Küchenmesser scharf halten: Die besten Tipps

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Dieses Video wurde am 01.05.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Wer ein scharfes Küchenmesser benutzt, arbeitet nicht nur schneller, sondern auch sicherer – die Klinge rutscht seltener ab. Doch wie bleibt ein Messer dauerhaft scharf, und was tun, wenn es stumpf geworden ist? Küchenprofi Stefan Wilker erklärt, worauf es bei Anwendung, Reinigung, Lagerung und dem richtigen Schleifen ankommt. Die gute Nachricht: Viele der entscheidenden Maßnahmen kosten nichts und lassen sich sofort umsetzen.

Richtige Anwendung: Kein Druck, die richtige Unterlage

Der wichtigste Grundsatz beim Schneiden lautet: nur ziehen, nicht drücken. Wer das Messer mit Druck durch Lebensmittel drückt, stumpft die Klinge schnell ab. Genauso schädlich ist es, das Messer mit der Schneide flach über das Schneidebrett zu schieben – etwa um Geschnittenes beiseitezuschieben. Dafür sollte stets der Messerrücken verwendet werden.

Ebenso entscheidend ist die Wahl der Schneideunterlage. Empfohlen werden ausschließlich Bretter aus Holz oder Kunststoff. Materialien wie Edelstahl, Metall, Glas oder Keramik sind härter als die Messerklinge und schleifen diese bei jedem Schnitt ab. Solche Unterlagen sollten konsequent gemieden werden.

Küchenmesser richtig reinigen und lagern

Ein häufiger Fehler im Haushalt: Messer in der Spülmaschine reinigen. Das schadet gleich doppelt. Erstens werden die Klingen durch aggressive Reinigungsmittel und hohe Temperaturen stumpf. Zweitens quellen Holzgriffe durch das Wasser auf und ziehen sich beim Trocknen wieder zusammen – ideale Bedingungen für Bakterienwachstum in den entstehenden Rissen.

Richtig ist: Messer nur von Hand mit lauwarmem Wasser (maximal 50 °C) und etwas Spülmittel abwaschen. Das reicht vollkommen aus und ist hygienisch einwandfrei.

Auch die Lagerung spielt eine unterschätzte Rolle. Messer in einer Schublade aufzubewahren, ist keine gute Idee, weil die Klingen aneinanderreiben und sich gegenseitig abstumpfen. Besser geeignet sind:

  • Ein Messerblock aus Holz, der die Klingen weich und geschützt aufnimmt
  • Ein Magnetblock, an dem die Messer einzeln hängen und sich nicht berühren
  • Einzelne Klingenschutzhüllen für die Schublade als Kompromisslösung

Schleifen leicht gemacht – auch mit der Keramiktasse

Wenn ein Messer trotz aller Vorsicht stumpf geworden ist, muss es geschliffen werden. Ein bekannter Haushaltstrick: die Keramiktasse. Der unglasierte Ring an der Unterseite einer handelsüblichen Tasse dient als improvisierter Schleifstein. Das Messer wird dabei im 15-Grad-Winkel über diese raue Fläche gezogen – dieser Winkel ist entscheidend, damit der Schleifeffekt tatsächlich eintritt.

Wer regelmäßig schleift, kann auch auf einen Durchziehschleifer zurückgreifen. Der 15-Grad-Winkel ist hier bereits voreingestellt, was die Handhabung erleichtert. Solche Geräte sind bereits ab etwa 50 Euro erhältlich. Stefan Wilker empfiehlt, die Messer etwa einmal im Jahr zu schleifen.

Wetzen als regelmäßige Pflege zwischen den Schleifvorgängen

Zwischen den jährlichen Schleifvorgängen sollten Messer regelmäßig gewetzt werden. Dafür verwendet man einen sogenannten Wetzstahl. Wichtig: Der Stahl schleift die Klinge nicht ab, sondern richtet mikroskopisch feine „Haare” – kleine Grate an der Schneide – wieder auf, die sich beim Schneiden umbiegen.

Auch hier gilt der 15-Grad-Winkel: Das Messer wird abwechselnd auf beiden Seiten von oben nach unten am Stahl entlanggeführt. Idealerweise geschieht das direkt vor jeder Benutzung des Messers.

Ein einfacher Test zeigt, ob ein Messer scharf genug ist: Eine reife Tomate als Prüfobjekt – gleitet die Klinge ohne jeden Druck durch die Tomatenhaut, ist das Messer in einwandfreiem Zustand. Wer diese Pflegegewohnheiten konsequent beibehält, verlängert die Lebensdauer seiner Messer deutlich und arbeitet in der Küche sicherer und effizienter.

Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler enthalten.

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