Russland-Kurs: Mehrheit für härtere Haltung

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Dieses Video wurde am 05.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey zeigt ein gespaltenes Deutschland: Beim Thema Russland-Kurs spricht sich zwar eine knappe Mehrheit von 51 Prozent der Befragten für eine härtere Haltung gegenüber Russland aus – doch fast ein Drittel der Bevölkerung plädiert weiterhin für einen milderen Umgang mit Moskau. Die Bundesregierung hat sich in dieser Frage bereits klar positioniert, muss aber noch erhebliche Überzeugungsarbeit in der Bevölkerung leisten.

Knappe Mehrheit für den härteren Russland-Kurs

Die Umfragefrage lautete: Sollte Deutschland aktuell gegenüber Russland einen milderen oder härteren Kurs verfolgen? Das Ergebnis fiel knapper aus als erwartet. 51 Prozent der Deutschen sprechen sich für eine härtere Gangart aus, während 29 Prozent einen milderen Kurs bevorzugen. Weitere 18 Prozent sind unentschieden.

Bemerkenswert ist dieses Ergebnis vor allem vor dem Hintergrund jüngster hybrider Angriffe Russlands auf Deutschland, darunter Anschlagsversuche in Leipzig. Trotz dieser Vorfälle hält rund ein Drittel der Bevölkerung an einer Annäherung an Moskau fest.

Die Bundesregierung hatte sich in der betreffenden Woche eindeutig für einen härteren Kurs entschieden – eine Position, die in der Gesellschaft also nur knapp mehrheitsfähig ist.

Starke Unterschiede nach Parteizugehörigkeit

Besonders aufschlussreich ist die Aufschlüsselung nach Parteianhängerschaften. Die Unterstützer der demokratischen Mitte zeigen sich dabei weitgehend einig:

  • Grünen-Anhänger: 81 Prozent befürworten einen härteren Kurs
  • SPD-Anhänger: 75 Prozent sprechen sich für mehr Härte aus
  • Unionsanhänger: 74 Prozent fordern eine schärfere Haltung
  • Linken-Anhänger: gespalten, 46 Prozent für härteres Vorgehen
  • AfD-Anhänger: nur 22 Prozent unterstützen einen härteren Kurs

Die niedrigen Werte bei der AfD-Anhängerschaft decken sich mit der offiziellen Linie der Parteiführung, die für eine Entspannungspolitik gegenüber Moskau eintritt. Die Spaltung bei den Linken-Anhängern erklärt sich laut Experten durch die erhebliche Vergrößerung und Veränderung dieser Wählergruppe in den vergangenen Jahren.

Angst vor Eskalation: 41 Prozent haben große Sorgen

Neben der Frage nach dem richtigen Kurs wurde auch die Eskalationsangst in der Bevölkerung abgefragt. Konkret wollten die Meinungsforscher wissen, wie groß die Sorge vor einem tatsächlichen militärischen Angriff mit Waffengewalt auf deutschem Boden ist.

41 Prozent der Befragten gaben an, große Sorgen zu haben. 14 Prozent sind in dieser Frage unentschieden. Eine relative Mehrheit von 45 Prozent sagt hingegen, sie habe eher keine oder nur geringe Sorgen vor einer solchen Eskalation.

Die Zahlen verdeutlichen, dass die Bevölkerung den sicherheitspolitischen Graubereich zwischen Krieg und Frieden durchaus wahrnimmt – und die Eskalationsgefahr sehr unterschiedlich bewertet.

AfD-Stärke in Sachsen-Anhalt: Bundesweite Sorge wächst

Ein zweiter Themenschwerpunkt der Umfrage galt der AfD in Sachsen-Anhalt, wo die Partei in Umfragen auf über 40 Prozent kam. Die Frage: Für wie wahrscheinlich halten die Deutschen, dass die AfD in anderen Bundesländern ähnlich hohe Werte erreicht?

Das Ergebnis ist eindeutig: 73 Prozent der Befragten bundesweit halten dies für wahrscheinlich. Nur 17 Prozent stufen ein solches Szenario als unwahrscheinlich ein, 10 Prozent sind unentschieden. Besonders auffällig: 95 Prozent der AfD-Anhänger selbst glauben an ein solches Ergebnis auch in anderen Bundesländern – ein deutliches Zeichen parteiinternen Optimismus.

Was die wirtschaftlichen Auswirkungen eines AfD-Regierungseintritts in Sachsen-Anhalt angeht, sind die Meinungen geteilt. 48 Prozent erwarten negative Folgen für den Wirtschaftsstandort, 34 Prozent sehen potenzielle positive Effekte, und 18 Prozent sind unentschieden. Wirtschaftsforschungsinstitute haben sich hingegen bereits klar geäußert: Ein AfD-geprägter Kurs würde dem Standort schaden.

Die Umfragedaten zeichnen das Bild einer Gesellschaft, die in zentralen sicherheits- und innenpolitischen Fragen tief gespalten ist. Wie sich Parteipräferenzen und Sicherheitsbedenken langfristig auf das politische Klima auswirken, wird spätestens bei den kommenden Wahlen deutlich werden.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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