Dieses Video wurde am 06.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Bei der Landtagswahl Sachsen-Anhalt liefert die zweite Hochrechnung ein historisches Ergebnis: Die AfD kommt auf 44,3 Prozent der Stimmen und gewinnt damit satte 23,5 Prozentpunkte hinzu. Damit fehlt ihr im neu gewählten Landtag lediglich ein einziger Sitz zur absoluten Mehrheit. Gleichzeitig verzeichnet die Wahl eine Rekordbeteiligung, deren genaues Ausmaß noch ausgewertet wird. Die Frage, wer künftig das Land regiert, bleibt nach wie vor vollkommen offen.
Ergebnisse der zweiten Hochrechnung im Überblick
Die zweite Hochrechnung zeichnet ein klares Bild der Kräfteverhältnisse im ostdeutschen Bundesland. Die AfD setzt sich mit großem Abstand an die Spitze, während die CDU deutlich verliert und nur noch auf 18,3 Prozent kommt – ein Minus von rund 18,8 Prozentpunkten gegenüber der vorangegangenen Wahl.
- AfD: 44,3 % (+23,5 Prozentpunkte)
- CDU: 18,3 % (deutliche Verluste)
- Linkspartei: 9,2 %
- SPD: 8,7 % (leichte Zugewinne)
- Grüne: 8,7 % (leichte Zugewinne)
- BSW: 4,8 % (knapp unter der 5-Prozent-Hürde)
- FDP: 2,4 % (klar gescheitert)
Die sonstigen Parteien kommen zusammen auf 3,6 Prozent und spielen damit keine parlamentarische Rolle. Das BSW verpasst den Einzug in den Landtag, da es stabil bei 4,8 Prozent verbleibt – sowohl nach der ersten als auch nach der zweiten Hochrechnung. Die FDP scheitert mit 2,4 Prozent weit an der Fünf-Prozent-Hürde.
Ein Sitz entscheidet: AfD knapp vor absoluter Mehrheit
Für die absolute Mehrheit im Landtag von Sachsen-Anhalt sind 42 Sitze erforderlich. Die AfD erreicht laut zweiter Hochrechnung 41 Sitze – und verfehlt damit die entscheidende Schwelle um hauchdünne einen Sitz. Ein Ergebnis, das kaum knapper sein könnte.
Dieses Resultat bedeutet, dass die AfD zwar mit Abstand stärkste Kraft ist, aber dennoch keine Regierung aus eigener Kraft bilden kann. Gleichzeitig ist sie so dominant, dass jede andere Koalitionsvariante rechnerisch äußerst schwierig wird.
Regierungsbildung: CDU vor einem schweren Dilemma
Ohne die AfD hätten CDU, SPD und Grüne gemeinsam neun Sitze weniger als für eine Mehrheit nötig wären. Eine Koalition dieser drei Parteien wäre also auf externe Unterstützung angewiesen. Theoretisch möglich wäre eine Minderheitsregierung, die von der Linkspartei toleriert wird – ein Modell, das bereits in Thüringen und Sachsen angewandt wurde.
Rechnerisch würde dieses Modell in Sachsen-Anhalt funktionieren, allerdings nur haarscharf. Das zentrale Problem für die CDU: Sie hat sich bislang klar von einer Zusammenarbeit mit der Linkspartei abgegrenzt. Eine sogenannte Brandmauer zur Linkspartei steht einer Tolerierung durch eben jene im Wege – politisch und programmatisch.
Ob Ministerpräsident Sven Schulze im Amt bleibt oder ein Nachfolger das Land führen wird, ist nach dem aktuellen Stand vollkommen ungewiss.
Rekordbeteiligung und historische Dimension
Neben dem politischen Erdbeben beim Wahlergebnis zeichnet sich auch bei der Wahlbeteiligung ein historischer Wert ab. Bereits vor der Auszählung aller Stimmen war klar, dass eine Rekordbeteiligung erreicht wurde. Ob die Beteiligung tatsächlich über 80 Prozent liegt, war zum Zeitpunkt der zweiten Hochrechnung noch nicht abschließend bekannt.
Das Ergebnis der Landtagswahl Sachsen-Anhalt markiert in jedem Fall einen tiefen Einschnitt in der deutschen Nachkriegspolitik. Mit einem AfD-Ergebnis von über 44 Prozent und dem Scheitern aller bisherigen Koalitionsformeln stehen Sachsen-Anhalt und die etablierten Parteien vor einer Zerreißprobe – sowohl bei der Regierungsbildung als auch beim Umgang mit einem politischen Kräfteverhältnis, das keine einfachen Antworten mehr zulässt.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.


