Weltkarte bei der UN: Afrika soll größer werden

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Dieses Video wurde am 05.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Vereinten Nationen stehen vor einer historischen Entscheidung: Die traditionelle Weltkarte, die weltweit in Schulen, Behörden und Medien verwendet wird, soll durch eine neue, genauere Version ersetzt werden. Auslöser ist eine seit Jahren schwelende Kritik der Afrikanischen Union, wonach der afrikanische Kontinent auf gängigen Weltkarten systematisch zu klein dargestellt wird. Eine Resolution, eingebracht vom westafrikanischen Staat Togo, brachte das Thema nun auf die große internationale Bühne.

Warum Afrika auf der Weltkarte zu klein wirkt

Das Problem hat einen kartografischen Ursprung: Die meisten weltweit verbreiteten Weltkarten basieren auf der sogenannten Mercator-Projektion, die im 16. Jahrhundert entwickelt wurde. Diese Darstellungsweise verzerrt Flächen – Regionen nahe der Pole erscheinen unverhältnismäßig groß, während Gebiete nahe des Äquators, darunter Afrika, optisch kleiner wirken als sie tatsächlich sind.

Dabei ist Afrika in Wirklichkeit ein gewaltiger Kontinent. Zum Vergleich:

  • Afrika ist flächenmäßig größer als die USA, China, Indien und Europa zusammen.
  • Der Kontinent umfasst rund 30 Millionen Quadratkilometer.
  • Auf klassischen Mercator-Karten wirkt Grönland fast so groß wie Afrika – obwohl es nur etwa ein Vierzehntel der Fläche hat.

Die Afrikanische Union kritisiert, dass diese Verzerrung nicht nur geografisch falsch, sondern auch politisch und gesellschaftlich problematisch ist: Sie präge ein eurozentrisches Weltbild und vermittle ein schiefes Bild von der Bedeutung Afrikas in der Welt.

Die UN-Abstimmung: Deutliche Mehrheit für eine neue Weltkarte

Bei der Abstimmung über die von Togo eingebrachte Resolution sprachen sich beeindruckende 164 Staaten für eine Anpassung der Weltkarte aus. Nur eine einzige Nation stimmte dagegen: die Vereinigten Staaten. Die USA lehnten eine Unterstützung der Resolution ab – ohne dass hierfür offiziell eine ausführliche Begründung kommuniziert wurde.

Das Ergebnis zeigt eine nahezu geschlossene internationale Unterstützung für das Anliegen. Dennoch hat die Abstimmung eine entscheidende Einschränkung: Das Votum ist rechtlich nicht bindend. Die Resolution stellt damit eher ein politisches Signal dar als eine verbindliche Vorgabe für alle Mitgliedsstaaten.

Welche Konsequenzen sind zu erwarten?

Trotz der fehlenden rechtlichen Verbindlichkeit erhofft sich die internationale Gemeinschaft weltweite Änderungen in der kartografischen Praxis. Der politische Druck, den eine solch deutliche Mehrheit erzeugt, könnte Verlage, Bildungsministerien und internationale Organisationen dazu bewegen, ihre Karten schrittweise anzupassen.

Mögliche Konsequenzen der Resolution umfassen:

  • Überarbeitung von Schulatlanten und Lehrmaterialien in zahlreichen Ländern.
  • Umstellung auf flächentreue Projektionen wie die Peters-Projektion oder die Equal Earth-Projektion.
  • Sensibilisierung in der Öffentlichkeit für die Auswirkungen kartografischer Darstellungen.

Ob und wie schnell die einzelnen Staaten reagieren, bleibt abzuwarten. Erfahrungsgemäß sind Veränderungen in Bildungssystemen und bei etablierten Standardwerken langwierige Prozesse.

Einordnung: Mehr als ein Kartografiestreit

Der Streit um die Weltkarte ist letztlich mehr als eine technische Debatte über Projektionsmethoden. Er berührt grundlegende Fragen von Repräsentation, Wahrnehmung und globaler Gerechtigkeit. Welche Länder und Kontinente auf einer Karte groß erscheinen, beeinflusst unbewusst, wie Menschen deren wirtschaftliche, politische und kulturelle Bedeutung einschätzen.

Die klare Mehrheit bei den Vereinten Nationen zeigt, dass ein wachsendes globales Bewusstsein für diese Zusammenhänge besteht. Der nächste Schritt liegt nun bei den einzelnen Staaten, Bildungseinrichtungen und Medien – sie müssen entscheiden, ob sie das politische Signal in konkrete Maßnahmen übersetzen. Die Debatte um eine gerechtere Darstellung der Welt hat damit gerade erst begonnen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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