Anschlag auf Stromnetz: Experte warnt vor gefährlicher Dimension

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Dieses Video wurde am 03.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Gezielte Angriffe auf Umspannwerke an deutschen Hochspannungsleitungen haben die Verwundbarkeit der Stromversorgung schlagartig sichtbar gemacht. Sicherheitsexperte Stefan Erdweg, Fachmann für Hybride Sicherheit, bewertet die jüngsten Vorfälle als sehr gut geplante Anschläge auf kritische Infrastruktur — und warnt eindringlich: Die möglichen Angriffspunkte im deutschen Hochspannungsnetz erstrecken sich über viele Hundert bis Tausend Kilometer, ein lückenloser Schutz ist kaum möglich.

Anschlag auf Umspannwerke: Gezielt und gut vorbereitet

Die Angriffe richteten sich offenbar gezielt gegen Umspannwerke in der Nähe großer Kraftwerke — zwei strategisch bedeutsame Knotenpunkte wurden in kurzer Abfolge attackiert. Erdweg betont, dass hinter solchen Taten keine Improvisation steckt. Wer selbstgebaute Vorrichtungen mit Zeitzündern einsetzt, hat diese zuvor vielfach getestet — möglicherweise 10, 20 oder sogar 50 Mal — um sicherzugehen, dass der Anschlag funktioniert.

Besonders alarmierend ist das Kosten-Schaden-Verhältnis: Die Mittel für solche Attacken sind gering, der verursachte Schaden für Bevölkerung, Netzbetreiber und die gesamte kritische Infrastruktur hingegen erheblich. Würden mehrere Angriffe dieser Art zeitgleich an vier verschiedenen Knotenpunkten ausgeführt, könnten die Folgen für die Stromversorgung dramatisch sein.

Wie verwundbar ist das deutsche Hochspannungsnetz?

Das deutsche Hochspannungsnetz zieht sich über das gesamte Bundesgebiet. Neben den Übertragungsleitungen selbst, die an Tausenden von Strommasten hängen, sind vor allem die Umspannwerke neuralgische Punkte — dort wird der Strom transformiert und verteilt. Genau diese Stellen bieten potenzielle Angriffsflächen.

Erdweg stellt klar: Eine flächendeckende physische Absicherung aller Masten und Werke ist unrealistisch. Es brauche stattdessen eine differenzierte Strategie, die die kritischsten Infrastrukturkomponenten priorisiert und gezielt schützt — anstatt Ressourcen breit zu streuen.

Wer steckt dahinter? Verfassungsschutz und Staatsschutz gefordert

Eine zentrale offene Frage ist die nach den Drahtziehern. Erdweg fordert eine intensive Ermittlungsarbeit durch den Verfassungsschutz und den Staatsschutz, um Hintermänner und mögliche staatliche oder extremistische Akteure zu identifizieren. Ob es sich um eine gezielte Destabilisierungsstrategie handelt oder um den Versuch, die Bevölkerung zu verunsichern, müsse dringend geklärt werden.

  • Angriffe auf Umspannwerke in zwei Bundesländern, darunter Nordrhein-Westfalen
  • Einsatz selbstgebauter Vorrichtungen mit Zeitzündern
  • Verdacht auf gezielte, langfristig geplante Sabotageakte
  • Ermittlungen durch Staatsschutz und Nachrichtendienste laufen

Multidimensionaler Schutzansatz: Das KRITIS-Dachgesetz als Schlüssel

Als gangbaren Weg skizziert Erdweg einen multidimensionalen Ansatz: Dieser umfasse Intelligence-Arbeit, politische Reformen und physische Schutzmaßnahmen. Konkret spricht er sich dafür aus, das KRITIS-Dachgesetz sowie die zugehörige Verordnung deutlich schneller voranzutreiben. Das Regelwerk, das den Schutz kritischer Infrastrukturen bundesweit harmonisieren soll, müsse mit mehr politischem Willen und ausreichend finanziellen Mitteln umgesetzt werden.

Nur eine übergreifende Sicherheitsarchitektur — die Nachrichtendienste, Strafverfolgungsbehörden, Netzbetreiber und Politik eng verzahnt — könne langfristig Schutz bieten. Die jüngsten Vorfälle machen deutlich, dass Deutschland in diesem Bereich dringend nacharbeiten muss. Die Frage ist nicht mehr ob weitere Angriffe kommen, sondern wie gut die Infrastruktur bis dahin gesichert ist.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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