Dieses Video wurde am 02.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Der Markt für humanoide Roboter wächst schneller als erwartet – und zieht Anleger weltweit an. Eine neue Studie von Goldman Sachs hat die Prognose für den globalen Markt drastisch nach oben korrigiert: Bis 2035 soll er viermal größer ausfallen als bisher angenommen. Gleichzeitig zeigten die World Human Robot Games in Peking eindrucksvoll, wohin die Reise geht. Im Fokus der Anleger steht dabei die chinesische Firma UBT Robotics – eine hochspekulative, aber potenziell lukrative Wette auf die Zukunft der Automatisierung.
World Human Robot Games: Mehr als sportliche Spielerei
Bei den World Human Robot Games in Peking liefen humanoide Roboter den 100-Meter-Sprint – und unterbrachen dabei den Weltrekord von Usain Bolt. Auf der Langstrecke optimierte eine KI den Laufstil der Maschinen: Die Roboter bewegten sich dabei nicht wie Menschen, sondern in einer von Algorithmen berechneten, effizienteren Weise.
Doch hinter den sportlichen Disziplinen steckte ein ernsthafterer Zweck. Ein Großteil der Wettbewerbe umfasste praxisnahe Anwendungsfälle:
- Kisten schleppen und Lasten transportieren
- Waren einräumen und sortieren
- Monotone Fließbandtätigkeiten simulieren
Diese Aufgaben verdeutlichen, wohin der Markt steuert: nicht in erster Linie in den Haushalt, sondern in die Industrieproduktion.
Goldman Sachs: Marktpotenzial viermal größer als erwartet
Die aktuelle Studie von Goldman Sachs unterstreicht das gewaltige Wachstumspotenzial. Der Investmentbank zufolge wird der Markt für humanoide Roboter bis 2035 auf das Vierfache des bisher prognostizierten Volumens anwachsen. Treiber dieser Entwicklung ist vor allem der industrielle Einsatz: Roboter, die in Fabriken Fließbandarbeit übernehmen, werden nicht müde, werden nicht krank und können rund um die Uhr eingesetzt werden.
Wenn diese Technologie zuverlässig skaliert werden kann, entsteht ein enormer Markt – und mit ihm erhebliche Chancen für Unternehmen, die heute schon in diesem Bereich aktiv sind.
UBT Robotics: Direkte Aktien-Wette auf humanoide Roboter
Als eine der direktesten Möglichkeiten, an diesem Wachstum zu partizipieren, gilt die chinesische Firma UBT Robotics. Das Unternehmen hat sein Modell Walker bereits in Labors getestet und beginnt, es schrittweise auszurollen. Besonders interessant: UBT Robotics arbeitet mit einem Automobilhersteller zusammen und erprobt den Einsatz seiner Roboter in Fabrikhallen für monotone Arbeiten.
Wesentliche Vorteile des Unternehmens laut Marktbeobachtern:
- Kosteneffiziente Produktion dank chinesischer Fertigungsstruktur
- Bereits laufende Kooperationen mit der Automobilindustrie
- Fokus auf industrielle Einsatzbereiche mit großem Skalierungspotenzial
- Eindeutiges Analystenurteil: Alle 17 erfassten Empfehlungen lauten „Kaufen”
Der Analystenkonsens sieht das Kursziel bei rund 19,19 US-Dollar – bei einem aktuellen Kurs von etwa 10 US-Dollar entspräche das einem Aufwärtspotenzial von rund 86 Prozent. Im laufenden Jahr hat die Aktie allerdings rund 41 Prozent an Wert verloren, was die Einstiegsbewertung attraktiver, das Risiko aber nicht kleiner macht.
Chinarisiko: Was Anleger wissen müssen
Wer in chinesische Aktien investiert, trägt stets ein spezifisches politisches Risiko. Die Möglichkeit staatlicher Eingriffe in Unternehmen, regulatorische Überraschungen und geopolitische Spannungen sorgen dafür, dass chinesische Wertpapiere traditionell mit einem Bewertungsabschlag gehandelt werden.
Diese Einschätzung gilt auch für UBT Robotics. Ob man das Risiko eingehen möchte, muss jeder Anleger individuell abwägen. Als spekulativer Anteil in einem diversifizierten Portfolio kann die Aktie für risikobereite Investoren jedoch interessant sein – vorausgesetzt, das Unternehmen schafft den Sprung vom Labor in den industriellen Massenmarkt.
Der Sektor der humanoiden Roboter steht insgesamt erst am Anfang. Die nächsten Jahre werden zeigen, welche Unternehmen die Technologie erfolgreich skalieren können. Goldman Sachs und eine breite Analystenschar sind überzeugt: Der Markt wird riesig – die Frage ist nur, wer ihn dominieren wird.
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