Dieses Video wurde am 01.05.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Stumpfe Küchenmesser sind nicht nur lästig, sondern auch gefährlich – denn wer mit Kraft schneidet, verliert die Kontrolle. Messer schärfen und richtig pflegen ist einfacher als viele denken: Mit dem richtigen Winkel, dem passenden Werkzeug und ein paar Verhaltensregeln im Alltag bleiben Klingen dauerhaft scharf. Ob Profiküche oder heimische Küche – die grundlegenden Prinzipien sind dieselben.
Messer schärfen mit dem Keramiktassen-Trick und Durchziehschleifer
Ein überraschend effektiver Einstieg ist der sogenannte Keramiktassen-Trick: Der unglasierte Boden einer handelsüblichen Tasse dient als improviserter Schleifstein. Das Messer wird dabei im 15-Grad-Winkel über die raue Fläche gezogen. Dieser Winkel ist entscheidend – ein flacherer oder steilerer Winkel erzeugt kaum Schleifwirkung und kann die Klinge sogar beschädigen.
Wer regelmäßig schärfen möchte, ohne viel Aufwand zu betreiben, kann auf einen Durchziehschleifer setzen. Diese Geräte sind bereits ab etwa 50 Euro erhältlich und für den Heimgebrauch gut geeignet. Das Messer wird einfach mit leichtem Druck durch den Schlitz gezogen – die integrierten Schleifsteine übernehmen den Rest.
Experten empfehlen, Messer etwa einmal im Jahr zu schleifen. Das eigentliche Schleifen trägt Material von der Klinge ab und stellt die Schneide grundlegend wieder her.
Wetzen mit dem Wetzstahl: Pflege zwischen den Schleifgängen
Zwischen den jährlichen Schleifgängen braucht das Messer regelmäßige Pflege – und die erfolgt durch Wetzen. Dabei kommt ein Wetzstahl zum Einsatz. Wichtig: Ein Wetzstahl schleift nicht, er richtet lediglich die sogenannten „Haare” der Klinge wieder auf – mikroskopisch kleine Unebenheiten an der Schneide, die sich durch Gebrauch umbiegen.
Auch hier gilt: Der 15-Grad-Winkel ist beim Wetzen einzuhalten. Das Messer wird abwechselnd von oben nach unten über den Stahl geführt, gleichmäßig auf beiden Seiten. Wer regelmäßig wetzt, verlängert die Zeit bis zum nächsten Schleifen deutlich.
Schneidunterlage und Umgang: Was Messer stumpf macht
Viele Messer werden nicht durch Gebrauch stumpf, sondern durch falsche Handhabung. Eine der häufigsten Ursachen: die falsche Schneidunterlage. Geeignet sind ausschließlich:
- Bretter aus Kunststoff (Plastik)
- Bretter aus Holz
Absolut ungeeignet und der häufigste Fehler sind Unterlagen aus Edelstahl, Metall, Glas oder Keramik. Diese Materialien sind härter als die Messerklinge selbst und schleifen die Schneide bei jedem Schnitt stumpf.
Ein weiterer häufiger Fehler: Geschnittenes Gut mit der Schneidseite des Messers vom Brett schieben. Das stumpft die Klinge erheblich ab. Richtig ist es, dafür ausschließlich den Messerrücken zu verwenden.
Reinigung und Aufbewahrung: So bleibt die Klinge geschützt
Auch Reinigung und Lagerung spielen eine entscheidende Rolle für die Langlebigkeit von Messern. Die wichtigsten Regeln im Überblick:
- Messer niemals in die Spülmaschine geben – Hitze, Druck und aggressive Reinigungsmittel beschädigen Klinge und Griff
- Stattdessen von Hand mit lauwarmem Wasser (max. 50 °C) und etwas Spülmittel abwaschen
- Messer mit Holzgriffen sind besonders empfindlich: Feuchtigkeit lässt das Holz quellen und schrumpfen, was Bakterien in Risse eindringen lässt
- Messer nicht lose in der Schublade aufbewahren – die Klingen stoßen aneinander und werden stumpf
- Ideal sind ein Messerblock aus Holz oder ein Magnetblock – beide schützen die Schneide und ermöglichen sicheren Zugriff
Ob ein Messer wirklich scharf ist, lässt sich mit einem einfachen Test prüfen: Eine reife Tomate sollte sich mühelos und ohne Druck mit einem geraden Schnitt teilen lassen. Wer dabei Widerstand spürt, sollte zum Wetzstahl greifen.
Mit diesen Methoden lässt sich die Lebensdauer hochwertiger Küchenmesser erheblich verlängern. Wer einmal im Jahr schleift, regelmäßig wetzt und auf die richtige Pflege achtet, schneidet dauerhaft präziser – und sicherer.
Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler enthalten.

