Dieses Video wurde am 30.04.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Hinspiele der Champions-League-Halbfinale 2025/26 hätten eine Werbung für den Fußball sein können – doch ein Schiedsrichter sorgte für hitzige Diskussionen. Besonders die Partie Atlético Madrid gegen Arsenal rückte ins Rampenlicht: Referee Danny Makkelie pfiff drei Elfmeter, die alle mehr als diskutabel waren. Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe analysiert die Szenen und stellt die Frage, ob sich der Niederländer damit seine internationale Karriere endgültig verbaut hat.
Drei Elfmeter, drei Fragezeichen
Makkelie leitete das Spiel außerhalb der Strafräume nach Gräfes Einschätzung souverän und großzügig. Doch im Strafraum erwischte er einen schwarzen Tag. Alle drei Strafstoßentscheidungen waren nach Ansicht des Experten zumindest fragwürdig:
- Erster Elfmeter: Leichtes Zupfen, das bei jeder Ecke in ähnlicher Form vorkommt – kurz zuvor ließ Makkelie eine vergleichbare Aktion von Koke ungeahndet.
- Zweiter Elfmeter: Ein Handspiel ähnlich wie beim diskutierten Davis-Treffer – der Ball wird vom Schienbein abgefälscht, die Armbewegung ist eher eine natürliche Balance-Reaktion.
- Dritter Elfmeter: Ein Klassiker des simulierten Foulspiels – der vermeintlich gefoulte Spieler stellt sich selbst wieder auf die Beine und dreht sich theatralisch um den Gegenspieler.
Beim dritten Strafstoß griff der VAR zwar ein und korrigierte die Entscheidung – doch nach Regelwerk war das eigentlich nicht korrekt, da kein glasklarer Fehler vorlag. Im Sinne des Spiels war die Korrektur dennoch die bessere Wahl, um eine gewisse Balance herzustellen.
Das Handspiel-Problem im europäischen Fußball
Nicht nur in Madrid, auch im anderen Halbfinale zwischen FC Barcelona und Inter Mailand sorgte ein Handspiel-Elfmeter für Unmut. Prominente ehemalige Profis wie John Terry, Wayne Rooney und Bixente Lizarazu äußerten sich klar: Solche Handspielentscheidungen schaden dem Fußball.
Gräfe teilt diese Einschätzung und verweist auf das Regelwerk: Ein strafbares Handspiel muss entweder absichtlich erfolgen oder den Arm unnatürlich vergrößert einsetzen. Beides traf auf die kritisierten Szenen nicht zu. Er plädiert dafür, dass Schiedsrichter international wieder mehr Zurückhaltung üben und nur bei eindeutigen Vergehen eingreifen.
Makkelies Vergangenheit holt ihn ein
Für Makkelie ist es nicht das erste Mal, dass er in einem Hochkaräter negativ auffällt. Bei der EM 2021 entschied er das Halbfinale zwischen England und Dänemark durch einen umstrittenen Elfmeter für die Engländer. Die Konsequenz: Lange Zeit bekam er keine Topspieleinsätze mehr von der UEFA.
Erst in der Saison 2023/24 durfte er wieder ein Viertelfinale leiten, nun folgte das Halbfinale 2025/26. Die UEFA beobachtet solche Leistungen genau – ob sie ihm diese Vorstellung erneut verzeiht, darf bezweifelt werden. Gräfe formuliert es deutlich: Makkelie könnte sich seine internationale Karriere endgültig verbaut haben.
Das Grundprinzip: Lieber nicht pfeifen
Gräfe fasst seine Analyse mit einem Grundsatz zusammen, der von der Kreisliga bis zur Champions League gilt: Lieber eine Situation nicht pfeifen als etwas Kleinliches oder Nicht-Vorhandenes zu ahnden. Fußballer akzeptieren menschliche Fehler – also übersehene Vergehen. Was sie nicht akzeptieren, ist ein Pfiff für etwas, das gar nicht da war oder das Spiel unverhältnismäßig beeinflusst.
Schiedsrichter sollten die Spielentscheidung den Fußballern überlassen und wirklich nur dann eingreifen, wenn ein Foul klar und deutlich ist. Die Ereignisse rund um die Champions-League-Halbfinale zeigen, dass es hier auf höchster Ebene noch erheblichen Nachholbedarf gibt – und dass die UEFA ihre Schiedsrichter in diesem Bereich stärker in die Pflicht nehmen muss.
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