9/11 nach 25 Jahren: Wie der Westen in die Falle tappte

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Dieses Video wurde am 12.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Vor 25 Jahren erschütterten die Terroranschläge vom 11. September 2001 die Welt. Doch was sind die 9/11 Folgen für den Westen tatsächlich – und hat der Westen aus ihnen gelernt? Stefan Aust, langjähriger Herausgeber der Tageszeitung Die Welt und ausgewiesener Kenner des internationalen Terrorismus, zieht eine ernüchternde Bilanz: Der Westen ist durch seine eigene Reaktion auf die Anschläge geschwächt worden. Osama Bin Laden habe genau eingepreist, wie Amerika reagieren würde – und die USA tappten prompt in die Falle.

Ein Anschlag als mediales Spektakel geplant

Aust erinnert sich noch genau an den Moment, als er am 11. September 2001 in München die erste Nachricht erhielt: Ein Flugzeug sei ins World Trade Center geflogen. Erst mit dem zweiten Einschlag, den er nach seiner Landung in Hamburg erfuhr, war klar – es handelte sich um einen terroristischen Anschlag, nicht um einen Unfall.

Was ihn damals besonders beeindruckte, war die mediale Raffinesse der Tat. Das erste Flugzeug lenkte alle Kameras der Welt auf den brennenden Turm – und dann traf das zweite. Terrorismus ist Propaganda, lautet Austs Kernerkenntnis: Der Anschlag war von Anfang an auf maximale öffentliche Wirkung ausgelegt. Dass schließlich beide Türme live vor laufenden Kameras einstürzten, habe selbst die Terroristen überrascht – war aber Teil des makabren Kalküls.

Bin Ladens Falle: Die amerikanische Reaktion war eingepreist

Für Aust steht fest: Bin Laden hatte die Reaktion des Westens strategisch vorherberechnet. Durch intensive Recherchen für seinen Dokumentarfilm Die Falle 9/11 – mit Interviews unter anderem mit dem damaligen Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, Terrorismusexperten des Weißen Hauses und CIA-Analysten – gelangte er zu dieser Überzeugung.

Der Plan sei gewesen, die USA zu einem Einmarsch in Afghanistan zu verleiten. Genau das geschah. Und mehr noch: Die Vereinigten Staaten weiteten ihren „Krieg gegen den Terror” auf den Irak aus – obwohl Saddam Hussein mit den Anschlägen vom 11. September nachweislich nichts zu tun hatte.

  • Der Einmarsch in Afghanistan folgte unmittelbar auf 9/11 – und endete Jahrzehnte später mit dem demütigenden Abzug.
  • Der Irakkrieg 2003 wurde mit falschen Behauptungen über Massenvernichtungswaffen begründet.
  • Saddam Hussein, obwohl ein Verbrecher, war kein Urheber des Terrors vom 11. September.
  • Die USA hatten Saddam Hussein zuvor selbst unterstützt – unter anderem im Krieg gegen den Iran.

„Die haben sich in eine Falle locken lassen und haben das damit noch schlimmer gemacht, als es ohnehin schon gewesen ist”, fasst Aust zusammen.

Moral allein reicht nicht – die Frage nach dem Sieg

Aust verfolgte die Debatten vor dem Irakeinmarsch aus nächster Nähe. Er war regelmäßig in Washington, tauschte sich in Gesprächsrunden mit Politikern, Professoren und Journalisten aus. Das Tenor war stets dasselbe: Saddam Hussein sei ein Verbrecher, der Einmarsch sei moralisch geboten.

Doch Aust widersprach konsequent. Er kannte Husseins Verbrechen schon lange – auch zu jener Zeit, als der Westen ihn noch gegen den Iran unterstützt hatte. Sein zentrales Argument lautete dann wie heute: Moral allein ist kein ausreichendes Kriegskriterium. Die entscheidende Frage, die häufig ignoriert wurde, sei eine schlichte strategische: Kann man diesen Krieg gewinnen?

Die Antwort im Irak wie in Afghanistan lautete am Ende: Nein. Der Rückzug der US-Truppen aus beiden Ländern zog einen Schlussstrich unter zwei der kostspieligsten und verlustreichsten Militäreinsätze der amerikanischen Geschichte.

25 Jahre später: Hat der Westen gelernt?

Auch 25 Jahre nach 9/11 sind die strukturellen Lektionen offenbar nicht vollständig verinnerlicht. Donald Trump trat mit dem Versprechen an, keine neuen Kriege zu beginnen – sah sich aber gleichwohl in einen militärischen Konflikt mit dem Iran hineingezogen, den er kaum kontrollieren konnte. Auch seine Bemühungen, den Ukrainekrieg zu beenden, verliefen im Sand, nicht zuletzt wegen mangelnder Kooperationsbereitschaft europäischer Partner.

Aust sieht darin ein wiederkehrendes Muster westlicher Außenpolitik: den Reflex, militärisch zu reagieren, ohne die strategischen Konsequenzen vollständig durchdacht zu haben. Die eigentliche Lehre aus 9/11 – dass Terrorismus auf Überreaktion setzt und davon lebt – scheint noch immer nicht fest im politischen Bewusstsein verankert zu sein. Solange das so bleibt, droht die Geschichte sich zu wiederholen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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