AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt: Was droht der Wirtschaft?

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Dieses Video wurde am 05.09.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt stellen sich viele Unternehmer die Frage, was ein starkes Abschneiden der AfD für den Wirtschaftsstandort bedeutet. Zwei Unternehmer mit gegensätzlichen Perspektiven diskutieren in Magdeburg offen: Dr. Karl Gerhold, Gründer des Energiekonzerns GTE und ehemaliger Chef der Staatskanzlei, warnt eindringlich vor wirtschaftlichen Schäden durch eine AfD-geführte Landesregierung. Thomas Kowalski, Handwerksunternehmer aus Halberstadt und früherer CDU-Stammwähler, teilt zwar viele Bedenken, sieht aber vor allem die etablierten Parteien in der Pflicht, überzeugendere wirtschaftspolitische Antworten zu liefern.

Fachkräftemangel und ausländische Investitionen als Kernproblem

Beide Unternehmer sind sich einig: Fachkräfte aus dem Ausland sind für Sachsen-Anhalt unverzichtbar. Gerhold verdeutlicht das am Beispiel des Uniklinikums Magdeburg, wo ohne Beschäftigte mit ausländischen Wurzeln der Betrieb kaum aufrechtzuerhalten wäre. Er befürchtet, dass eine als ausländerfeindlich wahrgenommene Landespolitik qualifizierte Arbeitskräfte abschreckt und bereits laufende Investitionsprojekte gefährdet.

Kowalski engagiert sich ehrenamtlich beim Zuzug vietnamesischer Fachkräfte in den Harz und bestätigt die Sorge: Firmen, die Fachkräfte aus Vietnam akquirieren, berichten bereits jetzt von Unsicherheiten — der Ruf des Landes spielt bei der Entscheidung von Bewerbern eine zentrale Rolle.

  • Sachsen-Anhalt verzeichnet eine Arbeitslosenquote von 8,2 Prozent
  • Das Wirtschaftswachstum schrumpfte zuletzt um 0,2 Prozent
  • Chemieindustrie und Automobilzulieferer gelten als besonders belastete Branchen
  • Internationale Investoren beobachten die politische Entwicklung des Landes genau

Politikverdrossenheit unter Unternehmern wächst

Kowalski beschreibt einen Stimmungswandel, den er in seinem Umfeld klar spürt. Als langjähriger CDU-Wähler hat er das Vertrauen in seine Stammpartei verloren — nicht wegen inhaltlicher Grundsätze, sondern weil die CDU aus seiner Sicht ihre wirtschaftspolitischen Kernthemen zugunsten von Koalitionskompromissen aufgegeben hat.

Sein zentrales Anliegen: Mehrwertschöpfung muss wieder in den Vordergrund politischen Handelns rücken. Dazu gehöre, unproduktive Staatsausgaben zu reduzieren und investive Maßnahmen zu priorisieren. Konkret kritisiert er eine Motivationsgrenze bei Unternehmern — den Punkt, ab dem es sich wirtschaftlich nicht mehr lohnt, zusätzliche Mitarbeiter einzustellen.

Gerhold räumt ein, den Frust nachvollziehen zu können, warnt aber davor, diesen in eine Stimme für die AfD umzumünzen. Er sieht die Ursachen teilweise auch in einer verzerrten medialen Berichterstattung, die Sachsen-Anhalt schlechter darstelle, als es tatsächlich dastehe.

Erneuerbare Energien: Standortvorteil oder politisches Streitthema?

Ein konkreter wirtschaftlicher Streitpunkt ist die Energiepolitik. Gerhold, der selbst Windparks und Photovoltaikanlagen betreibt, sieht in den erneuerbaren Energien einen klaren Standortvorteil für Sachsen-Anhalt. Durch Direkteinspeisung an Industriebetriebe könne Strom günstiger bereitgestellt werden als aus dem öffentlichen Netz. Kommende Stromspeicher-Technologien würden diesen Vorteil weiter verstärken.

Die AfD hingegen lehnt Windkraft programmatisch ab und fordert deren Rückbau — für Gerhold eine wirtschaftlich unrealistische Position, da Eigentumsrechte eine Entschädigung der Anlagenbetreiber erfordern würden, die der Staatshaushalt nicht stemmen könnte. Für ihn ist genau das ein Beispiel dafür, warum er der wirtschaftspolitischen Kompetenz der AfD grundlegend misstraut.

Brandmauer und Regierungsbildung: Sachentscheidungen vor Ideologie

Beide Unternehmer sprechen sich gegen eine Koalition mit der AfD aus, plädieren aber für eine offenere Debattenkultur. Gerhold hält es für denkbar, dass ein künftiger Ministerpräsident bei Sachfragen auch Stimmen der AfD-Fraktion annimmt, sofern keine formelle Koalition entsteht. Eine Minderheitsregierung sei zwar unbequem, aber einer AfD-Regierung klar vorzuziehen.

Kowalski bringt es auf eine unternehmerische Formel: Wer bei Entscheidungen 40 Prozent des politischen Spektrums von vornherein ausblende, handele wie ein Unternehmer, der relevante Marktinformationen ignoriert. Er fordert von allen Parteien, sich stärker über eigene Inhalte zu definieren — statt ausschließlich mit dem Finger auf die AfD zu zeigen.

Einig sind sich beide darin, dass Sachsen-Anhalt mehr Potenzial hat, als oft kommuniziert wird. Ob dieses Potenzial nach der Wahl gehoben werden kann, hängt aus ihrer Sicht entscheidend davon ab, ob verlässliche Rahmenbedingungen für Unternehmen geschaffen und internationale Investoren nicht abgeschreckt werden. Das Ergebnis der Landtagswahl wird zeigen, welcher Kurs dabei die Mehrheit findet.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (BILD). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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