Dieses Video wurde am 26.08.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Eine unverhoffte Zwangspause in luftiger Höhe: Am späten Abend des 26. August blieb das Kettenkarussell Nordic Tower auf dem Hamburger Dom plötzlich stehen. 23 Fahrgäste saßen in etwa 30 Metern Höhe fest und mussten rund drei Stunden lang ausharren – bei sinkenden Temperaturen und kaltem Wind. Was als entspannter Ausflug mit Blick auf den Sonnenuntergang begann, entwickelte sich zu einem unfreiwilligen Abenteuer, das niemand so geplant hatte.
Panne mitten in der Fahrt: Bremse greift unerwartet
Gegen 21 Uhr stoppte das Fahrgeschäft abrupt. Nach ersten Erkenntnissen hat beim Herablassen der Anlage die Fahrstuhlbremse gegriffen – und zwar ohne erkennbaren Notfall-Anlass. Warum die Sicherheitsbremse in dieser Situation auslöste, obwohl kein Notfall vorlag, ist noch ungeklärt. Der TÜV soll den technischen Defekt nun untersuchen und die genaue Ursache ermitteln.
Verletzt wurde nach aktuellem Stand niemand. Das Fahrgeschäft hatte offenbar korrekt auf die unerwartete Situation reagiert, indem es die Gondeln sicher in Position hielt – auch wenn dies für die Insassen eine nervenaufreibende Erfahrung bedeutete.
Drei Stunden in der Kälte: Die Feuerwehr rückt an
In Hamburg herrschten zu diesem Zeitpunkt am späten Abend nur noch rund 15 Grad Celsius, dazu kam ein kühler Wind in der Höhe. Die Feuerwehr rückte schnell an und versorgte die festsitzenden Fahrgäste per Leiter mit Wärmedecken, um einer Auskühlung entgegenzuwirken.
Die Situation war für die Betroffenen psychisch belastend: Als schließlich Kräne in Sichtweite auftauchten, rechneten viele bereits mit einer spektakulären Rettungsaktion. Tatsächlich gelang es jedoch erst kurz nach Mitternacht – also rund drei Stunden nach dem Stillstand –, das Fahrgeschäft wieder in Betrieb zu setzen und alle Fahrgäste sicher auf den Boden zu bringen.
Reaktionen der Betroffenen: Zwischen Galgenhumor und Erleichterung
Die Fahrgäste reagierten nach ihrer Rettung mit einer Mischung aus Erleichterung und trockenem Humor. Wer einen langen, intensiven Fahrgeschäft-Abend für sein Geld erleben wolle, dem könne man den Nordic Tower durchaus empfehlen – so lautete das ironische Fazit eines Betroffenen. Eine Wiederholung des Erlebnisses schlossen die meisten jedoch kategorisch aus.
Die wichtigsten Fakten zur Panne im Überblick:
- Uhrzeit des Stillstands: ca. 21 Uhr
- Anzahl betroffener Fahrgäste: 23 Personen
- Höhe über dem Boden: ca. 30 Meter
- Wartezeit bis zur Befreiung: rund 3 Stunden
- Verletzte: keine
TÜV-Prüfung soll Ursache klären
Fest steht bislang nur, dass die Fahrstuhlbremse des Nordic Tower beim Herablassen der Anlage auslöste, ohne dass ein tatsächlicher Notfall vorlag. Die genauen Umstände – ob ein Steuerungsfehler, ein Sensorfehler oder ein mechanisches Problem die Bremse aktivierte – müssen nun im Rahmen einer TÜV-Untersuchung geklärt werden.
Für den Hamburger Dom, eines der größten Volksfeste Norddeutschlands, ist ein solcher Vorfall ein ungewöhnliches Ereignis. Der Betreiber des Fahrgeschäfts sowie die zuständigen Behörden werden die Ergebnisse der Prüfung abwarten, bevor der Nordic Tower wieder regulär in Betrieb gehen kann. Die Sicherheit der Fahrgäste habe dabei höchste Priorität, hieß es aus Kreisen der Veranstalter.
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