Weltkarten-Resolution: UNO stimmt für Afrika-Korrektur

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Dieses Video wurde am 05.09.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die UN-Vollversammlung hat mit überwältigender Mehrheit eine Resolution angenommen, die eine präzisere kartografische Darstellung der Kontinente fordert. 164 Länder stimmten dafür, lediglich die USA lehnten den Vorschlag ab. Eingebracht hatte die Resolution Togo – eines der kleinsten Länder Afrikas. Im Mittelpunkt steht die jahrzehntealte Verzerrung durch die Mercatorprojektion, die vor allem den afrikanischen Kontinent auf gängigen Weltkarten deutlich zu klein erscheinen lässt.

Das Problem mit der Mercatorprojektion

Die Mercatorprojektion wurde im Jahr 1569 entwickelt und ist bis heute die am weitesten verbreitete Darstellungsform von Weltkarten. Ihr grundlegendes Problem: Sie projiziert die nahezu kugelförmige Erde auf eine rechteckige, flache Fläche – und verzerrt dabei die Größenverhältnisse erheblich.

Flächen, die weit vom Äquator entfernt liegen, erscheinen auf dieser Projektion unverhältnismäßig groß. Ein besonders drastisches Beispiel ist Grönland: Auf vielen Weltkarten wirkt die arktische Insel fast so groß wie der gesamte afrikanische Kontinent. Auf einem Globus wird jedoch schnell deutlich, dass Afrika tatsächlich 14-mal größer als Grönland ist.

Diese Verzerrung hat über Jahrhunderte das geographische Weltbild vieler Menschen geprägt – mit weitreichenden Folgen für die Wahrnehmung von Größe, Bedeutung und geopolitischem Gewicht einzelner Regionen.

Mehr als Kartografie: Fragen der Gerechtigkeit und Würde

Togo und viele seiner Unterstützer betonen, dass es bei der Resolution weit mehr um als bloße Kartentechnik geht. Die Diskussion berührt Grundfragen von Gerechtigkeit, historischem Gedächtnis und dem gleichberechtigten Zugang zu präzisem geographischen Wissen.

Togos Außenminister sprach nach der Abstimmung von einem „historischen Moment für Afrika und die Welt”. Die Annahme der Resolution unterstreiche die Notwendigkeit einer ausgewogeneren und geographisch korrekten Darstellung des Planeten. Dahinter steht die Überzeugung, dass veraltete und verzerrte Darstellungen das koloniale Erbe perpetuieren und die Würde der betroffenen Völker berühren.

  • Afrika erscheint in der Mercatorprojektion deutlich zu klein
  • Grönland wirkt auf Karten fast so groß wie der gesamte Kontinent Afrika
  • Die tatsächliche Fläche Afrikas ist 14-mal größer als die Grönlands
  • 164 UN-Mitgliedstaaten unterstützten die Resolution
  • Das Abstimmungsergebnis ist rechtlich nicht bindend

USA sehen „radikales ideologisches Projekt”

Als einzige Nation stimmten die Vereinigten Staaten gegen die Resolution. Der US-Vertreter bezeichnete das Vorhaben als Teil eines „radikalen ideologischen Projekts” und warf der UN vor, mit solchen Resolutionen ihre eigene Glaubwürdigkeit zu untergraben. Washington forderte die Mitgliedstaaten auf, dem Gremium mehr „gesunden Menschenverstand” einfließen zu lassen.

Diese Haltung stieß international auf wenig Verständnis. Die breite Zustimmung von 164 Staaten zeigt, dass die Mehrheit der Weltgemeinschaft die Forderung nach einer genaueren kartografischen Darstellung als legitim und notwendig betrachtet.

Ausblick: Was folgt auf die Resolution?

Obwohl das Ergebnis der UN-Vollversammlung rechtlich nicht bindend ist, entfaltet es politische Signalwirkung. Die Resolution soll weltweit Anstoß geben, Weltkarten schrittweise zu überarbeiten und verzerrungsärmere Projektionen stärker in Bildungseinrichtungen, Medien und öffentlichen Einrichtungen zu etablieren. Alternativen zur Mercatorprojektion, etwa die Peters-Projektion oder die Winkel-Tripel-Projektion, bilden Flächenverhältnisse deutlich realistischer ab. Ob und wie schnell sich ein tatsächlicher Wandel in Schulbüchern und digitalen Karten vollzieht, bleibt abzuwarten – der politische Druck durch die deutliche Mehrheit in der Vollversammlung ist jedoch kaum zu ignorieren.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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