Ölversorgung in Gefahr: Saudi-Arabien in der Zange

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Dieses Video wurde am 14.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der Nahostkonflikt weitet sich aus – mit direkten Folgen für die weltweite Ölversorgung. Vom Iran unterstützte Huthi-Milizen haben innerhalb kurzer Zeit gleich mehrere strategische Exportrouten Saudi-Arabiens unter Druck gesetzt oder faktisch blockiert. Der größte Ölexporteur der Welt steht damit vor einer beispiellosen Versorgungskrise – und die Auswirkungen sind bereits an den Zapfsäulen in Europa zu spüren: Die Spritpreise steigen.

Drei Exportrouten gleichzeitig blockiert

Saudi-Arabien stützt seinen Ölexport auf drei zentrale Wege. Alle drei sind derzeit massiv gestört. Die Straße von Hormus zwischen Iran und Oman gilt als das älteste Nadelöhr: Gerade einmal 38 Kilometer breit an der engsten Stelle, laufen durch sie normalerweise rund 20 Millionen Barrel Öl täglich – fast ein Fünftel des gesamten weltweiten Ölverbrauchs. Der Iran hat diese Route im Zuge des laufenden Krieges faktisch blockiert.

Zusätzlich hat die Meerenge Bab al-Mandab zwischen Jemen und Afrika an Bedeutung gewonnen – und ist nun ebenfalls zum Schauplatz des Konflikts geworden. Durch sie muss jedes Schiff, das vom Roten Meer in Richtung Suezkanal fahren will. Die Huthi-Miliz hat in einer Blitzoffensive die jemenitische Küste, die Hafenstadt Mokha sowie die strategisch zentrale Insel Perim erobert. Damit kontrollieren die Huthi faktisch den gesamten jemenitischen Zugang zum Roten Meer.

Drohnenangriffe treffen Ostwest-Pipeline und Hafen Yanbu

Als Ausweichroute für den Fall einer Seeblockade hatte Saudi-Arabien die Ostwest-Pipeline vorgesehen. Über 1.200 Kilometer transportiert sie Öl vom Osten des Landes quer durch das Königreich bis zum Hafen Yanbu am Roten Meer. Im Normalbetrieb befördert sie rund fünf Millionen Barrel täglich, die technische Maximalkapazität liegt bei sieben Millionen Barrel – auf die sie bereits im Zuge der Krise hochgefahren worden war.

Doch dann trafen Drohnenangriffe die Pipeline an mehreren Stellen. Satellitenbilder zeigen dichten schwarzen Rauch und Brände an verschiedenen Anlagen. Saudi-Arabien hat die Pipeline daraufhin komplett abgeschaltet. Ein weiterer Drohnenangriff traf den Hafen Yanbu selbst. Das Ausmaß der Schäden wird noch bewertet – fest steht: Durch die wichtigste Landroute des Königreichs fließt derzeit kein einziger Tropfen Öl.

Globale Ölpreise und Folgen für Europa

Die strategische Bedeutung Saudi-Arabiens für den Weltmarkt lässt sich an wenigen Zahlen ablesen:

  • Saudi-Arabien hält die größten freien Förderkapazitäten weltweit und könnte im Ernstfall am schnellsten zusätzliches Öl liefern.
  • Für Deutschland stammen zwar nur rund 0,8 Prozent des Rohöls direkt aus Saudi-Arabien.
  • Für die gesamte EU ist Saudi-Arabien mit fast 7 Prozent der wichtigste Lieferant aus dem Nahen Osten.
  • Durch die Straße von Hormus fließen normalerweise fast ein Fünftel des weltweiten Ölverbrauchs.
  • Öl wird am Weltmarkt gehandelt – fällt ein Großlieferant aus, steigen die Preise für alle Länder, unabhängig von der eigenen Bezugsquelle.

Dieser globale Mechanismus erklärt, warum die Spritpreise in Deutschland und Europa trotz vergleichsweise geringer direkter Abhängigkeit von Saudi-Arabien spürbar anziehen. Der Ausfall eines so großen Marktteilnehmers treibt den Weltmarktpreis für Rohöl nach oben – und das schlägt sich unmittelbar an der Tankstelle nieder.

USA halten sich zurück – Europa unter Zugzwang

US-Präsident Donald Trump hat eine direkte militärische Intervention trotz eines Appells des saudischen Königs abgelehnt. Die USA wollen keine weitere Front eröffnen – zumal das amerikanische Engagement im Iran-Konflikt bereits als gescheitert gilt.

Damit fällt die Aufgabe, die für Europa lebenswichtigen Handelsrouten offenzuhalten, faktisch den Europäern selbst zu. Wie und ob die EU dieser geopolitischen Verantwortung gerecht werden kann, ist derzeit offen. Klar ist: Solange Bab al-Mandab, die Straße von Hormus und die saudische Ostwest-Pipeline nicht wieder funktionieren, bleibt der Druck auf den Ölpreis – und damit auf die Verbraucher – hoch. Eine schnelle Entspannung der Lage ist nach aktuellem Stand nicht in Sicht.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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