facettenreiches Bild eines Kontinents, der trotz gemeinsamer Institutionen sehr unterschiedliche Selbstbilder pflegt. Kulturell geprägte Länder wie Frankreich, Italien und Griechenland schöpfen ihren Stolz aus Jahrtausenden Geschichte und künstlerischer Schaffenskraft. Politisch ausgerichtete Gesellschaften wie Deutschland, Schweden und die Niederlande betonen hingegen demokratische Werte und staatliche Strukturen als Grundlage ihres nationalen Selbstverständnisses.
Die Studie zeigt: Nationaler Stolz ist kein monolithisches Gefühl, sondern ein Spiegel gesellschaftlicher Prioritäten. Für die Europäische Union stellt dieses Mosaik sowohl eine Herausforderung als auch eine Stärke dar – Vielfalt als Kern der europäischen Identität.
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