Hyrox: So wurde der Fitness-Trend zur Weltmarke

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Dieses Video wurde am 28.04.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Hyrox ist mehr als ein Fitness-Hype: Was 2017 mit gerade einmal 700 Teilnehmern in Hamburg begann, ist heute eine globale Sportmarke mit 130 Millionen Euro Jahresumsatz. Allein in Köln traten an einem einzigen Wochenende 14.000 Athletinnen und Athleten gegeneinander an. Das Konzept ist simpel, aber wirkungsvoll – und es hat eine Lücke im Fitnessmarkt geschlossen, die zuvor niemand bemerkt hatte.

Was Hyrox ist und wie der Wettkampf funktioniert

Das Format von Hyrox verbindet Ausdauer mit funktioneller Kraft: Die Teilnehmenden laufen insgesamt 8 Kilometer, unterbrochen von acht standardisierten Übungsstationen – ein klassisches Zirkeltraining mit Stoppuhr. Dazu gehören unter anderem Rudern, Skierg, Sandsack-Schleppen und Wall Balls.

Wer in der Pro-Kategorie antritt, muss mit schwereren Gewichten arbeiten. Für Athleten wie Maxim, der in Köln zum achten Mal startete und erstmals die Pro-Distanz solo absolvierte, ist der Reiz klar: „Du gegen dich selbst.” Nicht die Konkurrenz steht im Mittelpunkt, sondern die persönliche Leistungsgrenze.

Die Startgebühr beträgt 120 Euro pro Person – ein Preis, den Zehntausende bereitwillig zahlen.

Die Gründungsidee: Eine Lücke im Fitnessmarkt

Erfunden haben das Format Christian Tötzke und Moritz Fürste, ehemaliger Profi-Hockeyspieler und Olympiasieger. Ihre Beobachtung: Millionen von Fitnessstudio-Besuchern trainieren regelmäßig, haben aber keine Möglichkeit, ihre Leistung in einem echten Wettkampf zu messen.

„Was eigentlich in einer anderen Sportart funktionieren würde, wenn ich immer nur trainiere, aber nie spiele – diese Lücke haben wir geschlossen”, sagt Fürste. Die Idee war, einen zugänglichen Wettkampf zu schaffen, der weder Profisport noch Freizeitsport ist, sondern beides vereint.

  • Gründungsjahr: 2017 in Hamburg
  • Starterfeld beim ersten Event: 700 Teilnehmende
  • Heute aktiv in 38 Ländern
  • Jahresumsatz 2025: rund 130 Millionen Euro
  • Seit 2025: eigene Kinder- und Jugendwettbewerbe (Hyrox Youngstars)

Cleveres Marketing als Wachstumsmotor

Hinter dem Wachstum steckt eine durchdachte Markenstrategie. Von Beginn an setzte das Unternehmen auf starke Partnerschaften: Gemeinsam mit Puma wurde ein eigens für den Sport entwickelter Laufschuh entworfen. Weitere Einnahmequellen umfassen Trainingspläne, Partnerprogramme und Merchandising.

Besonders ungewöhnlich: Es gibt bereits eine Hyrox-Kreuzfahrt, bei der Athleten gemeinsam auf hoher See trainieren und Tickets dafür werden bereits verkauft.

Experten bewerten das Modell positiv: „Das Geschäftsmodell ist sehr clever, und ich kann mir gut vorstellen, dass andere Competitions eine ähnliche Vermarktung übernehmen werden.”

Wachsender Markt und Blick auf Olympia

Hyrox ist nicht allein auf dem Markt. Konkurrenzformate wie Deadly Dozen aus Großbritannien, das World Fitness Pro, die Adidas Ethics Games oder das Format Senum drängen ebenfalls in den Markt. Die klassischen CrossFit Games existieren schon lange. Die Hyrox-Gründer sehen darin jedoch keine Bedrohung – im Gegenteil.

Sie sind überzeugt, dass Hyrox keine vorübergehende Modeerscheinung ist: „Es gibt inzwischen Hunderttausende von Menschen auf dieser Welt, die, wenn du sie fragst, was deine Sportart ist, sagen: Hyrox.” Das langfristige Ziel der Gründer ist ambitioniert: eine Aufnahme von Hyrox als Disziplin bei den Olympischen Spielen.

Getragen wird der Erfolg auch von einer starken Community. Teilnehmende wie Maxim berichten von WhatsApp-Gruppen mit 150 Fremden, die sich gegenseitig anfeuern „wie den Herzensfußballverein”. Dieser Gemeinschaftssinn dürfte ein zentraler Grund sein, warum aus einem Hamburger Startup innerhalb weniger Jahre eine echte Weltmarke wurde.

Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler enthalten.

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