Ukraine-Krieg und US-Midterms: Trumps Schlappen

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Dieses Video wurde am 23.08.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der Ukraine-Krieg steckt in einer militärischen Pattsituation fest, Europa fehlt es an Patriot-Abfangraketen, und US-Präsident Donald Trump verliert zunehmend das Interesse an einer Friedenslösung. Das ist die ernüchternde Analyse von Professor Thomas Jäger von der Universität Köln. Der Politologe ordnet die aktuelle Lage an der Front, die Rolle der westlichen Verbündeten und die Bedeutung der bevorstehenden US-Zwischenwahlen ein.

Patriot-Raketen: Europa hat zu lange gewartet

Eine der drängendsten Fragen für die Ukraine ist die Versorgung mit Patriot-Abfangraketen. Die im Juli 2026 gegründete Koalition der Willigen zur Raketenabwehr steht vor einem grundlegenden Problem: Die westlichen Arsenale sind weitgehend erschöpft. Die USA haben einen Großteil ihrer verfügbaren Raketen im Nahen Osten verschossen und können keine weiteren Systeme liefern.

Jäger übt deutliche Kritik an der europäischen Verzögerung. Eine solche Koalition hätte bereits 2022 gegründet werden müssen. Stattdessen ließ man wertvolle Jahre verstreichen. Das Ergebnis: Europa kann der Ukraine bei der Luftabwehr kurzfristig kaum helfen. Erschwerend kommt hinzu, dass Russland ballistische Raketen — auch dank chinesischer Unterstützung — in höherem Tempo produziert, als der Westen Flugabwehrsysteme herstellen kann.

Russlands Strategie: Krieg gegen die Zivilbevölkerung

Kremlchef Wladimir Putin droht mit einer „scharfen Antwort” auf ukrainische Drohnenangriffe. Jäger entlarvt diese Rhetorik als klassische Propagandastrategie: Russland stellt seine Angriffe stets als Reaktion auf angebliche Provokationen dar — dabei ist die gesamte Invasion auf konstruierten Bedrohungsszenarien aufgebaut.

Die eigentliche russische Strategie zielt nach Jägers Einschätzung auf drei Punkte ab:

  • Zermürbung der ukrainischen Zivilbevölkerung durch systematische Angriffe auf zivile Infrastruktur
  • Brechung des Verteidigungswillens der ukrainischen Gesellschaft
  • Politischer Sieg durch psychologischen Druck, da ein militärischer Sieg für Russland nicht erreichbar ist

Die Ukraine verfolgt die Gegenstrategie, Russland wirtschaftlich so stark unter Druck zu setzen, dass Moskau zum Einlenken gezwungen wird. Ob diese Rechnung aufgeht, bleibt offen.

Pattsituation: Weder Sieg noch Niederlage in Sicht

Der aktuelle Stand des Ukraine-Kriegs lässt sich nach Jäger mit einem Wort beschreiben: Stillstand. Russlands ursprüngliche Annahme, die Ukraine schnell überrollen zu können, hat sich als fundamental falsch erwiesen. Gleichzeitig ist die Ukraine ohne deutlich verstärkte westliche Unterstützung nicht in der Lage, Russland militärisch zu besiegen.

„Russland kann diesen Krieg militärisch nicht gewinnen, wenn die Unterstützung für die Ukraine bestehen bleibt. Die Ukraine wird ihn aber auch nicht gewinnen können, solange die Hilfe auf diesem Niveau bleibt”, so Jägers Einschätzung. Ohne eine überraschende Wendung — die grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden kann — dürfte der Krieg in seinem aktuellen Muster weiterlaufen.

Trump vor den Midterms: Von Niederlage zu Niederlage

Ursprünglich wollte Donald Trump im Ukraine-Konflikt als Friedensmacher auftreten — und scheiterte. Der Versuch, die Ukraine zu Zugeständnissen zu drängen, blieb erfolglos. Russland zu Kompromissen zu bewegen, wurde nie ernsthaft versucht. Mittlerweile, so Jäger, hat Trump das Interesse an dem Thema verloren. Selbst angekündigte Gespräche seiner Gesandten Witkoff und Kushner in Kiew fanden nicht statt.

Diese außenpolitische Bilanz belastet Trump vor den anstehenden US-Midterms erheblich. Mehr als die Hälfte der Amerikaner sagen laut Jäger, Trump setze die falschen Prioritäten. Rund drei Viertel der Befragten geben an, ihr Leben sei unter seiner Präsidentschaft nicht besser, sondern teurer geworden. Die Benzin- und Lebensmittelpreise — Trump schiebt die Verantwortung auf andere — belasten die republikanische Ausgangslage.

Doch unabhängig vom Ausgang der Zwischenwahlen dürfte sich am US-Einfluss auf den Ukraine-Krieg wenig ändern. Gewinnen die Demokraten eine Kongresskammer, wird Trump innenpolitisch unter Druck geraten. Behalten die Republikaner ihre Mehrheiten, ändert sich an der willfährigen Haltung des Kongresses gegenüber dem Präsidenten nichts. Der Ukraine-Krieg wird in Washington vorerst keine neue Priorität erhalten.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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