Benzinpreis Allzeithoch: Steuern treiben Sprit hoch

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Dieses Video wurde am 14.09.2026 von NIUS auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der Benzinpreis in Deutschland hat ein neues Allzeithoch erreicht: Im bundesweiten Durchschnitt kostet der Liter E10 inzwischen mehr als 2,27 Euro, an vielen Tankstellen werden für Diesel sogar über 2,50 Euro fällig – einzelne Stationen verlangen bis zu 2,60 Euro pro Liter. Die Ursachen liegen sowohl in den globalen Energiemärkten als auch in der deutschen Steuerpolitik. Wer tatsächlich von den Rekordpreisen profitiert, ist dabei keine offene Frage.

Weltmarkt unter Druck: Huthis, Hormuz und Ölpreisschock

Auf dem internationalen Ölmarkt wächst die Angst vor ernsthaften Versorgungsengpässen. In Saudi-Arabien wurde eine wichtige Pipeline, die Öl vom Persischen Golf zum Roten Meer transportiert und damit die Straße von Hormus umgeht, vorsorglich abgeschaltet. Genau diese strategische Route gilt derzeit als praktisch blockiert.

Verantwortlich dafür sind die Huthi-Rebellen im Jemen, die vom iranischen Mullah-Regime finanziert werden und Angriffe auf Schifffahrtswege und Israel durchführen. Die Lage am Roten Meer bleibt angespannt. Der Ölpreis ist in der Folge auf über 100 US-Dollar pro Barrel gestiegen. Experten warnen bereits vor einem möglichen globalen Energieschock mit weiter steigenden Preisen.

Doch diese geopolitischen Faktoren allein erklären die deutschen Preise nicht – denn im europäischen Vergleich ist Deutschland außergewöhnlich teuer.

Steuerbelastung: Warum Sprit in Deutschland bis zu 1 Euro teurer ist

Nur 70 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, in Polen, kostet der Liter Benzin rund 1,70 Euro – fast einen Euro weniger als hierzulande. Der Grund liegt in der extremen Steuerbelastung auf deutschen Kraftstoff.

  • Die Energiesteuer beträgt bei Benzin rund 65 Cent pro Liter
  • Bei Diesel liegt sie bei rund 47 Cent pro Liter
  • Auf diese Abgaben wird zusätzlich Mehrwertsteuer erhoben
  • Der CO2-Preis kommt als weiterer Aufschlag hinzu
  • Insgesamt entfallen rund 56 Prozent des Zapfstellenpreises auf Steuern und Abgaben – nur 44 Prozent sind der eigentliche Warenpreis

Günstiger als Deutschland ist Sprit weltweit fast überall – teurer ist er nur noch in Hongkong mit rund 4 Euro pro Liter. Deutschland zählt damit zur teuersten Gruppe der Welt.

Staatliche Profiteure: Wie steigende Preise den Haushalt füllen

Jede Preissteigerung an der Zapfsäule schlägt sich automatisch als Mehreinnahme im Bundeshaushalt nieder – und anteilig auch in den Länderhaushalten, da die Mehrwertsteuer zwischen Bund und Ländern aufgeteilt wird. Der Staat muss dafür keine neuen Gesetze beschließen oder Abgaben erhöhen: Der Mechanismus funktioniert von selbst.

Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) verantwortet die Steuerpolitik. Bundeskanzler Friedrich Merz schlug via Social Media vor, eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Kraftstoff auf 7 Prozent könnte rund 20 Cent pro Liter ausmachen – ein Vorschlag, den er in nahezu identischer Form bereits 2022 als Oppositionsführer gemacht hatte. Ob daraus eine politische Ankündigung wird, blieb offen.

CSU-Chef Markus Söder forderte die Bundesregierung auf, sich dringend mit den Spritpreisen zu befassen und dabei dem österreichischen Modell zu folgen: Mehreinnahmen, die durch gestiegene Preise entstehen, sollen an die Bürger zurückgegeben werden. Das einst diskutierte Klimageld, das genau dies leisten sollte, ist inzwischen von der politischen Agenda verschwunden.

CO2-Preis und Klimapolitik: Lenkung oder Abzocke?

Die hohen Spritpreise sind kein Unfall, sondern zumindest teilweise politisch gewollt. Der CO2-Preis soll einen Lenkungseffekt erzeugen und Verbraucher dazu bringen, auf klimafreundlichere Alternativen umzusteigen. Doch genau hier liegt das grundlegende Problem der Strategie.

Wer keine bezahlbare Alternative hat – weder ein gut ausgebautes ÖPNV-Netz noch die finanzielle Möglichkeit, auf ein Elektrofahrzeug umzustellen –, kann nicht ausweichen. Pflegedienste, Handwerker, Pendler und Logistikbetriebe sind auf das Auto angewiesen. Für sie bedeuten steigende Spritpreise schlicht höhere Kosten, keine Verhaltensänderung. Auch der Umstieg auf Elektromobilität scheitert in der Praxis oft an fehlender Ladeinfrastruktur – etwa in Kleingartensiedlungen oder bei langen Arbeitstagen mit vielen Stopps.

Mobilität ist eine der Grundlagen des deutschen Wohlstands: Just-in-Time-Lieferungen, Außendienstmitarbeiter, Pflegedienste – sie alle werden durch hohe Spritpreise direkt belastet. Alles, was transportiert wird, wird teurer. Ob die Politik bereit ist, diesen Widerspruch offen anzusprechen und zu lösen, entscheidet sich nicht zuletzt bei der nächsten Wahl.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (NIUS). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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