Dieses Video wurde am 08.05.2026 von BR24 auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Der Großbrand am Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen gilt als eines der schwersten Feuerereignisse in Bayern der vergangenen Jahrzehnte. Seit vier Tagen bekämpfen mehr als 200 Einsatzkräfte das Feuer in unwegsamem Hochgebirgsgelände auf über 1.000 Metern Höhe. Der Katastrophenfall wurde ausgerufen, weil das Trinkwasserschutzgebiet Laubau, das rund 30.000 Menschen in der Region versorgt, langfristig bedroht ist. Die Ursache des Brandes ist bislang ungeklärt.
Wie der Großbrand am Saurüsselkopf entstand
Aus bislang unbekannten Gründen brach zu Wochenbeginn am Saurüsselkopf Feuer aus. Der trockene und warme April hatte das Gelände ausgetrocknet und begünstigte die rasche Ausbreitung der Flammen. Innerhalb kurzer Zeit war der markante Gipfel, der für viele Einheimische aus Ruhpolding ein identitätsstiftendes Wahrzeichen darstellt, in dichten Rauch gehüllt.
Landrat Andreas Danzer sah sich gezwungen, den Katastrophenfall auszurufen – die Voraussetzung dafür ist, dass Lebensgrundlagen der Bevölkerung bedroht sind. Das Trinkwasserschutzgebiet Laubau, das Ruhpolding und Traunstein versorgt, liegt im unmittelbaren Einzugsbereich des Brandgebietes. Zwar ist die akute Trinkwasserversorgung laut Behörden derzeit nicht gefährdet, doch das Feuer vernichtet den schützenden Waldbestand, der langfristig entscheidend für die Wasserqualität ist.
Löscharbeiten im extremen Gelände
Die Einsatzkräfte stehen vor einer außergewöhnlichen logistischen Herausforderung. Der Hang des Saurüsselkopfes ist so steil, dass Feuerwehrleute ohne Sicherung durch die Bergwacht nicht arbeiten können. Glutnester im Boden müssen gezielt aufgespürt und gelöscht werden, bevor ein neuer Flächenbrand entstehen kann.
Die Löscharbeiten aus der Luft übernehmen Polizeihubschrauber. Flugtechnikerin Jacqueline Lang und Pilot Frank Weißkopf suchen gemeinsam rauchende Stellen am Hang und löschen sie mit gezielten Wasserabwürfen. Die Crew muss dabei extrem präzise arbeiten:
- Bei offenem Flächenbrand ist ein flächiger Wasserabwurf möglich
- Einzelne glühende Wurzelstöcke erfordern punktgenaues Eingreifen
- Schwelbrände unter der Erdoberfläche sind besonders schwer zu lokalisieren
- Ein aufziehendes Gewitter kann den Hubschraubereinsatz jederzeit unterbrechen
Feuerwehrkommandant Michael Meer koordiniert in der Einsatzleitung nicht nur die Löschkräfte am Hang, sondern muss auch die Sicherheit der ehrenamtlichen Helfer im Blick behalten.
Gewitter zwingt Einsatzkräfte vom Berg
Am vierten Einsatztag zog eine Unwetterfront auf den Saurüsselkopf zu. Kommandant Meer entschied sich, alle Kräfte vorsorglich aus dem Außengelände abzuziehen, um keine Rettungskräfte zusätzlich zu gefährden. Ein kurzes Gewitter bringt dabei kaum Erleichterung – nur anhaltender Starkregen würde die verbliebenen Glutnester wirkungsvoll löschen.
Das Gewitter stellte zugleich eine kurze Verschnaufpause dar. Sobald die Wetterlage es erlaubt, sollen die Arbeiten am Hang sofort wieder aufgenommen werden. Geplant ist der Einsatz von:
- Über 200 Feuerwehr- und Einsatzkräften täglich
- Ein bis drei Hubschraubern je nach Wetterlage
- Bergwacht-Sicherungsteams für die Arbeiten im Steilgelände
Ausblick: Langfristige Folgen für Wald und Trinkwasser
Auch wenn der eigentliche Flächenbrand bereits in den ersten Einsatztagen unter Kontrolle gebracht werden konnte, bleibt die Lage am Saurüsselkopf ernst. Tausende Glutnester schwelen noch im Waldboden und könnten bei günstiger Windlage erneut aufflammen. Der Verlust des Baumbestandes im Trinkwasserschutzgebiet Laubau wird die Region noch Jahre beschäftigen, denn der Wald filtert und schützt das Grundwasser für rund 30.000 Bewohner des Landkreises Traunstein.
Die Ermittlungen zur Brandursache laufen weiter. Klar ist bereits jetzt: Der außergewöhnlich trockene Frühling hat das Risiko für Waldbrände in den bayerischen Alpen erheblich erhöht. Der Einsatz am Saurüsselkopf dürfte als Mahnung gelten, Brandschutz und Waldbewirtschaftung in sensiblen Schutzgebieten neu zu bewerten.
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