Hybrider Krieg: Experte warnt vor neuer Angriffswelle

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Dieses Video wurde am 03.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Angriffe auf Umspannwerke, Drohnenvorfälle über kritischer Infrastruktur, Verdächtige mit russischen Pässen: Der hybride Krieg ist längst in Europa angekommen. Der Stratege und Sicherheitsexperte Ralf Tiele warnt eindringlich davor, das Ausmaß der Bedrohung zu unterschätzen – und macht deutlich, wie unzureichend Deutschland und Europa derzeit aufgestellt sind.

Hybrider Krieg kommt aus vielen Richtungen

Tiele betont, dass hybride Bedrohungen keineswegs ein rein russisches Phänomen sind. Neben staatlichen Akteuren wie Russland und China gehen sie auch von terroristischen, extremistischen und kriminellen Gruppen aus. Der erste Verdacht bei Anschlägen auf Infrastruktur wie Umspannwerke falle zwar oft auf Linksextremismus – doch das Bild sei weit komplexer.

Besonders besorgniserregend sei die Professionalisierung der Angriffe. Sogenannte Wegwerfagenten – Einzelpersonen, die sich für kriminelle Aktionen mit Kryptowährung bezahlen lassen – machen Zurückverfolgung und Strafverfolgung schwierig. Serbien gelte dabei als eines der wichtigsten Einfallstore für russische und chinesische Operatoren, die in Europa illegale Aktivitäten durchführen.

Deutschland ist auf Angriffe nicht vorbereitet

Der Berliner Blackout Anfang des Jahres habe exemplarisch gezeigt, wie verwundbar die deutsche Infrastruktur ist. Tiele zählt eine ganze Reihe von Bereichen auf, in denen dringender Handlungsbedarf besteht:

  • Schutz von Stromnetzen und Umspannwerken
  • Absicherung kritischer Infrastruktur wie Rüstungswerke und IT-Anlagen
  • Schutz von Unterseekabeln und Weltraumstationen
  • Drohnenabwehr an sensiblen Standorten
  • Stärkung der gesellschaftlichen Resilienz auf Bürger- und Kommunalebene

Die Bundespolizei mit ihren acht Standorten sei personell und strukturell nicht in der Lage, die nötige Flächendeckung zu gewährleisten. Die Bundeswehr wiederum sei im Krisenfall möglicherweise in den baltischen Staaten stationiert und stehe im Inland nicht zur Verfügung.

Private Sicherheitsdienste und Datenschutz neu denken

Tiele plädiert für eine umfassende Einbindung privater Sicherheitsdienste in den Schutz kritischer Infrastruktur – verbunden mit klaren rechtlichen Grundlagen. Drohnenüberwachung könne dabei eine Schlüsselrolle spielen: Durch die Speicherung und Auswertung von Flugdaten ließen sich verdächtige Bewegungsmuster erkennen und Täter im Nachgang identifizieren.

Das erfordere jedoch eine gesellschaftliche Debatte über den Datenschutz. Tiele sieht hier einen notwendigen Kompromiss: Mehr Überwachungsmöglichkeiten zugunsten höherer Sicherheit. Auch die von CDU-Politikern geforderte flächendeckende Videoüberwachung und der Einsatz von Drohnen durch Unternehmen zum Schutz eigener Anlagen stünden auf der Agenda – seien jedoch noch nicht umgesetzt.

Neue Eskalationswelle erwartet – Visabeschränkungen helfen kaum

Den Optimismus mancher Politiker, wonach Putin erkannt habe, dass sich hybride Aktionen nicht lohnen, teilt Tiele ausdrücklich nicht. Im Gegenteil: Er geht davon aus, dass auf eine bisherige Erkundungsphase nun eine gezielte Aktionsphase folgt – zunächst mit kleinem Profil, aber wachsend.

Als Beleg verweist er auf die Lage in Rumänien, wo im vergangenen Monat allein 23 bis 24 Drohneneinflüge aus Richtung Russland registriert wurden. Europa werde zunehmend zum direkten Spielfeld hybrider Operationen – gerade weil dabei eine eindeutige Zurechnung schwierig ist.

Verschärfte Visabeschränkungen auf EU-Ebene hält Tiele für kaum wirksam. Er bezeichnet sie als bloßes „Window Dressing” – eine symbolische Maßnahme ohne substanzielle Wirkung, da erfahrene Agenten ohnehin alternative Einreisewege nutzen. Was stattdessen fehle, sei ein ernsthafter, ressortübergreifender Ansatz zur Krisenresilienz – für Infrastruktur, Behörden und die Gesellschaft insgesamt.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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