Ukraine-Krieg: Putins Kalkül beim Brics-Gipfel

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Dieses Video wurde am 12.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Beim Brics-Gipfel in Neu-Delhi gibt sich Wladimir Putin als Staatsmann – und droht gleichzeitig dem Westen mit Krieg, sollten nach einem möglichen Friedensschluss internationale Truppen in der Ukraine stationiert werden. Sicherheitspolitik-Experte Nico Lange ordnet ein, warum die laufenden Dreiergespräche zwischen den USA, Russland und der Ukraine kaum zu einem echten Durchbruch führen dürften – und welche Rolle der Brics-Gipfel im geopolitischen Machtpoker spielt. Die Positionen der drei Parteien im Ukraine-Krieg könnten dabei unterschiedlicher kaum sein.

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Jede Seite verfolgt eigene Ziele

Die laufenden Dreiergespräche zwischen Washington, Moskau und Kiew wirken auf den ersten Blick wie ein diplomatischer Fortschritt. Bei näherer Betrachtung offenbaren sich jedoch unüberbrückbare Differenzen. Die Interessen der Beteiligten sind grundverschieden:

  • USA: Washington will den Konflikt beenden, um wieder Wirtschaftsbeziehungen mit Russland aufbauen zu können.
  • Russland: Moskau erhofft sich, dass die USA die Ukraine zur Annahme russischer Bedingungen drängen.
  • Ukraine: Kiew setzt darauf, dass Washington Druck auf Moskau ausübt und einen echten Waffenstillstand erzwingt.

Wenn der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow von Verhandlungen spricht, meint er laut Lange im Grunde das vollständige Durchsetzen russischer Vorstellungen. Gleichzeitig hören die massiven Raketen- und Drohnenangriffe auf die Ukraine nicht auf – ein klares Signal, dass Moskau nicht auf Kompromisse setzt, sondern auf Kapitulation.

Als realistischeres Zwischenziel gilt ein sektoraler Waffenstillstand – etwa eine Vereinbarung, gegenseitige Luftangriffe einzustellen. Das wäre zwar kein Gesamtabkommen, aber bereits ein bedeutsamer Schritt.

Putins Drohungen und das Hegemonialdenken des Kremls

Putins Warnung vor internationalen Truppen in der Ukraine ist für Lange keine neue Qualität, sondern Teil eines bekannten Musters. Seit Jahren droht Moskau dem Westen bei jeder Form militärischer Unterstützung für Kiew mit Eskalation – ob bei Waffenlieferungen, Ausbildungsmissionen oder möglichen Sicherheitsgarantien.

Völkerrechtlich ist die Sachlage eindeutig: Die Unterstützung der Ukraine durch andere Staaten ist legal und legitim. Lange betont, dass man sich von diesen Einschüchterungsversuchen nicht dauerhaft leiten lassen dürfe. Ein nachhaltiger Frieden sei ohne Sicherheitsgarantien für die Ukraine schlicht nicht denkbar – denn ohne Rückversicherung droht ein erneuter Angriff.

Putins eigentliches Ziel, die Kontrolle über die Ukraine, hat sich nach Einschätzung des Experten zu keinem Zeitpunkt geändert.

Brics-Gipfel: Antiwestliche Plattform, kein geschlossenes Pro-Russland-Bündnis

Der Brics-Gipfel in Neu-Delhi bietet Putin eine globale Bühne – doch von echter Unterstützung für seinen Krieg kann keine Rede sein. Indien unter Premierminister Narendra Modi hat den Krieg wiederholt klar kritisiert und Putin direkt aufgefordert, den Konflikt zu beenden. China verfolgt eigene taktische Interessen, die nicht automatisch mit Moskaus Agenda übereinstimmen.

Was die Brics-Staaten eint, ist weniger eine konstruktive gemeinsame Agenda als eine antiamerikanische und antiwestliche Grundhaltung. Putins Stärke liegt darin, diese Plattformen für symbolische Botschaften zu nutzen – unabhängig davon, ob inhaltliche Unterstützung dahintersteht.

Überlagert werden die geopolitischen Debatten derzeit von einem drängenden wirtschaftlichen Problem: Die instabile Lage am Roten Meer – verschärft durch den Vormarsch der Huthi-Milizen entlang der gesamten jemenitischen Küste – bedroht die Energieversorgung Asiens. Für Indien und China ist das eine unmittelbare Krise, die auf dem Gipfel mindestens ebenso viel Raum einnehmen dürfte wie Putins Anliegen.

Rotes Meer: Bedrohung für den globalen Handel

Die Huthi-Milizen haben inzwischen die gesamte jemenitische Küste am Roten Meer unter ihre Kontrolle gebracht. Das hat weitreichende Folgen – nicht nur für die Region, sondern für den internationalen Schiffsverkehr insgesamt. Saudi-Arabien sieht seinen Ölexport in Gefahr, da auch die Pipeline, die als Umgehung der Straße von Hormus gebaut wurde, beschädigt oder außer Betrieb ist.

Für Europa und Deutschland sind die Konsequenzen erheblich: Ein Großteil des deutschen und europäischen Außenhandels läuft über den Suezkanal und das Rote Meer. Störungen auf dieser Route treffen die europäische Wirtschaft unmittelbar – und machen deutlich, dass Konflikte in scheinbar fernen Regionen direkte wirtschaftliche Auswirkungen auf den Kontinent haben.

Die Gemengelage aus stockenden Ukraine-Verhandlungen, Putins Schaukelpolitik beim Brics-Gipfel und der eskalierenden Lage am Roten Meer zeigt: Die globalen Krisen sind eng miteinander verwoben. Eine diplomatische Lösung im Ukraine-Krieg bleibt vorerst in weiter Ferne – während neue Brennpunkte den internationalen Druck weiter erhöhen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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