Dieses Video wurde am 29.04.2026 von DER SPIEGEL auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Ein einziger Satz über First Lady Melania Trump hat eine neue Konfrontation zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Late-Night-Moderator Jimmy Kimmel ausgelöst. Beim diesjährigen Korrespondentendinner in Washington machte Kimmel einen Witz, in dem er Melania mit dem Ausstrahlen einer „erwartungsvollen Witwe” verglich. Trump reagierte mit einer unmissverständlichen Forderung: Kimmel solle gefeuert werden. Der Präsident warf dem Moderator vor, mit dem Witz zur Gewalt aufgerufen zu haben – und stellte einen direkten Zusammenhang mit einem versuchten Attentat her, das sich am selben Wochenende ereignet hatte.
Der Witz und seine Folgen
Beim Korrespondentendinner wandte sich Kimmel an Melania Trump mit den Worten, sie habe „den Glanz einer erwartungsvollen Witwe” – eine Formulierung, die im Saal für Lacher sorgte, im Weißen Haus jedoch für Empörung. Donald Trump deutete den Witz als Aufruf zur Gewalt und verwies dabei auf Schüsse, die am Samstag desselben Wochenendes in einem Washingtoner Hotel abgefeuert worden waren.
Kimmel bestritt diese Interpretation vehement. In seiner Sendung am darauffolgenden Montag erklärte er, er sei missverstanden worden. Er habe lediglich im Stil eines klassischen Roast formuliert und sich dabei explizit gegen Waffengewalt ausgesprochen. Von einem Aufruf zur Gewalt könne keine Rede sein.
Trumps Pressesprecherin stellt Zusammenhang mit Schüssen her
Während Kimmel seine Aussage verteidigte, legte die Pressesprecherin des Weißen Hauses nach. Sie warf den Demokraten und großen Medien vor, Trump nach dem versuchten Attentat weiter zu dämonisieren – und nannte Kimmel dabei namentlich. Kimmels Witz wurde in direkten Zusammenhang mit den Schüssen im Hotel gestellt.
Die Pressesprecherin betonte außerdem, Präsident Trump setze grundsätzlich auf die friedliche Beilegung von Konflikten, während politische Gegner und Medien lügen und betrügen würden. Diese Darstellung spiegelt das bekannte Muster wider, Medienkritik an Trump als koordinierte Kampagne einzuordnen.
Kimmel schon einmal im Visier – Sendung abgesetzt und wiederhergestellt
Es ist nicht das erste Mal, dass Jimmy Kimmel im Rahmen von Trumps Feldzug gegen kritische Medien ins Visier gerät. Im September 2025 war seine Sendung bereits einmal abgesetzt worden, bevor sie kurze Zeit später wieder ins Programm aufgenommen wurde. Die wichtigsten Stationen im Konflikt zwischen Trump und Kimmel im Überblick:
- September 2025: Kimmels Sendung wird unter Druck abgesetzt
- Kurz darauf: Wiederaufnahme ins Programm
- April 2026: Witwen-Witz beim Korrespondentendinner
- Trump fordert erneut den Rauswurf Kimmels
- Kimmel verteidigt sich öffentlich in seiner Montagssendung
Dass Kimmel ausgerechnet nach seiner Rückkehr ins Programm erneut provoziert, dürfte kaum Zufall sein. Der Moderator gilt als einer der lautstärksten medialen Kritiker Trumps im amerikanischen Fernsehen.
Pressefreiheit und politischer Druck in den USA
Der Fall Kimmel steht stellvertretend für eine breitere Debatte über Pressefreiheit und den politischen Druck auf unabhängige Medien in den Vereinigten Staaten. Kritiker werfen Trump vor, die Grenze zwischen politischer Satire und tatsächlicher Bedrohung bewusst zu verwischen, um missliebige Stimmen zum Schweigen zu bringen.
Ob Kimmels Sendung erneut unter Druck gerät, bleibt abzuwarten. Klar ist: Der Konflikt zwischen dem Weißen Haus und den Late-Night-Moderatoren dürfte mit diesem Witz nicht beendet sein. Solange Satiriker wie Kimmel eine reichweitenstarke Plattform haben, werden sie ein bevorzugtes Ziel für Trumps Medienkritik bleiben – und ebenso lautstark zurückschlagen.
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