Benzinsteuer in Deutschland: Staat kassiert 1,20 € pro Liter

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Dieses Video wurde am 15.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

An der deutschen Zapfsäule greift der Staat tief in die Tasche der Autofahrer: Von rund 2,50 Euro pro Liter Benzin fließen nach Einschätzung des US-Journalisten Eric Hirschbaum etwa 1,20 Euro direkt in die Staatskasse. Das entspricht annähernd der Hälfte des Literpreises – ein Verhältnis, das im internationalen Vergleich kaum zu überbieten ist. Hirschbaum, der seit Jahren in Deutschland lebt und das Land aus einer transatlantischen Perspektive beobachtet, übt in seinem Kommentar scharfe Kritik an der deutschen Steuerpolitik rund um Kraftstoffe und fordert eine spürbare Entlastung der Verbraucher.

Benzinsteuer im Vergleich: Deutschland vs. USA

Der internationale Vergleich fällt für deutsche Autofahrer ernüchternd aus. In den Vereinigten Staaten beträgt die staatliche Steuer auf Kraftstoff lediglich rund 14 Cent pro Liter – ein Bruchteil dessen, was hierzulande erhoben wird. In Deutschland summiert sich die steuerliche Belastung aus Energiesteuer und Mehrwertsteuer auf einen Löwenanteil des Zapfsäulenpreises.

Hirschbaum rechnet vor: Über alle Tankfüllungen hinweg fließen jährlich rund 50 Milliarden Euro an Benzinsteuern in den deutschen Bundeshaushalt. Diese Summe macht den Staat faktisch zum größten Profiteur steigender Kraftstoffpreise – nicht Mineralölkonzerne oder Tankstellenbetreiber.

  • Literpreis Benzin (Deutschland, ca.): 2,50 €
  • Davon Staatsanteil (Energie- + Mehrwertsteuer): ca. 1,20 €
  • Steueranteil pro Liter in den USA: ca. 0,14 €
  • Jährliches Steueraufkommen durch Kraftstoff (Deutschland): ca. 50 Mrd. €

Tankrabatt als Vorbild – und die Kritik an E-Auto-Förderungen

Dass eine staatliche Entlastung grundsätzlich möglich ist, bewies der sogenannte Tankrabatt aus dem Jahr 2022, als die Bundesregierung die Energiesteuer temporär absenkte und Verbraucher für drei Monate spürbar entlastet wurden. Hirschbaum plädiert dafür, ein ähnliches Instrument erneut zu nutzen, anstatt die Verantwortung für hohe Spritpreise auf externe Faktoren wie internationale Ölmärkte, geopolitische Konflikte oder ausländische Akteure zu schieben.

Gleichzeitig kritisiert er die neu aufgelegten E-Auto-Förderungen als fehl am Platz. Seit März boome der Markt für Elektrofahrzeuge, weil Verbraucher deren wirtschaftliche Vorteile gegenüber dem Verbrenner selbst erkannt hätten. Staatliche Prämien von bis zu 6.000 Euro pro Fahrzeug – mit einem Gesamtvolumen von rund 3 Milliarden Euro im laufenden Jahr – seien unter diesen Bedingungen nicht mehr notwendig.

Dieses Geld, so das Argument, könnte stattdessen genutzt werden, um die Steuerlast an der Tankstelle zu senken und damit Millionen von Autofahrern direkt zu entlasten.

Berlins Luftverkehr: Endlich internationale Flugrechte für Emirates

Ein weiteres Thema des Kommentars ist die jahrelange Blockade internationaler Flugrechte für Berlin. Die Fluggesellschaft Emirates wollte seit Langem Direktverbindungen in die deutsche Hauptstadt anbieten – scheiterte jedoch am Widerstand der Bundesländer Bayern und Hessen, die ihre Drehkreuze München und Frankfurt schützen wollten.

Nun hat die Bundesregierung entschieden: Berlin erhält die entsprechenden internationalen Flugrechte. Für Hirschbaum ist das ein längst überfälliger Schritt. Er verweist auf die historische Dimension: Berlin war einst Hauptstadt und Wirtschaftszentrum Deutschlands. Konzerne wie Siemens und Allianz sowie zahlreiche Banken siedelten nach der Teilung in München und Frankfurt um – die Hauptstadt wurde strukturell geschwächt.

Die neue Entscheidung zugunsten von Emirates-Direktflügen nach Berlin wertet er als Anfang einer neuen Ära für den Flughafen BER und als wichtiges Signal für die internationale Anbindung der Hauptstadt.

Deutschland: Selbstkritik und unterschätzter Optimismus

Trotz seiner Kritik an der Steuerpolitik zeichnet Hirschbaum ein insgesamt positives Bild von Deutschland. Als Amerikaner, der seit Jahren im Land lebt, betont er Stärken, die von vielen Deutschen selbst nicht ausreichend wahrgenommen würden:

  • Deutschland ist die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt
  • Flächendeckende Krankenversicherung für alle Bürger
  • Starke Infrastruktur in Schiene und öffentlichem Nahverkehr
  • Kostenfreie oder günstige Universitäten mit hoher Chancengleichheit
  • Deutschland als Exportweltmeister trotz geringer Rohstoffvorkommen

Die gesellschaftliche Stimmung in Deutschland beschreibt er als unverhältnismäßig pessimistisch. Mehr Optimismus und eine nüchternere Einschätzung der eigenen Lage täten dem Land gut – auch im Umgang mit internationalen Krisen wie dem Handelskonflikt zwischen den USA und Kanada oder den teils impulsiven Aussagen von Donald Trump, die Hirschbaum zufolge oft nicht als feste Politikansagen verstanden werden sollten.

Die Debatten rund um Benzinsteuer, Luftverkehrspolitik und nationale Selbstwahrnehmung zeigen: Deutschland steht vor konkreten steuerpolitischen Weichenstellungen, die Verbraucher unmittelbar betreffen. Ob der Gesetzgeber die hohe Kraftstoffsteuer tatsächlich anpasst oder weiterhin auf alternative Entlastungsinstrumente setzt, bleibt abzuwarten.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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